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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel I. Grundlagen

Zusammenfassung
Die Hersteller von Chipkarten und Komponenten für Chipkartensysteme haben hochfliegende Pläne, wie zwei Aufsätze, einer aus dem Hause Siemens-Nixdorf und einer aus dem Hause IBM, deutlich belegen. Ausschnitte aus beiden Artikeln können in dem anschließenden Kasten nachgelesen werden. Wie sieht es aber mit der Wirklichkeit aus? Immer wieder wird die Chipkarte auch als Träger einer „elektronischen Geldbörse“ gesehen. Welche auf Chipkarten basierenden Wertkartensysteme gibt es bereits, in welchen Bereichen kann man realistischerweise mit einem Einsatz von Wertkarten rechnen, wer ist überhaupt in der Lage eine „elektronische Geldbörse“herauszugeben, und von welchen Faktoren hängen die Verbreitungschancen von vorausbezahlten Wertkarten insgesamt ab? Diesen und ähnlichen Fragen wird in dem vorliegenden Buch nachgegangen, um am Ende zu einer Einschätzung zu kommen, die sich nicht auf Wunschdenken und allein die technische Machbarkeit stützt.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel II. Fallstudien

Zusammenfassung
Im ersten Kapitel wurde festgestellt, daß sich die Entwicklungen hin zu einem universellen Wertkartensystem in der Bundesrepublik im Übergang von der Explorationsphase zur Mainstream-Phase befinden. Dies dokumentierte sich vor allem darin, daß sich der Fächer der durchgeführten Projekte geöffnet hat, was mit Abbildung 11 verdeutlicht wurde. Aus diesem Fächer haben wir fünf Projekte ausgewählt, die als Fallstudien näher untersucht wurden:
1.
Das Chipkartensystem der Verkehrsgemeinschaft Kempten
 
2.
Die Telefonkarte in den Bussen der Kieler Verkehrs-AG
 
3.
Die „Elektronische Geldbörse“ der Berliner Verkehrsbetriebe
 
4.
Die „Integrierte PTT Zahlkarte“ der Schweizer PTT
 
5.
Das dänische Danmønt-System
 
Bei der Auswahl der Fallstudien haben wir uns davon leiten lassen, daß die Projekte realisiert waren und es sich nicht nur um Planungen handelt. Abbildung 12 zeigt die fünf Fallstudien-Projekte im Zeitvergleich. Nicht immer läßt sich feststellen, wann die Idee zum jeweiligen Projekt genau geboren wurde. Alle fünf Projekte befanden sich aber Mitte 1993, zur Zeit unserer empirischen Erhebungen, zumindest in einer Testphase. Sozusagen eingerahmt sind die fünf Projekte von der Entwicklung des Telefonkartensystems (oben) und der Entwicklung der eurocheque-Chipkarte (unten). Trotz ihrer Pionierrolle für die Wertkartenentwicklung sollte die Telefonkartenanwendung nicht näher untersucht werden, weil sie zum einen bereits sehr bekannt ist und weil zum anderen vor allem Multiservice-Wertkarten im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel III. Entwicklung eines Bezugsrahmens

Zusammenfassung
Nachdem im zweiten Kapitel fünf Wertkartensysteme vorgestellt wurden, erhebt sich zunächst die Frage: Warum sehen diese Wertkartensysteme so unterschiedlich aus? Andere Wertkartensysteme sehen wieder anders aus, und eine Unmenge weiterer Varianten sind noch denkbar. Und zweitens stellt sich die Frage, welche Variante sich letztlich durchsetzen wird und wovon dies abhängt. Um diese beiden Fragen — warum gibt es unterschiedliche Varianten und welche wird sich durchsetzen — beantworten zu können, benötigt man Theorien oder, etwas bescheidener formuliert, einen theoretischen Bezugsrahmen. Dieser Bezugsrahmen sollte in der Lage sein, die Entwicklung von Technikanwendungen zu erklären, und er sollte Anhaltspunkte liefern für begründete Prognosen.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel IV. Potentielle Dienstleister im Wertkartensystem

Zusammenfassung
Für die Rollen Börsenherausgeber, Kartenherausgeber und Dienstleister kommen eine Vielzahl von Unternehmen aus den verschiedensten Branchen in Frage. Zunächst soll der Frage nach den Dienstleistungsmärkten im für Wertkarten prädestinierten Münzgeldbereich nachgegangen werden. Im fünften Kapitel werden etablierte Herausgeber von Plastikkarten vorgestellt, die auch in einem Wertkartensystem die Rolle des Karten- oder sogar Börsenherausgebers übernehmen könnten. Abbildung 26 gibt einen Überblick über die wichtigsten Vergleichskriterien der nachfolgend vorgestellten (wertkartenrelevanten) Dienstleistungen.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel V. Potentielle Börsenherausgeber im Wertkartensystem

Zusammenfassung
Die zentrale Rolle in einem Wertkartensystem ist die des Börsenherausgebers. Der Börsenherausgeber ist nicht identisch mit dem Kartenherausgeber, der lediglich seine Plastikkarte zur Verfügung stellt zur Einbettung eines Mikrochips, bzw. seine Chipkarte zur Verfügung stellt zur Integration einer Börsenapplikation. Allerdings ist der zukünftige Herausgeber einer elektronischen Geldbörse de facto vor allem im Kreis der heutigen Herausgeber von Plastikkarten zu suchen, weil diese Unternehmen über die meisten Erfahrungen im Bereich des „Processing“ von Kartentransaktionen verfügen. Dieser gesuchte, heutige Karten- und potentielle Börsenherausgeber wird sich auch um diejenigen Dienstleister bemühen, für die die Herausgabe einer eigenen Karte nicht in Frage kommt.127
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel VI. Arenen für die Aushandlung von offenen Wertkartensystemen

Zusammenfassung
Damit ein offenes Wertkartensystem entsteht, müssen sich mindestens ein Börsenherausgeber und mehrere Dienstleister auf ein gemeinsames Konzept einigen. Damit eine Karte interessant wird für die Nutzer, muß sie in mehreren Dienstleistungsbereichen und dort jeweils bei möglichst vielen Stellen einsetzbar sein. Die Angaben über die Anzahl der Dienstleistungsstellen und der Marktteilnehmer in Abbildung 26 verdeutlichen, wieviele Partner dabei zusammenfinden müßten. Die Telefonkarte ist mit nur einem Dienstleister, der gleichzeitig auch noch Börsenherausgeber ist, die eine Ausnahme unter allen Dienstleistern im Münzgeldbereich. 375 öffentliche Nahverkehrsunternehmen, 210 Parkhausbetreiber, 500 Betreiber von Getränke- und Verpflegungsautomaten…. Wie soll zwischen diesen vielen Unternehmen eine Einigung stattfinden?
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel VII. Kontextfaktoren und isolierte Szenarien

Zusammenfassung
Die Entstehung eines technischen oder sozio-technischen Systems läßt sich zu einem großen Teil erklären aus den Interaktionen konkreter Akteure, die eingebunden sind in einen Kontext verschiedener Faktoren. Die handlungsleitenden Kontextfaktoren, die wir für die Entstehung von offenen Wertkartensystemen als relevant erachten, haben wir zu fünf Gruppen zusammengefaßt. Diese fünf Gruppen von Kontextfaktoren wurden bereits im dritten Kapitel vorgestellt. Es handelt sich um die, auch in der techniksoziologischen Literatur178 diskutierten Faktoren Technik, Ökonomie, Recht und Kultur sowie um den Faktor „die anderen“.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

Kapitel VIII. Schlußfolgerungen für die Verbreitungschancen von Wertkarten

Zusammenfassung
Auf einem im November 1993 von der Forschungsgruppe Telekommunikation durchgeführten Experten-Workshop mit über 50 Praktikern wurden die sieben im vorangegangenen Kapitel beschriebenen Szenarien vorgestellt.
Herbert Kubicek, Stephan Klein

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