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Über dieses Buch

Für den Krankenhausbereich wurden bisher betriebswirtschaftlich anerkannte Werte-Konzeptionen vernachlässigt. Deshalb werden hier innovative werteorientierte Konzeptionen vorgestellt, analysiert, beispielhaft erläutert und anwendungsorientiert so dargestellt, wie sie im Krankenhausalltag eingesetzt werden können. Neben Economic Value Added (EVA) und dem Return on Capital Employed (ROCE) werden auch Konzeptionen zu Immateriellen Werten hervorgehoben, dargestellt und analysiert. Die Cashflow-Analyse wird zu einem Managementinstrument der Krankenhaus-Lenkung und des Reportings ausgebaut. Ausführungen zur Wert(er)schöpfung schließen diese Thematik ab. Experten aus den Bereichen des Controllings, der Wissenschaft sowie aus der Beratung heben die Vorteile dieser Konzeptionen hervor und beschreiben durch die praxisrelevante Darstellung Möglichkeiten der Übertragbarkeit.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. EVAluation, die sich lohnt – Der Ansatz des Economic Value Added im werteorientierten Management

Krankenhäuser müssen nicht nur eine Werterhaltung, sondern eine notwendige Wertsteigerung erwirtschaften, um ihren dauerhaften Fortbestand zu sichern. Wertorientiertes Controlling als Instrument des Shareholder Value Management hilft, Unternehmungsentscheidungen an ihren Auswirkungen auf den Unternehmungswert auszurichten; Shareholder Value wird nur dann geschaffen, wenn die Rendite künftiger Investitionen über deren Kapitalkosten liegt. Eine Kennzahl, um den Nutzen einer Investition zu messen, ist der Geschäftswertbeitrag Economic Value Added der in diesem Beitrag anwendungsorientiert vorgestellt und ausgestaltet wird..
Kathrin Heier, Elena Karsten, Cornelia Müller-Wenzel, Winfried Zapp

2. Die Return-on-Capital-Employed-Konzeption im Krankenhaus

Ebenso wie der Economic Value Added (EVA) ist auch der Return on Capital Employed (ROCE) den wertorientierten Kennzahlen zuzuordnen. Neben EVA zählt ROCE zu den bekanntesten wertorientierten Kennzahlen in Deutschland. In diesem Beitrag soll untersucht werden, ob die Einrichtung von ROCE als Spitzenkennzahl ein geeignetes Konzept für Krankenhäuser darstellt um die Unternehmenswertsteigerung zu messen und eine wertorientierte Lenkung zu ermöglichen. Dazu erfolgt zunächst eine nähere Begriffsdefinition der Kennzahl ROCE. Im Anschluss erfolgt die Übertragung der ROCE-Konzeption auf das Krankenhaus. Die Übertragung beginnt mit dem bilanziellen Vorgehen, hier werden die Besonderheiten des Krankenhauses bezüglich der Ermittlung von ROCE herausgearbeitet. Veranschaulicht wird das bilanzielle Vorgehen anhand eines Beispielkrankenhauses. Die Daten und Zahlen stammen aus einer Bilanz und GuV, die in dem Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Sie sind aber so verändert worden, dass sie in sich schlüssig sind, aber Rückschlüsse auf das Beispielhaus nicht ohne Weiteres vorgenommen werden können. Im wertorientiertem Vorgehen wird dann auf die interne Lenkung über diese Kennzahl eingegangen. Dazu wird zu Beginn das Werttreibermanagement erläutert und Werttreiber im Krankenhaus aufgezeigt. Zum Ende des Beitrags wird die praktische Anwendung der Spitzenkennzahl für Krankenhäuser diskutiert.
Daniela Bode, Helene Wiens

3. Die Bewertung von immateriellen Werten im Krankenhaus

Die traditionellen physischen Produktionsfaktoren wie Maschinen, Immobilien oder Lagerbestände haben in der heutigen wissensbasierten und dienstleistungsorientierten Wirtschaft nicht mehr eine so große Bedeutung wie noch vor ein paar Jahrzehnten. Heute basieren die Wertschöpfungsprozesse zunehmend auf immateriellen Werten. So nehmen immaterielle Werte wie das Know-how der Mitarbeiter, die Innovationsfähigkeit, die Marke, das Image oder auch Beziehungen zu Kunden einen wesentlichen Einfluss auf den Unternehmungserfolg. Auch das Krankenhaus ist eine Unternehmung, welche ihren Erfolg nicht rein aufgrund von klassischen Produktionsfaktoren bestimmt. Ein Großteil des Erfolges beruht im Krankenhaus auf immateriellen Werten. So basieren die wesentlichen Kernkompetenzen von Krankenhäusern auf dem individuellen Spezialwissen und den Fertigkeiten des ärztlichen Personals, aber auch der Pflegekräfte. Ebenso bestimmen reibungslos funktionierende Abläufe, eine Prozessorientierung, die Anpassungsfähigkeit an die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen, aber auch die Beziehungen zu Externen, wie beispielsweise zu niedergelassenen Ärzten, den Erfolg eines Krankenhauses. Diese immateriellen Werte gilt es zu identifizieren und auszubauen, um auch in Zukunft eine effektive und wirtschaftliche Leistungserstellung im Krankenhaus zu ermöglichen. Allerdings erfordert der Ausbau dieser immateriellen Werte hohe Investitionen. Diese sind gerade vor dem gestiegenen Kostendruck im Krankenhaus, aufgrund steigender Personal- und Sachkosten bei gleichzeitiger Deckelung des Budgets und der Tatsache, dass ihnen in der Bilanz kein entsprechender Gegenwert zugeordnet werden kann, nur schwer zu rechtfertigen. Investitionen in immaterielle Werte müssen somit hinsichtlich ihres Erfolges beurteilbar werden. Dazu müssen die immateriellen Werte gezielt erfasst und bewertet werden. Erst die Bewertung ermöglicht es dem Management, die Veränderungen nachzuvollziehen, ob immaterielle Werte geschaffen wurden oder verloren gegangen sind und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Daniela Bode

4. Cashflow-Analyse im Krankenhaus

Die sich verschlechternde finanzielle Situation bei einem Großteil der Krankenhäuser stellt die existenzielle Bedeutung von Finanz- bzw. Zahlungsmitteln zunehmend in den Vordergrund des Krankenhausmanagements.
Angesichts dieser Entwicklung hängen Fortbestand, Wachstum und Erfolg einer Klinik zunehmend von der Fähigkeit ab, finanzielle Mittel aus eigener Kraft erwirtschaften zu können. Somit ist das Krankenhausmanagement dazu angehalten, sich mit einer cashfloworientierten Unternehmungsführung auseinanderzusetzen. Als ein finanzwirtschaftliches Instrument bietet dabei eine zahlungsorientierte Kapitalflussrechnung die Möglichkeit, einen verbesserten Einblick in die finanzielle Situation eines einzelnen Krankenhauses zu erhalten, indem es Informationen über getätigte Ein- und Auszahlungen innerhalb einer Periode und den Liquiditätsbestand bereitstellt. Des Weiteren dienen Cashflow-Kennzahlen zur Beurteilung der in der Vergangenheit erbrachten oder in Zukunft zu erwartenden finanz- und erfolgswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Demzufolge besteht die Notwendigkeit einer cashfloworientierten Ausrichtung und Lenkung von Krankenhäusern, um liquiditätsorientierte Gefahren qualifiziert und mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf begegnen zu können.
Ulla Berlit, Jochen Richter, Winfried Zapp

5. Werte schöpfen mit Lean Healthcare – Ein erfolgsträchtiger Ansatz für deutsche Kliniken

Heutige Rezepte deutscher Kliniken zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage stoßen vermehrt an ihre Grenzen. Eine weitere Arbeitsverdichtung ist mit hohen qualitativen und wirtschaftlichen Risiken verbunden.
Trotz aller bisherigen organisatorischen Umstellungen und Einsparprogrammen schlummern in den meisten Krankenhäusern noch große, ungenutzte Ressourcenpotenziale. Diese können für eine verbesserte Patientenversorgung und eine gesteigerte Wirtschaftlichkeit eingesetzt werden.
Es bedarf allerdings eines neuen Ansatzes, um diesen Ressourcenschatz zu heben. Denn er ist tief in den Klinikprozessen vergraben. Der Schlüssel dorthin liegt in einer engen Einbindung der Mitarbeiter bei der Optimierung der internen Arbeitsabläufe. Es gilt die Dinge aufzuspüren, welche Ärzten und Pflegern heute ihre Zeit am Patienten rauben.
In diesem Beitrag wird der notwendige Ansatz anhand von Fallbeispielen praxisnah aufgezeigt und auch eine Antwort darauf gegeben, was Krankenhäuser mit Automobilherstellern und der Luftfahrt gemeinsam haben.
Matthias Sudmann
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