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26.07.2016 | Werkstoffe | Nachricht | Onlineartikel

Ford und Tequila-Hersteller arbeiten an Autoteilen aus Agave-Fasern

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Ford und der Tequila-Hersteller Jose Cuervo erforschen Agave-Fasern, die als Nebenprodukt bei der Tequila-Herstellung anfallen. Das Ziel: Die Entwicklung eines Biokunststoffs für Fahrzeugteile.

Ford intensiviert seine Forschungen im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe. Dazu ist der Automobilhersteller eine Kooperation mit dem Tequila-Hersteller Jose Cuervo eingegangen, wie Ford bekannt gibt. Ziel sei die Entwicklung eines Verbundkunststoffs für Fahrzeugteile auf Basis von Pflanzenfasern der Agave, die bei der Produktion von Tequila als Nebenprodukt anfallen.

Die beiden Unternehmen testen gemeinsam das Material im Hinblick auf einen möglichen Einsatz im Fahrzeuginnenraum sowie für Kabelbäume, Klimatisierung oder Ablagen. Erste Bewertungen legen laut Ford nahe, dass es für das Material aufgrund seiner Haltbarkeit und seiner ästhetischen Qualitäten vielversprechende Verwendungsmöglichkeiten geben könnte. Der nachhaltige Verbundkunststoff könnte das Gewicht von Autoteilen verringern und somit einen Beitrag zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs leisten. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, den Einsatz petrochemisch erzeugter Produkte zu reduzieren und damit ebenfalls die Umwelt zu schonen.

Mögliche Einsätze im Fahrzeuginneren oder für Kabelbäume

Der Wachstumszyklus einer Agave erstreckt sich über mindestens sieben Jahre, erklärt Ford. Im Rahmen der Tequila-Produktion werden Bestandteile der Pflanze nach der Ernte geröstet, anschließend werden die Pflanzensäfte extrahiert und destilliert. Bislang verwertet Jose Cuervo einen kleinen Teil der verbleibenden Agave-Fasern als Kompost für seine Farmen, einen weiteren, ebenfalls nur geringen Teil nutzen lokale Handwerker zur Herstellung von Kunstgegenständen oder Papier. Die Kooperation zwischen Ford und Jose Cuervo sieht nun eine Nutzung vor, bei der aus den Pflanzenfasern der Agave künftig Fahrzeugteile entstehen könnten.

Ford hat schon früher verschiedene Anwendungen von Sisal-Fasern einer anderen Agavenart in Fahrzeugbauteilen untersucht. Heute kommen insgesamt acht verschiedene Biomaterialien in Ford-Fahrzeugen zum Einsatz, darunter Soja-Schaum, Rizinusöl, Weizenstroh, Kenaf-Fasern, Cellulose, Holz, Kokos-Fasern und Reiskornschalen. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

12.05.2016 | Schwerpunktthema | Ausgabe 1/2016

Biokunststoffe – quo vadis?

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Werkstoffe

Quelle:
Handbuch Faserverbundkunststoffe/Composites

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