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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Wertmanagement1 ist kein neues Thema. In der aktuellen Diskussion wird der Ansatz oft kritisiert und man hört die Aussage, dass es sich um ‚alten Wein in neuen Schläuchen’ handle.2 Dass Wertmanagement dabei aber weit mehr als ein Modethema ist, zeigen die Ausführungen des Weinbauers COLUMELLA, der in seiner Schrift „De re rustica“ („Über die Landwirtschaft“) bereits 50 n. Chr. Folgendes schrieb:
„Bevor ich nun über das Anpflanzen der Reben handle, halte ich es für angebracht, so etwas wie ein Fundament für die weitere Darstellung zu legen dadurch, daß ich zuvor erwäge und ermittle, ob der Weinbau dem Besitzer tatsächlich Gewinn bringt. Denn es ist nahezu überflüssig, Anleitungen für die Anlage von Weinpflanzungen zu geben, wenn noch gar nicht — was ja die Voraussetzung dafür ist — die Frage bejaht ist, ob man sie überhaupt haben soll, und die meisten Leute darüber dermaßen im Zweifel sind, daß viele von einer solchen Verwendung ihres Grundbesitzes überhaupt nichts wissen wollen, sondern den Besitz von Wiesen und Weiden oder von schlagbarem Wald für wünschenswerter halten. [...] Zunächst müssen diejenigen, die sich der Landwirtschaft verschreiben, darüber aufgeklärt werden, daß die Rendite, die der Weinbau abwirft, außerordentlich hoch ist. “3
Frank J. Plaschke

2. Definitorische und theoretische Grundlagen wertorientierter Management-Incentivesysteme

Zusammenfassung
Die folgenden Ausführungen sollen den für diese Arbeit gewählten Titel „Wertorientierte Management-Incentivesysteme“ (im Folgenden WOMIS) in seinen einzelnen Bestandteilen „durchdeklinieren“, um zu einem einheitlichen Verständnis dieses Begriffes und den dahinterliegenden Annahmen zu kommen.
Frank J. Plaschke

3. Konzeptioneller Rahmen zur Beurteilung wertorientierter Management-Incentivesysteme

Zusammenfassung
Nachdem die begrifflichen, theoretischen und legitimatorischen Grundlagen für WOMIS gelegt wurden, soll im Folgenden ein konzeptioneller Beurteilungsrahmen erstellt werden. Dieser Rahmen deckt zwei wesentliche Bereiche ab:
1.
Operationalisierung der Wertorientierung: Um WOMIS theoretisch und auch quantitativ beurteilen zu können, muss der Begriff „Wert“ weiter operationalisiert werden. Es wird eine fundierte Rechenmethodik benötigt, um die zu diskutierenden Zielgrößen („Interne Wertkennzahlen“) beurteilen zu können.
 
2.
Beurteilungsraster zur konkreten Ausgestaltung: Wie gezeigt wurde, geht es bei der Ausgestaltung von WOMIS um die Erarbeitung von konkreten Kriterien, Anreizen und den Relationen dazwischen. Potenziell denkbare Kombinationen bedürfen dann der Beurteilung und des Vergleichs. Dazu müssen zuerst Funktionen definiert werden, die den Output eines Systems darstellen sollen. Da diese Beurteilung zum Teil grob und nur final ist, bedarf es eines Zwischenschrittes, d.h. es müssen Anforderungen definiert werden, die den Input für WOMIS beurteilen. Diese Anforderungskriterien für WOMIS müssen dabei auf den vorgestellten theoretischen Grundlagen beruhen. Kurz gesagt, das Raster soll aufzeigen, was WOMIS bezwecken sollen (Funktionen) und wie die Gestaltung beurteilt werden kann (Anforderungen).
 
Frank J. Plaschke

4. Grundsätzliche Eignung von Kennzahlen für wertorientierte Management-Incentivesysteme

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel werden mögliche Kennzahlen dargestellt und auf ihre Eignung für wertorientierte Management-Incentivesysteme geprüft. Die Ausführungen basieren auf zahlreichen existierenden Ansätzen, die ergänzt werden durch Überlegungen zu einem eigenen Vorschlag für ein System von Wertkennzahlen. Bei der Diskussion der Ansätze geht es nicht um den vielbeschworenen „Metrie War“359, sondern vielmehr um eine qualitative Analyse in Hinblick auf die definierten Ziele und Anforderungen.360 Obwohl die konkrete Ausgestaltung der Komponenten von Incentivesystemen erst später dargestellt wird, wird bei den folgenden Ausführungen immer analysiert, welche Auswirkungen es prinzipiell hätte, wenn die Managerentlohnung nach der Höhe und Verbesserung der jeweiligen Kennzahl bemessen würde.
Frank J. Plaschke

5. Konkrete Ausgestaltung wertorientierter Management-Incentivesysteme auf Basis interner Wertkennzahlen

Zusammenfassung
Nachdem die grundsätzliche Eignung von Kennzahlen für wertorientierte Incentivesysteme diskutiert wurde, wird im Folgenden dargestellt, wie die Ausgestaltung eines Systems konkret aussehen kann. Dazu müssen als erstes bestimmte Gestaltungselemente erläutert werden (Kapitel 5.1.). Zu diesen Elementen gehören zum einen die zugrunde gelegten Kennzahlen. Hierbei muss aufgezeigt werden, unter welchen Bedingungen bestimmte Kennzahlen geeignet erscheinen und welche Grenzen ihre Anwendbarkeit hat. Zum anderen gibt es das Element der Ausgestaltungskomponenten, die aufzeigen, wie in technischer Hinsicht ein Incentivesystem aufgebaut sein muss und welche Bausteine mit welchen Funktionen es enthalten kann. Diese Gestaltungselemente werden den Schwerpunkt dieses Kapitels darstellen.563 Danach wird aufgezeigt, wie das vorher beschriebene Incentivesystem in einen wertorientierten Steuerungs- und Controllingprozess integriert werden sollte (Kapitel 5.2.). Für die tatsächliche Anwendung in der Praxis werden dann konkrete Hinweise zur Implementierung von wertorientierten Incentivesystemen aufgezeigt (Kapitel 5.3.).
Frank J. Plaschke

6. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Mit der Forderung „alles muß uns zur Anlage von Weingärten Mut machen781 zeigte COLUMELLA bereits im Jahre 50 n.Chr. sein Verständnis von Wertmanagement.782 Die vorliegende Arbeit stellt einen Beitrag dar, die Idee des profitablen Weinanbaus in die Incentivesysteme der heutigen Unternehmensführung zu übertragen.
Frank J. Plaschke

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