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Über dieses Buch

Werner Heisenberg schrieb diesen Essay in den Kriegsjahren 1941/42. Er überließ ihn nur Verwandten und ausgewählten Freunden zur Lektüre, dachte aber nicht daran, den Text zu veröffentlichen. In dem Essay zieht Heisenberg eine Summe seiner philosophischen Gedanken über die Natur und über die Frage, wie der Mensch erkennen kann, was die Wirklichkeit ist.

Nach Heisenbergs Tod haben die Herausgeber seiner „Gesammelten Werke“ diesen Text nach der Urschrift übernommen und mit dem Titel „Ordnung der Wirklichkeit“ versehen. Er wurde 1989 im Piper Verlag veröffentlicht. Die Heisenberg-Gesellschaft hat beschlossen, Heisenbergs Manuskript neu herauszugeben und mit einer Kommentierung der literarischen, musikalischen, philosophischen und historischen Bezüge zu ergänzen. Die Kommentierung hat dankenswerter Weise Herr Ernst Peter Fischer übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Der Physiker Werner Heisenberg (1901–1976) gehört zu den großen Naturwissenschaftlern, die das Weltbild über unser Jahrhundert hinaus geprägt haben. Ihm gelang der erste Ansatz zur heute gültigen Quantenmechanik, der erfolgreichen Beschreibung der Atome und Moleküle, zu der er im einzelnen wesentliche Beiträge lieferte. Seine Unbestimmtheitsrelationen gaben den Schlüssel zur physikalisch-erkenntnistheoretischen Deutung dieser neuen Theorie.
Helmut Rechenberg

Ordnung der Wirklichkeit

Zusammenfassung
Wer sein Leben für die Aufgabe bestimmt, einzelnen Zusammenhängen der Natur nachzugehen, der wird von selbst immer wieder vor die Frage gestellt, wie sich jene einzelnen Zusammenhänge harmonisch dem Ganzen einordnen, als das sich uns das Leben oder die Welt darbietet. Zwar wird ihm vielfach das Forschen nach einzelnen Naturgesetzen ein unendlich spannendes Spiel sein, das umso glücklicher macht, je sicherer er die Regeln der Natur zu beherrschen glaubt, aber im Laufe eines Lebens würde auch das abwechslungsreichste und noch so kunstvoll geführte Spiel inhaltslos, wenn es sich nicht auf das Allgemeine bezöge. So kreisen die Gedanken immer wieder um das Problem, wie jenes Ganze zusammenhängt, das wir Welt oder Leben nennen (– je nachdem wir uns aus- oder eingeschlossen denken –), und an welcher Stelle in diesem Ganzen die besonderen Zusammenhänge stehen, denen etwa ein großer Teil der Lebensarbeit gilt.
Werner Heisenberg

Kommentare zu Werner Heisenberg, Ordnung der Wirklichkeit

Zusammenfassung
Wie in dem Vorwort von Helmut Rechenberg (1937–2016) erklärt wird, hat Werner Heisenberg (1901–1976) das von den Herausgebern seiner Allgemeinverständlichen Schriften mit dem Titel „Ordnung der Wirklichkeit“ versehene und persönlich gehaltene Manuskript in den Kriegsjahren 1941/42 verfasst und dabei sicher nicht an eine Veröffentlichung gedacht. Es gab für Heisenberg deshalb keinen Anlass, die angesprochenen oder zitierten lyrischen Verse, die aufgegriffenen poetischen Passagen aus Märchen, einige ausgeführte und weiterführende philosophische Gedanken, die erwähnten musikalischen Takte und Themen oder wissenschaftliche Überlegungen und historische Entwicklungen seiner Zeit mit Quellenangaben zu versehen. Das soll hier weitgehend nachgeholt werden, wobei die dazugehörigen Kommentare versuchen, das, was Heisenberg angesprochen und übernommen hat, im Kontext der von ihm erlebten Geschichte zu sehen, um die kulturelle Verankerung deutlich werden zu lassen, in der sich sein Denken und Wirken entfalten konnten.
Ernst Peter Fischer
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