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02.10.2015 | Werkstofftechnik | Im Fokus | Online-Artikel

Recyclingpotenzial von Technologiemetallen

verfasst von: Dieter Beste

1:30 Min. Lesedauer
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In Hightech-Produkten wie neuartigen Antriebskomponenten für die Elektromobilität entfalten Funktionswerkstoffe ihre Wirkung. Diese Technologiewerkstoffe sind jedoch begrenzt verfügbar. Eine neue Studie untersucht nun deren Recyclingpotenzial.

Für die Herstellung von Hightech-Produkten müssen die dafür notwendigen Funktionswerkstoffe überwiegend importiert werden. So werden beispielsweise viele Rohstoffe, die für die Elektromobilität benötigt werden, derzeit nur an wenigen Orten der Erde abgebaut. Dies gilt insbesondere für Selten-Erd-Metalle, die unverzichtbare Bestandteile der für kompakte und leichte Synchronmotoren benötigten Hochleistungsmagnetwerkstoffe sind.

Nun haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in einer Studie für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Recyclingpotenzial von fünf der aktuell 20 für die Versorgung der europäischen Wirtschaft als kritisch eingestuften Rohstoffe/Technologiemetalle untersucht: Gallium (Ga), Germanium (Ge), Indium (In) sowie Neodym (Nd) und Dysprosium (Dy). Demnach beschränkt sich das Recycling der betrachteten Rohstoffe derzeit fast ausschließlich auf die Aufbereitung von Produktionsabfällen. Um Recyclingverfahren zur Rückgewinnung der ausgewählten Rohstoffe weiterzuentwickeln, fehlten zum jetzigen Zeitpunkt u. a. aufgrund des aktuellen Preisverfalls bei den Primärrohstoffen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Neun Handlungsempfehlungen

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Obwohl bei Massenmetallen wie Eisen, Kupfer oder Aluminium bereits hohe Recyclingquoten in Deutschland erreicht werden, liegt die momentane Recyclingquote von Technologiemetallen wie etwa Indium aus End-of-Life-Produkten, so ein Ergebnis der Studie, unter einem Prozent. Die Autoren haben neun Handlungsempfehlungen formuliert. „Unsere Handlungsempfehlungen tragen zum mittel- bis langfristigen Kompetenzerhalt und -aufbau sowie zu einer schrittweisen Implementierung einer Recyclingwirtschaft für kritische Rohstoffe bei“, so Asja Mrotzek-Blöß, Gruppenleiterin Stoffstromsysteme im Fraunhofer UMSICHT.

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