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22.09.2022 | Wertpapiergeschäft | Nachricht | Online-Artikel

Trader sind jung, männlich und häufig Sparkassen-Kunde

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

2 Min. Lesedauer
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Das Wertpapier-Trading hat während der Pandemie einen enormen Rückenwind erfahren - auch, weil Online-Plattformen wie Trade Republic oder Scalable Capital den Handel für Privatanleger vereinfachen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass diese vor allem jung, männlich und im Internet aktiv sind.

Wie die Zielgruppen-Analyse "Trader in Deutschland" des Datenanbieters Yougov zeigt, handelt bereits jeder fünfte Verbraucher (22 Prozent) mit Aktien, Fonds und ETFs. Für die Untersuchung wurden im März 2022 rund 470 Personen befragt und die Ergebnisse mit dem Profiles-Datensatz des Unternehmens analysiert. Wie schon andere Studien zeigen, lassen sich vor allem Männer (70 Prozent) im Alter zwischen 25 und 24 Jahren (25 Prozent) von dieser Form der Geldanlage in den Bann ziehen. Und viele unter ihnen haben eine gute Bildung: Rund 47 Prozent verfügen über einen Abschluss einer Universität oder einer Fachhochschule. 

Trader sind karriereorientiert

Insgesamt sind diese Privatanleger karriereorientiert und streben in ihrem Job nach vorne. 47 Prozent geben an, dafür sogar Freizeit zu opfern. In der Gesamtbevölkerung würden das nur 29 Prozent für ihre Arbeit tun. Zwölf Prozent der Trader sind leitende Angestellte und 29 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Von ihnen setzt fast jeder Fünfte (18 Prozent) auf Podcasts, um sich persönlich oder beruflich zu bilden. 20 Prozent lesen zudem zwischen sechs und zehn Stunden pro Woche eine digitale Zeitung. Und mehr als ein Drittel (40 Prozent) nutzt täglich das Smartphone, um Finanzangelegenheiten zu erledigen. 

Nach ihrer bevorzugten Kapitalanlage gefragt, bevorzugen 46 Prozent Aktien. Im Bevölkerungsdurchschnitt sind dies nur 15 Prozent. In börsengehandelte Fonds (ETF) investieren 33 Prozent (gesamt: zehn Prozent) und in Aktienfonds immerhin noch 28 Prozent (gesamt: zwölf Prozent). Am häufigsten sind Trader Kunden einer Sparkasse (28 Prozent), gefolgt von der ING (17 Prozent), der Deutschen Bank (13 Prozent) sowie der Comdirect beziehungsweise der DKB Deutsche Kreditbank (jeweils zwölf Prozent). Die Neobank N26 nutzen hingegen nur sechs Prozent. 

Soziale Medien und Influencer mit großem Einfluss

Insgesamt lassen sich diese Privatanleger von neuen Medien stark beeinflussen. Sie sind im Vergleich zur Gesamtbevölkerung häufiger in Sozialen Netzwerken wie Instagram (49 gegenüber 37 Prozent), Twitter (24 gegenüber 15 Prozent), Linkedin (23 gegenüber 17 Prozent) sowie Xing (19 gegenüber zehn Prozent) aktiv. Dabei vertraut ein Drittel (34 Prozent) auch den Prdouktempfehlungen von Prominenten oder Influencern. 

Sich selbst schätzen drei Viertel dieser Gruppe als finanziell abgesichert ein. Jeder Fünfte verfügt über ein Brutto-Haushaltseinkommen zwischen 5.001 und 10.000 Euro. So gelten für 46 Prozent Luxusgüter auch als "gute Investition". 

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