Skip to main content
main-content

15.10.2020 | Werkstoffe | Nachricht | Onlineartikel

Röchling entwickelt Biokunststoff für automobile Anwendungen

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Röchling hat ein Biopolymer für automobile Komponenten entwickelt. BioBoom besteht aus erneuerbaren Rohstoffen und ist sowohl für Exterieur-Komponenten als auch im Interieur einsetzbar.

Röchling Automotive hat nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen auf dem Markt ein patentiertes Polylactid (PLA)-basiertes Biopolymer entwickelt, das aus mindestens 90 Prozent erneuerbaren Rohstoffen besteht. "Mit unserem Biokunststoff bringen wir eine nachhaltige Lösung auf den Markt, die einer vollständig eigenkontrollierten Lieferkette entstammt – von den erneuerbaren Ressourcen bis hin zum Automobilhersteller", sagt Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorsitzender des Vorstandes und CEO Röchling Automotive. 

Die drei Standardtypen des Biopolymers können demnach konventionelle Werkstoffe wie beispielsweise Polyester (PC, PET, PBT) oder Polystyrol (ABS), Polyolefinen (wie PP) und Polyamiden (PA6) ersetzen. Der Biokunststoff BioBoom ist thermisch hochbelastbar und säurebeständig. Geeignet ist er für Anwendungen im Motorraum und Unterboden wie Filterboxen, Luftklappensysteme, äußere Kühlergrills, Windlaufabdeckungen oder Luftansaugkanäle. Der Kunststoff kann aber auch für Interieur-Teile eingesetzt werden. Laut Röchling können durch den Einsatz des Biopolymers rund 515 Kilogramm an CO2 bei der Fahrzeugproduktion eingespart werden. Das Unternehmen möchte bis 2035 der führende Anbieter von Biokunststoffen und Recyclingmaterialien in der Automobilindustrie werden. 

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

    Bildnachweise