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Über dieses Buch

Diese neue Auflage des „Wendehorst Bautechnische Zahlentafeln“ wurde um die Kapitel Netzmanagement und Sonderkonstruktionen im Beton sowie Bauen und Umwelt erweitert. Das Kapitel Netzmanagement ent­hält die Themen: Wasserverteilungssysteme, Entwässerungssysteme, Fernwärmeversorgungssysteme, Gas­ver­sor­gungs­systeme mit Bezug auf Planung, Einbau, Instandsetzung und Sanierung. Das zweite neue Kapitel Sonderkon­struktionen enthält die Schwerpunkte Grundlagen der WU-Planung, Allgemeine Planungsaufgaben/ -verant­wort­lichkeiten nach WU-Richtlinie, Aufgaben der Tragwerksplanung, Rechnerische Nachweisformate. Im dritten neu konzipierten Kapitel Bauen und Umwelt, welches quasi als Ersatz für das frühere Kapitel Abfall­wirt­schaft angelegt ist, werden die Themen Umweltauswirkungen durch Bautätigkeit, Altlasten und Entsorgung voll­kommen neu adressiert. Alle weiteren Kapitel wurden durchgesehen und entsprechend dem allgemein aner­kannten Stand der Technik und der Normen aktualisiert.

Weitere wichtige inhaltliche Neuerungen der Bautechnischen Zahlentafeln sind:

Vollständige neue Kapitel: Netzmanagement und Sonderkonstruktionen mit WU-Beton. Vollständig überarbeitet wurde das Kapitel Baubetrieb: DIN 276 => Neufassung 12/2018, Zuordnung von Rechenmethoden zu den einzelnen Kostenstufen, VOB/A => Überarbeitung 2019, KLR Bau => Neuauflage, BGB 650a ff neu, DIN 19650 BIM, Sicherheits- und GesundheitsschutzStahlbeton und Spannbeton: Neues Heft 630 DAFStb „Bemessung nach DIN EN 1992 in den Grenz­zu­ständen der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit" (Ersatz für Heft 220), Neues Heft 631 DAFStb „Hilfsmittel zur Schnittgrößenermittlung und zu besonderen Detailnachweisen bei Stahlbetontragwerken“ (Ersatz für Heft 240)Stahlbau: Aufnahme von Bemessungsregeln für Stahlhohlprofilkonstruktionen, Aufnahme von Kerbfalltabellen, Aktualisierung von Profiltabellen und Werkstoffeigenschaften aus Produktnormen, Aktualisierung und Überarbeitung des Abschnittes Schweißverbindungen, Einarbeitung der aktuellen Nationalen Anhänge zu den Teilen von EN 1993 und EN 1994, soweit relevantBauen und Umwelt: Abfalldeklaration, Abfälle aus dem Baubereich, Abgrenzung gefährlicher / nicht gefährlicher Abfall bei Spiegeleinträgen, Verwertung von Abfällen, Verwertung außerhalb von Deponien, Mineralische Stoffe aus dem Baubereich, Industrielle Nebenprodukte, Verwertung inner­halb von Deponien, Altlasten, Bewertungsmaßstäbe Wirkungspfad Boden/Mensch, Wirkungspfad Boden/Nutzpflanze, Wirkungspfad Boden/Grundwasser, Gewässerschäden, Deponietechnik, Dichtungs­systeme, Anforderungen Geologische Barriere und Basisabdichtung, Anforderungen Ober­flächen­abdichtung, zugelassene Dichtungsmaterialien, Anforderungen Rekultivierungsschicht, Sickerwasser, Deponiegas.Mathematik: Dieses Kapitel wurde vollständig neu bearbeitet und auf die aktuellen Bedürfnisse innerhalb eines bautechnischen Tafelwerkes angepasst.

Der „Wendehorst“, erstmals 1934 erschienen und damit bereits über 85 Jahre als Nachschlagewerk ein unentbehrliches Hilfsmittel in Praxis und Lehre, beinhaltet den neuesten Stand der Normung und Bautechnik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Mathematik

Zusammenfassung
Das Kapitel Mathematik umfasst in Form von Formeln und Beispielen die Grundlagen der Ingenieurmathematik unter besonderer Berücksichtigung der technischen und wirtschaftswissenschaftlich-finanzmathematischen Aspekte des Bauingenieurwesens. Geometrie einschließlich analytischer Geometrie und Trigonometrie, Infinitesimalrechnung, Investitionsrechnung, Zins- bzw. Rentenrechnung, Funktionen einer und mehrerer Veränderlicher, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik sowie die mathematischen Grundlagen des Sicherheitskonzepts im Bauwesen sind Gegenstand des Beitrags.
Ansgar Neuenhofer

2. Vermessung

Zusammenfassung
Die vermessungstechnischen Arbeiten gliedern sich in
  • Horizontal- oder Lagemessungen und
  • Vertikal- oder Höhenmessungen
In der Regel bezieht man sich dabei auf ein Lagefestpunktfeld und ein Höhenfestpunktfeld.
Bei bautechnischen Vermessungen sind die beiden Aufgaben:
  • Erfassung (Punktaufnahme) und
  • Absteckung (Übertragung des Bauentwurfs in das Gelände)
von besonderer Bedeutung.
Die Vermessung bildet die Grundlage für die Planung und Durchführung von Bauvorhaben.
Rainer Joeckel

3. Baubetrieb

Zusammenfassung
Die Planung und Errichtung von Bauwerken sowie die Nutzung von Grund und Bodens ist in der Bundesrepublik Deutschland durch Gesetze und Verordnungen reglementiert. Als Teilbereich des Öffentlichen Rechts regelt das zweigeteilte öffentliche Baurecht die Zulässigkeit und die Grenzen der baulichen Nutzung von Grund und Boden, sowie der Eigenschaften baulicher Anlagen. Im Bauplanungsrecht wird die Art und das Maß der baulichen Nutzung festgelegt. Das Bauordnungsrecht als spezifisches Landesrecht regelt die spezifischen technischen Anforderungen an Bauwerke und Ausführungsprozesse. Zusätzlich existieren weitere baurechtliche Vorschriften, die auch als Baunebenrecht bezeichnet werden.
Alexander Malkwitz

4. Lastannahmen, Einwirkungen

Zusammenfassung
Die Entwicklung des Eurocode-Programms begann im Jahr 1975 mit dem Ziel, innerhalb der europäischen Gemeinschaft technische Handelshemmnisse zu beseitigen und die technischen Normen zu harmonisieren. Im Rahmen dieses Programms wurden harmonisierte technische Regelwerke für die Tragwerksplanung von Bauwerken erarbeitet. Insgesamt umfasst das Programm folgende Normen, die in der Regel aus mehreren Teilen bestehen:
EN 1990 Eurocode 0 Grundlagen der Tragwerksplanung
EN 1991 Eurocode 1 Einwirkungen auf Tragwerke
EN 1992 Eurocode 2 Entwurf, Berechnung und Bemessung von Stahlbetonbauten
Winfried Roos

5. Baumechanik und Baustatik

Zusammenfassung
Das Kapitel Baumechanik und Baustatik erläutert zunächst die Grundbegriffe der Strukturmechanik wie Querschnittswerte, Spannungen, Dehnungen, Verzerrungen und Schnittgrößen sowohl in der Ebene als auch im Raum. Ein weiterer Schwerpunkt ist die baustatische Schnittgrößenermittlung, wobei zwischen statisch bestimmten und statisch unbestimmten Tragwerken sowie zwischen Tragwerkstypen wie einfache Balken, Durchlaufträger, Fachwerk, ebene und räumliche Rahmen unterschieden wird. Der Beitrag behandelt das Kraftgrößenverfahren und das Weggrößenverfahren als klassische Methoden der Baustatik zur Schnittgrößenermittlung statisch unbestimmter Systeme. Angesprochen werden sowohl Methoden zur Handrechnung wie auch computerorientierte Verfahren wie das allgemeine Weggrößenverfahren in Matrizenschreibweise. Abschließend wird auf weiterführende Gesichtspunkte wie die Theorie zweiter Ordnung mit Spannungs- und Knickproblemen, den Lastfall Vorspannung sowie Einflusslinien eingegangen.
Ansgar Neuenhofer

6. Räumliche Aussteifungen

Zusammenfassung
Das Kapitel Aussteifungen von Bauwerken und Baudynamik geht zunächst auf die verschiedenen Arten von horizontalen und vertikalen Aussteifungselementen ein, wie Wände, biegesteife Rahmen und Verbände und erläutert die Wirkungsweise von Aussteifungselementen beim Lastabtrag von Horizontallasten sowie deren mögliche Anordnung. Dabei wird zwischen statisch bestimmter und statisch unbestimmter Anordnung unterschieden. Es erfolgen Hinweise auf die elektronische Berechnung von Aussteifungen mit Stab-, Schalen- und Volumenmodellen im Rahmen von Finite-Elemente-Programmen. Im Abschnitt Baudynamik werden die Grundbegriffe im Zusammenhang mit Bauwerksschwingungen erörtert wie Einmassenschwinger, Eigenfrequenz, Erregerfrequenz, Eigenschwingzeit und Antwortspektrum und auf Verfahren zur baudynamischen Berechnung wie Zeitverlaufsverfahren und Antwortspektrenverfahren eingegangen.
Ansgar Neuenhofer

7. Beton

Zusammenfassung
Gemäß Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (2019/1) bildet weiterhin die DIN EN 206-1:2001-07 in Verbindung mit der DIN 1045-2:2008-08 als nationale Anwendungsregel die bauordnungsrechtliche Grundlage für das Bauprodukt Beton. Die DIN EN 206:2017-01 wird derzeit in Deutschland bauordnungsrechtlich nicht eingeführt. In den Abschnitten des Kapitels Beton sind die aus dieser nationalen Anwendungsregel vorgegebenen Änderungen eingebaut.
Roland Pickhardt

8. Stahlbeton und Spannbeton

Zusammenfassung
Das Kapitel Stahlbeton und Spannbeton umfasst die Konstruktions- und Bemessungsregeln der Bauweise auf Basis der aktuellen Normen des Eurocode 2. Dabei sind die mit Stand Juni 2021 geltenden Änderungen und Korrekturen der Norm bzw. des deutschen nationalen Anhangs eingearbeitet. Neben allgemeinen Hinweisen zur Schnittgrößenermittlung für diese Baustoff werden die Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit in überwiegend kompakter, teilwei-se auch tabellarischer Form erläutert. Darüber hinaus sind die Bewehrungs- und Konstruktionsregeln auch für spezielle Bauteile zusammengefasst. Abschließend werden die in der Lehre und Praxis vielfach angewendeten Bemessungshilfsmittel und Konstruktionstafeln in grafischer und tabellarischer Form angegeben.
Ulrich Vismann

9. Sonderkonstruktionen des Betonbaus

Zusammenfassung
Teilweise oder vollständig in das Erdreich eingebettete Gebäudeteile bedürfen in der Regel einer Abdichtung gegen den äußeren Feuchte- bzw. Wasserzutritt. Abdichtungen nach DIN 18533, die vom allgemein für die Abdichtungsaufgabe verantwortlichen Objektplaner geplant werden, wurden in den letzten Jahrzehnten zunehmend von WU-Konstruktionen verdrängt. Deren Planung und Ausführung nach der WU-Richtlinie des DAfStb als anerkannte Regel der Technik wird meist nicht eigenständig vom Objektplaner leistbar sein, der stattdessen einen sachverständigen Tragwerksplaner oder einen spezialisierten WU-Planer für die konstruktive Auslegung und die rechnerischen Nachweise hinzuzieht. Da bei WU-Betonbauwerken die Stahlbetonkonstruktion neben der Tragwerksfunktion auch die Abdichtung übernimmt, ergeben sich zahlreiche Wechselwirkungen und Schnittstellen in den zugehörigen Planungen, so dass aus Sicht des Autors eine Übernahme der WU-Planung durch den sachverständigen Tragwerksplaner technisch sinnvoll ist. Nachlaufend zu den stetig gestiegenen technischen und juristischen Anforderungen zeichnet sich bei den Bauherren zunehmend die Erkenntnis ab, dass die zugehörige, qualitätvolle Planung der WU-Konstruktion einer gesonderten Vergütung bedarf. Der Beitrag soll Tragwerksplanern einen kompakten, praxisnahen Überblick zur Thematik bieten. Er wird durch Beispiele im Begleitbuch ″Beispiele aus der Baupraxis″ ergänzt.
Michael Horstmann

10. Mauerwerk und Putz

Zusammenfassung
Baunormzahlen sind die Zahlen für Baurichtmaße und die daraus abgeleiteten Einzel-, Rohbau- und Ausbaumaße. Sie sind anzuwenden, wenn nicht besondere Gründe dies verbieten.
Baurichtmaße sind die theoretischen Grundlagen für die Baumaße der Praxis, sie sind nötig, um alle Bauteile planmäßig zu verbinden.
Nennmaße sind Maße zur Kennzeichnung von Größe, Gestalt und Lage eines Bauteils oder Bauwerks. Sie sind bei Bauarten ohne Fugen gleich den Baurichtmaßen. Bei Bauarten mit Fugen ergeben sie sich aus den Baurichtmaßen durch Abzug oder Zuschlag des Fugenanteils.
Fugen und Verband Bauteile (Mauersteine, Bauplatten usw.) sind so zu bemessen, dass ihre Baurichtmaße im Verband Baunormzahlen sind. Verbandsregeln, Verarbeitungsfugen und Toleranzen sind dabei zu beachten.
Wolfram Jäger

11. Stahlbau

Die Regelungen dieses Abschnitts gelten für Stähle S235 bis S690. Sie sind nicht zur Bewertung von Stählen bestehender Tragkonstruktionen bestimmt, sofern sie nicht den technischen Lieferbedingungen der aufgeführten Normen für die Stahlerzeugnisse entsprechen. Die Ausführungen gelten für geschweißte und ungeschweißte Bauteile mit reiner oder teilweiser Zugbeanspruchung und mit Ermüdungsbeanspruchung. Sie können für Bauteile mit anderen Bedingungen auf der sicheren Seite liegen. In diesen Fällen kann die Anwendung der Bruchmechanik zweckmäßig sein.

Richard Stroetmann

12. Holzbau

Zusammenfassung
Der bautechnische Inhalt des vorliegenden Kapitels Holzbau ist nach den angeführten Baunormen, anderen relevanten technischen Regelungen und auf Grundlage der Fachliteratur erstellt worden. Grundlegende Baustoffeigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen sowie die Grundlagen für Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauteilen werden dargestellt. Im GZT werden sowohl allgemeingültige Querschnittstragfähigkeitsnachweise und Stabilitätsnachweise inclusive Nachweise nach Theorie II. Ordnung als auch Nachweise für spezielle Bauteile wie Hallenbinder, Verbundbauteile, Gelenk-und Koppelpfetten behandelt. Neben den Bauteilnachweisen werden Nachweise für zimmermannsmäßige Verbindungen, stiftförmige Verbindungsmittel, Dübel bes. Bauart und Verbindungen mit Stahlblechformeilen abgehandelt. Informationen über mögliche Ausbildungen von Rahmenecken und Holzschutzmaßnahmen runden das Kapitel ab.
Wilfried Moorkamp, Helmuth Neuhaus

13. Glasbau

Zusammenfassung
Das Kapitel ″Glasbau″ führt nach dem aktuellen Stand der Technik in das Bauen mit Glas ein und erläutert in Grundzügen die Materialeigenschaften, verwendeten Basisprodukte und Möglichkeiten der Glasbearbeitung und Glasveredelung durch Vorspannen, Laminieren und die Weiterverarbeitung zu Mehrscheiben-Isolierglas.
Die Bemessung von Glasbauteilen erfolgt nach der nationalen Normenreihe ″DIN 18008: Glas im Bauwesen - Bemessungs- und Konstruktionsregeln″. Entlang dieser Normenreihe werden die konstruktiven Anwendungen von Vertikal- und Überkopfverglasungen, absturzsichernden und begehbaren Verglasungen sowie zu Instandhaltungsmaßnahmen betretbaren Verglasungen erläutert und in die Bemessung eingeführt.
Das Kapitel schließt mit Erläuterungen zu geklebten Fassaden und einer Übersicht der bauaufsichtlichen Regelungen im Glasbau.
Bernhard Weller, Silke Tasche

14. Geotechnik

Zusammenfassung
In der nationalen und der europäischen Normung werden geotechnische Aufgaben in Abhängigkeit von der Komplexität von Baugrundsituation und Bauvorhaben im Hinblick auf die Mindestanforderungen an Baugrunduntersuchung, die rechnerischen Nachweise und die Überwachung der Ausführung in drei Klassen (Kategorien) eingeteilt. Sie richten sich nach der zu erwartenden Reaktion des Baugrundes, nach dem geotechnischen Schwierigkeitsgrad des Tragwerks und seiner Einflüsse auf die Umgebung. DIN 4020 bzw. Handbuch EC7-1 und EC7-2 enthalten Vorgaben bezüglich Art und Umfang der geotechnischen Untersuchungen in Abhängigkeit von der geotechnischen Kategorie (siehe Tafel 14.1).
Christian Moormann

15. Bauen im Bestand

Zusammenfassung
Als Nutzungsdauer von Bauwerken wird der vorgesehene Zeitraum bezeichnet, in dem Bauwerke, eine laufende Instandhaltung vorausgesetzt, ohne wesentliche Instandsetzungsmaßnahmen bestimmungsgemäß nutzbar sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei richtiger Planung, Bemessung und Bauausführung sowie bestimmungsgemäßem Gebrauch alle Anforderungen an das Bauwerk hinsichtlich Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit mit einer ausreichenden Zuverlässigkeit über die geplante Nutzungsdauer erfüllt werden.
Gemäß DIN EN 1990 wird für Gebäude und andere gewöhnliche Tragwerke eine Nutzungsdauer von 50 Jahren, für monumentale Gebäude und Brücken von 100 Jahren vorausgesetzt. Den Unsicherheiten aus zeitlichen Veränderungen muss durch eine regelmäßige Bauwerksüberprüfung begegnet werden. Mit DIN 1076 [32] liegt für die Bauwerksprüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen ein seit geraumer Zeit entwickeltes, technisches Regelwerk vor.
Für die Bauwerksüberprüfung von Bauwerken des Hochbaus wurden ebenfalls Regelwerke entwickelt. Die Entwicklung dieser Regelwerke hat durch einige Fälle von Tragwerksversagen im In- und Ausland an Bedeutung gewonnen. Von der Bauministerkonferenz der Länder (ARGEBAU) wurde im Jahr 2006 ein Grundlagenpapier mit Hinweisen für die regelmäßige Überprüfung üblicher Bauwerke des Hochbaus erarbeitet [1]. Als Anhang zur Musterbauordnung (MBO) [40] sind diese Hinweise den anerkannten Regeln der Technik zu zuordnen. Die Hinweise der Bauministerkonferenz werden ergänzt und konkretisiert durch die VDI-Richtlinie 6200 [46].
Uwe Weitkemper

16. Brandschutz

Zusammenfassung
Für die Brandschutzplanung ergeben sich häufig Forderungen, die in einem Zielkonflikt unlösbar enden. Die Problematik des Brandschutzes, die Argumentation zur konkreten Gefahr oder die Brandschutzanalysen zur bestehenden Bausubstanz bedürfen einer umfangreichen Erfahrung und eines ausgeprägten Spezialwissens. In diesem Zusammenhang ist ein eigenverantwortliches, planerisches Ermessen über zwingende Notwendigkeiten von materiell-rechtlichen Forderungen und möglichen konstruktiven oder nutzungsspezifischen Einschränkungen unverzichtbar.
Das Kapitel ″Brandschutz″ gibt deshalb einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben und Bedingungen. Es werden die bauordnungsrechtlichen und bautechnischen Grundlagen der Brandschutzplanung erläutert und die wesentlichen Brandschutzanforderungen in komplexen Übersichten zusammengefasst.
Bernhard Weller, Sylvia Heilmann

17. Bauphysik

Zusammenfassung
Baustoffe Wärmeenergie wird in Stoffen unterschiedlich gut weitergeleitet. Diese Stoffeigenschaft wird als Wärmeleitfähigkeit λ bezeichnet. Sie hängt von der Temperatur, der Rohdichte und dem Wassergehalt des Stoffes ab. Wärmeleitfähigkeiten sind im Allgemeinen auf eine Temperatur von 10 °C und einen Ausgleichsfeuchtegehalt bezogen.
Martin Homann

18. Schallimmissionsschutz

Zusammenfassung
Schalltechnische Orientierungswerte für die städtebauliche Planung können DIN 18005-1 Beiblatt 1 [9] entnommen werden (Tafel 18.1). Die Orientierungswerte stellen keine Grenzwerte dar, aber ihre Einhaltung oder Unterschreitung ist anzustreben. Berechnete Beurteilungspegel von Geräuschen verschiedener Arten (Verkehr, Industrie und Gewerbe, Freizeitlärm) sollen mit den Orientierungswerten verglichen werden. Für die Beurteilung gelten die Zeiträume 6.00 bis 22.00 Uhr (tags) und 22.00 bis 6.00 Uhr (nachts). Orientierungswerte beziehen sich auf den äußeren Rand eines Bebauungsgebietes und gelten nicht für einzelne Bauvorhaben. In DIN 18005-1 Beiblatt 1 wird angemerkt, dass bei Beurteilungspegeln über 45 dB(A) selbst bei nur teilweise geöffnetem Fenster ungestörter Schlaf häufig nicht mehr möglich ist. Dieser Nacht-Mittelungspegel sowie die Orientierungswerte sind Planungsrichtwerte, um schädliche Umwelteinwirkungen durch Lärm beurteilen zu können, wie in § 50 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes [14] gefordert wird.
Beim Neubau oder einer wesentlichen Änderung öffentlicher Straßen sowie von Eisenbahnen, Magnetschwebebahnen und Straßenbahnen wird gemäß § 41 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes [14] gefordert, dass hierdurch keine schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche hervorgerufen werden können, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind. Nach der Verkehrslärmschutzverordnung – 16. BImSchV [22] ist die Änderung wesentlich, wenn
Martin Homann

19. Verkehrswesen

Zusammenfassung
Technische Baubestimmungen
  • Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung (RIN)
  • Empfehlungen für Verkehrserhebungen (EVE), 2012
  • Richtlinien für die Anlage von Straßen
    • Teil: Entwässerung (RAS-Ew), 2005
    • Teil: Vermessung (RAS-Verm), 2001
  • Richtlinien für die Anlage von Autobahnen (RAA), 2008
  • Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL), 2012
  • Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06), 2006
  • Richtlinien für den ländlichen Wegebau (RLW), 2005
  • Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren, 2006
  • Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA), 2002
  • Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen (H BVA), 2011
  • Arbeitspapier Einsatz und Gestaltung von Radschnellverbindungen, 2014
  • Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA), 2010
  • Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR 05), 2005
  • Empfehlungen für Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs (EAÖ), 2013
  • Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS), Teil A, Autobahnen, Teil L Landstraßen, Teil S, Stadtstraßen, Ausgabe 2015
  • Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 12), 2012
  • Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien von Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau (ZTV SoB-StB 95), 2007
  • Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Fahrbahndecken aus Asphalt (ZTV Asphalt-StB 07), 2007
  • Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Fahrbahndecken aus Beton (ZTV Beton-StB 07), 2007
  • Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG), 1993/2005
  • Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO), 1967/1993
Dieter Maurmaier

20. Hydraulik und Wasserbau

Zusammenfassung
Nach der Nennung wesentlicher Wassereigenschaften werden Ansätze zur Ermittlung der Größe, Richtung und Lage von Wasserdruckkräften auf ebene und gekrümmte Stauflächen beschrieben. Die gängigen Formeln zur Berechnung von Fließvorgängen in Rohrleitungen unter Berücksichtigung der Voll- und Teilfüllung werden dargestellt und durch Beispiele erläutert. Die Fließvorgänge mit freier Oberfläche werden durch verschiedene Ansätze auch unter Berücksichtigung von Großbewuchs und mit Beispielen erläutert. Durchflüsse an unterschiedlichen Wehrarten, unterströmten Schützen und anderen Engstellen lassen sich mit den wiedergegebenen Formeln ermitteln. Auch die Schleppwirkung des Wassers unter Bezug auf die von verschiedenen Oberflächen zulässigen Spannungen ist beschrieben. Verschiedene hydrologische Ansätze ermöglichen die Abschätzung extremer Abflüsse. Darüber hinaus werden Hinweise zur Deckwerksbemessung gegeben.
Ekkehard Heinemann

21. Siedlungswasserwirtschaft

Zusammenfassung
Das Kapitel Siedlungswasserwirtschaft umfasst Grundsätze zur Wasserversorgung, Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung einschließlich der Klärschlammbehandlung. Es dient insbesondere als Nachschlagewerk für die Anwendungsbereiche Planung, Bau und Betrieb.
Innerhalb der Wasserversorgung stehen die Anforderungen an die Wasserbeschaffenheit, technische Verfahren zur Wasseraufbereitung und Überschlagsrechnungen zur Wasserverteilung im Vordergrund.
Das Unterkapitel Siedlungsentwässerung fokussiert die hydraulische Dimensionierung von Abwasserleitungen und die Bemessung relevanter Bauwerke unter Berücksichtigung des Parameters AFS63. Die bislang zur Siedlungsentwässerung zählenden Unterkapitel „Rohre in der Kanalisation“, „Schächte in der Kanalisation“ und „Bau der Kanalisation“ sind in der neuen Auflage dem Buchkapitel „Netzmanagement“ zugeordnet.
Bedeutende Aspekte des Gewässerschutzes, Grundsätze zur Bemessung von Kläranlagen und Verfahren zur weitergehenden Abwasserreinigung einschließlich Klärschlammbehandlung sind dem Unterkapitel „Abwasserreinigung“ zu entnehmen. Neu hinzugekommen sind künftige Pflichten zur Phosphorrückgewinnung, die von der Ausbaugröße der Kläranlage abhängen.
Andreas Strohmeier, Silvio Beier

22. Netzmanagement

Zusammenfassung
Gegenstand des Abschnittes „Netzmanagement“ sind Grundlagen der Planung, der statischen Berechnung offen wie geschlossen verlegter Leitungen, der Prüfung und der Inbetriebnahme von öffentlichen und nichtöffentlichen Rohrleitungsnetzen und Anschlussleitungen, Anschlüssen bzw. Grundstücksentwässerungsanlagen außerhalb von Gebäuden.
Ebenfalls werden Verfahren und Einsatzbereiche der Instandsetzung bzw. der Schadensbehebung und Sanierung aufgeführt.
Die Ausführungen fokussieren sich auf Wasserverteilungssysteme, Gasverteilsysteme, Fernwärmeversorgungssysteme und Entwässerungssysteme. Für andere Mediennetze gelten die Ausführungen entsprechend, wobei fachspezifische Normen (bspw. Produktnormen) sowie entsprechendes Planungs- und Genehmigungsrecht zu berücksichtigen sind.
Nicht Gegenstand sind Planung, Bau und Betrieb maschinentechnischer oder elektrotechnischer Anlagen, wie Pumpen oder MSR-Technik.
Ergänzende Informationen sind Kap. 14 Geotechnik und Kap. 21 Siedlungswasserwirtschaft zu entnehmen.
Karsten Kerres

23. Bauen und Umwelt

Zusammenfassung
Bei jedem Bauvorhaben sind in mehr oder weniger großem Umfang umweltrechtliche Regelungen relevant. Der Begriff Umwelt hat eine langjährige Geschichte und wird sehr unterschiedlich verstanden. In Bezug auf Bauvorhaben trifft bevorzugt die naturwissenschaftliche Definition nach [1] zu, wonach Umwelt die Umgebung eines Lebewesens (im übertragenen Sinn Bauvorhabens) ist, die auf dieses einwirkt und seine Lebensumstände beeinflusst. Die Definition ist zu erweitern um die umgekehrte Sichtweise, nämlich die Auswirkungen eines Bauvorhabens auf die Umgebung.
Das deutsche Umweltrecht hat sich über viele Jahre unter dem Einfluss verschiedener Umweltprobleme entwickelt. Daher existieren heute diverse Umweltfachgesetze mit Schwerpunkten in jeweils einzelnen Umweltbereichen, wie Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallwirtschaft oder Bodenschutz. Zum Teil enthalten diese Gesetze unterschiedliche Begriffsdefinitionen und Regelungsansätze oder gewichten einzelne Umweltbelange unterschiedlich, ohne dass dies immer sachlich gerechtfertigt ist. Ein einheitliches Umweltgesetzbuch ist in Bearbeitung, liegt bis heute aber nicht vor.
Unter Umweltaspekten sind in Bezug auf Bauvorhaben insbesondere folgende Rechts- und Regelwerke wesentlich:
Ein Bauvorhaben kann sich auf unterschiedliche Schutzgüter auswirken.
Ingrid Obernosterer

24. Building Information Modeling

Zusammenfassung
Building Information Modeling (BIM) beruht auf dem Konzept der durchgängigen Nutzung eines digitalen Bauwerksmodells über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks – vom Entwurf, über die Planung und Ausführung bis zum Betrieb. Es geht einher mit dem Ziel eines deutlich verbesserten Datenaustauschs und der dadurch erzielbaren Steigerung der Planungseffizienz durch Wegfall der aufwändigen und fehleranfälligen Wiedereingabe von Informationen, welche die konventionellen Arbeitsabläufe dominieren. Das Kapitel beschreibt die zugrundeliegende Motivation zur Nutzung von BIM, stellt Definitionen der grundlegenden Begrifflichkeiten vor und gibt einen Einblick in die wesentlichen Aspekte der BIM-Methodik, wie typische BIM-Anwendungsfälle und übliche Datenaustauschformate.
André Borrmann, Markus König

25. Bauzeichnungen

Zusammenfassung
Technische Zeichnungen sind die maßgebliche Verständigungsgrundlage für die Bauausführung. DIN 1356-1 regelt Arten und Inhalte von Bauzeichnungen für die Objekt- und die Tragwerksplanung und legt Grundregeln für die Darstellung von Bauwerken und Bauteilen in Zeichnungen des Bauwesens fest. Bauzeichnungen im Sinne der Norm sind Zeichnungen für die Objektplanung und die Tragwerksplanung für Entwurf, Genehmigung, Ausführung und Aufnahme baulicher Anlagen. Zu Beginn von Kapitel 25 werden die Elemente der zeichnerischen Darstellung mit den zugehörigen Vorgaben und Regelungen dargestellt. Hierzu zählen allgemeine Festlegungen hinsichtlich der Formate, Maßstäbe, Linien, Schriften, Schraffuren und Bemaßungen von bzw. in Zeichnungen. Daneben wird auf die Besonderheiten der Darstellung von Abriss und Wiederaufbau, Treppen, Rampen, Aussparungen, Türen und Fenstern eingegangen. Bauobjekte werden als Parallelschaubild und/oder in Draufsicht, Ansichten, Grundrissen und Schnitten dargestellt. Es werden die wichtigsten Darstellungsprinzipien für die genannten Darstellungsarten wiedergegeben und die Regeln für die gemeinsame Darstellung auf einem Blatt erläutert. Bei einer thematischen Klassifikation der Zeichnungen des Bauwesens lassen sich diese in Zeichnungen für die Objektplanung, Sonderzeichnungen und Zeichnungen für die Tragwerksplanung unterteilen. Für die Zeichnungen der Objektplanung und der Tragwerksplanung werden die Zeichnungsarten angegeben und die zugehörigen Gegenstände, Maßstäbe und Mindestinhalte tabellarisch aufgelistet. Für Bewehrungszeichnungen werden die wesentlichen Regeln der Bewehrungsdarstellung nach DIN EN ISO 3766 wiedergegeben. Für die Zeichnungen des Stahlbaus werden Grundlagen und wichtige Anforderungen beschrieben.
Uwe Weitkemper

Backmatter

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