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13.02.2018 | Werkstoffe | Nachricht | Onlineartikel

Komplexe 3-D-Faserverbundprofile einfach rollformen

Autor:
Andreas Burkert

Am DLR wurde ein Verfahren entwickelt, um wirtschaftlich komplexe, dreidimensionale Profilgeometrien aus Textilien formen zu können. Jetzt hat sich das DLR an der Ausgründung Copro Technology beteiligt.

Forscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR haben eine Anlagentechnik entwickelt, mit der sich sehr wirtschaftlich Profilgeometrien aus Textilien formen lassen, die in unterschiedlichsten Leichtbauanwendungen zum Einsatz kommen werden. Die Entwickler haben dazu bereits im Oktober 2016 mit der Copro Technology GmbH ein eigenes Unternehmen ausgründet. An dem hat sich die DLR nun gesellschaftsrechtlich beteiligt und ihr die Lizenz für das Verfahren erteilt.

Die auf die Rollformtechnik für Faserverbundprofile spezialisierte Copro Technology verfügt damit über das Wissen, Faserverbundbauteile vereinfacht herzustellen. Für Professor Dr. Martin Wiedemann, Direktor des DLR-Instituts für Faserverbundleichtbau und Adaptronik hat diese "Anlagentechnologie vielfältige Potenziale, deren Weiterentwicklung vom Institut auch künftig unterstützt wird".

Vereinfachtes Herstellungsverfahren für Faserverbundbauteile

Für Wiedemann basiert die wirtschaftliche Faserverbundfertigung der Zukunft auf automatisierten Produktionsanlagen mit intelligenter Prozesssteuerung und einer direkten Qualitätsüberwachung während des Produktionsprozesses. Bisher lassen sich Profilbauteile aus diesen Materialien nur durch kostspielige Wickel-, Flecht- und Pressverfahren automatisiert herstellen. "Mithilfe der Copro-Technologie können selbst komplexe, dreidimensionale Profilgeometrien effizient und kostensparend hergestellt werden", erklärt Wiedemann. "Die im DLR patentierte Technik nutzt rotierende Walzenpaare mit variierbarer Rotationsgeschwindigkeit, um textile Halbzeuge kontinuierlich und materialschonend zu Profilbauteilen umzuformen."

Hochbelastete Leichtbaustrukturen, wie der Rumpf eines Flugzeugs oder das Dach eines Autos, bestehen zu einem hohen Anteil aus Profilen. Die Fertigung dieser Profile aus Leichtbaumaterialien, wie Faserverbundwerkstoffen, ist aufgrund der komplexen Krümmungen eine Herausforderung. 

Gefördert wurde die Entwicklung unter anderem über den Helmholtz Validierungsfonds. Durch Helmholtz Enterprise wurde zudem der Weg zur Unternehmensgründung unterstützt. Das DLR-Technologiemarketing hat den gesamten Weg der Technologie- und Geschäftsmodellentwicklung begleitet und die Entwicklung mitfinanziert. Mit der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung unterstützt das DLR das neue Unternehmen unter anderem dabei, Investoren, Kunden und Kooperationspartner zu finden und fördert so den erfolgreichen Technologietransfer.

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