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27.01.2021 | Werkstoffe | Nachricht | Online-Artikel

Leichte Karosseriebauteile aus biobasierten Verbundstoffen

verfasst von: Patrick Schäfer

1 Min. Lesedauer
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Forscher am Fraunhofer WKI entwickeln Konzepte für nachhaltigen Leichtbau. Sie ersetzen Carbonfasern in einer Autotür durch Naturfasern. Der Anteil nachwachsender Rohstoffe soll nun weiter erhöht werden.

Gemeinsam mit  Porsche Motorsport und Four Motors hat das Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) eine Leichtbautür entwickelt, bei der Carbonfasern mit Naturfasern ersetzt wurden. Diese kam beim Pilotfahrzeug "Bioconcept-Car" zum Einsatz: "Wir verwenden Naturfasern, etwa aus Hanf, Flachs oder Jute. Naturfasern weisen im Vergleich zu Carbonfasern zwar geringere Steifigkeiten und Festigkeiten auf, die erreichten Werte sind für viele Anwendungen aber ausreichend", erläutert Ole Hansen, Projektleiter am Fraunhofer WKI. Die Fahrzeugtür wurde von Four Motors auf der Rennstrecke getestet und wird bei Porsche seit 2019 in einer Kleinserie des Cayman GT4 Clubsport verbaut. 

Das Konzept soll nun ausgeweitet und der Anteil an nachwachsenden Rohstoffen erhöht werden. Dafür entwickeln die Partner mit Hobum Oleochemicals eine Fahrzeugtür mit einem biogenem Anteil von 85 Prozent im Gesamtverbund aus Fasern und Harz. Dabei sollen biobasierte Harz-Härter-Mischungen sowie biobasierte Lacksysteme zum Einsatz kommen. Die Praxistauglichkeit der Komponenten soll wieder auf der Rennstrecke von Four Motors überprüft werden. Die Produktion von Naturfasern ist kostengünstiger und umweltschonender als die bislang eingesetzten Carbonfasern. Naturfasern verbessern das NVH-Verhalten und weisen eine geringere Splitterneigung bei Unfällen auf. 

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