Skip to main content
main-content

24.04.2020 | In eigener Sache | Onlineartikel

In eigener Sache

Werden Sie Referent auf der Fachtagung Heavy Duty 2020!

Autor:
Markus Schöttle
3:30 Min. Lesedauer

Am 10. und 11. November 2020 findet die 15. MTZ-Fachtagung "Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren" in Mannheim statt. Engagieren Sie sich mit einer Vortragseinreichung bis zum 11. Mai. 

"Herausforderung CO2-Grenzwerte" lautete das Motto der 14. Internationalen MTZ-Fachtagung "Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren" im vergangenen Jahr. Hersteller und Zulieferer von Großmotoren für den stationären und den maritimen Einsatz sind diesbezüglich auch in Zukunft gefordert. Engagieren Sie sich mit der Einreichung eines Vortragsangebotes und referieren Sie im November 2020 auf der Folgeveranstaltung vor internationalen Spezialisten und Meinungsbildnern. Die Themenschwerpunkte liegen auf neuen Diesel-, Gas, und Dual-Fuel-Motoren sowie deren Schadstoff- und CO2-Reduzierung. Wie viel Verbesserungspotenzial lässt sich mit Abgasnachbehandlungen, Aufheizsystemen oder Teilelektrifizierung generieren? Oder entscheidet die Wahl des Kraftstoffs über die Zukunft der Großmotoren?

Systemsicht schärfen

"Es gilt, ganzheitlich zu denken – die Rolle und der möglichst nachhaltige Nutzen von biogenen und synthetischen Kraftstoffen müssen in einem integrierten Energiesystem bewertet werden", betont Professor Dr. Peter Eilts, TU Braunschweig. Der wissenschaftliche Leiter der MTZ-Fachtagung legt die Messlatte für technische Lösungen hoch, ebenso für industriepolitische Strategien im Kontext internationaler Marktentwicklungen. Die MTZ-Fachtagung zeichnet sich hier durch vielseitige Betrachtungsweisen aus, eine Kombination von wissenschaftlichen und anwendungsnahen Lösungen sowie Managementstrategien, die den Technikspezialisten wichtige Orientierungen geben. Überraschen Sie uns mit Ihren Ideen und möglicherweise neuen Impulsen.

Rückblick 2019

Im November 2019 diskutierten auf der ATZlive-Konferenz Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren in Friedrichshafen am Bodensee über 190 Teilnehmer und 22 Aussteller über die Herausforderungen, die auf den Transportsektor und die Landwirtschaft in den nächsten Jahren zukommen. Im Fokus der Diskussionen stand vor allem die Senkung von Treibhausgas (GHG)-Emissionen. Synthetische Kraftstoffe scheinen hier ein nötiges Mittel, um die im Pariser Abkommen vereinbarten Ziele zu erreichen.

Technologiemix

Dr. Simon Edwards gab im vergangenen Jahr einen Ausblick auf das zukünftige Motoren-Portfolio von Ricardo im Jahr 2035. Neben der Weiterentwicklung bestehender Aggregate wäre vor allem die Umstellung auf Gasmotoren denkbar. Während kleine Nutzfahrzeuge perspektivisch vollständig elektrifiziert werden könnten, wäre etwa die Hälfte der Medium-Duty-Fahrzeuge Zero-Carbon-fähig. Bei schweren Nutzfahrzeugen sinkt der Prozentsatz dramatisch. Um hier relevante Einsparungen darstellen zu können, böte sich eine Teilelektrifizierung von Maschine und Anhänger bei gleichzeitigem Einsatz kleinerer, mit synthetischen Kraftstoffen betriebener Motoren an. 

Dr. Achim Schaadt vom Fraunhofer Institut ISE referierte über Power-to-Liquid (PtL)-basierte Kraftstoffe. Nach den Daten des Instituts befinden sich synthetische Kraftstoffe derzeit in der Systemintegrationsphase, ab 2025 wird von einer Marktreife von PtL als Produkt ausgegangen. Besonders Methanol erscheint hier interessant. Pilotanlagen zur Methanolsynthese liefen derzeit in Deutschland und auf Island, hier unter Nutzung von Strom aus Geothermie. Damit wäre die Herstellung von Methanol zu Preisen von 500 Euro pro Tonne möglich. Die Einschätzung der Realisierbarkeit aller Alternativen im Kraftstoffsegment gilt es zu beobachten und immer wieder neu zu bewerten.

Wirtschaftlich schwierige Grundsituation

Die Keynote-Session eröffnete Dr. Heinz-Jürgen Büchner von der IKB Deutsche Industriebank AG. Büchner beleuchtete eindrücklich die wirtschaftlichen Herausforderungen, die aus der schwächelnden Wirtschaft, dem Brexit und Strafzöllen resultieren, die Corona-Krise verschärft die Situation jetzt um ein Vielfaches. Zugleich steigt der Bedarf vor allem im Transport, dem Bausegment und bei Agrarmaschinen enorm an, während die Emissionsvorgaben zunehmend strenger werden. Aus diesem Grund werden auch aus Sicht der Banken synthetische oder alternative Kraftstoffe immer wichtiger, allen voran LNG als emissionsarme Alternative zu Diesel und Schweröl in der Schifffahrt. Der Investitionsdruck steige, um möglichst schnell einen relevanten Technologiemix darzustellen, mahnte Büchner in 2019. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Experten im November 2020 dieser Diskussion stellen. 

Call for Papers 2020

Auf der traditionsgemäß zweitägigen MTZ-Fachtagung "Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren" informieren sich Motorenentwickler und -konstrukteure von Nutzfahrzeugen, mobilen Maschinen, Marine und stationären Anlagen über die neuesten Entwicklungen – im Rahmen eines europaweit einzigartigen, branchenweiten Know-how-Transfers. Am 10. und 11. November 2020 findet die 15. Tagung in Mannheim statt, ergänzt durch eine Führung durch das Werk der Daimler Truck AG.

Im Namen des wissenschaftlichen Beirats laden ATZlive und die angeschlossenen Automobilredaktionen MTZ, MTZ industrial sowie ATZ heavyduty Sie herzlich ein, die neuesten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse Ihres Unternehmens/Instituts vorzustellen. Details für Ihre Vortragseinreichung entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2019 | Buch

Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren 2018

Zukünftige Herausforderungen 13. Internationale MTZ-Fachtagung Großmotoren

01.04.2018 | Tagungsbericht | Ausgabe 4/2018

12. MTZ-Fachtagung Heavy-Duty-, On- und Off-Highway-Motoren

Das könnte Sie auch interessieren

Bildnachweise