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10.06.2015 | Wertpapiergeschäft | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Start-ups aufgestellt sind

Autor:
Eva-Susanne Krah
2:30 Min. Lesedauer

Acht der wertvollsten europäischen Start-ups sind laut Einschätzung von Investoren eine Milliarde US-Dollar oder mehr wert. In Deutschland bleibt die Personalsuche für erfolgreiche Gründerunternehmen indes schwierig.

Das Ranking der 100 Gründerfirmen mit einem Marktwert von mindestens einer Milliarde US-Dollar führen laut Dow Jones Venture Source und Wall Street Journal die drei Unternehmen Xiaomi mit 46 Milliarden US-Dollar, Uber mit 41,2 Milliarden und Snapchat mit 16 Milliarden US-Dollar an. Über die Hälfte der Firmen im Club der Start-up-Milliardäre sind in den USA angesiedelt, weitere 23 kommen aus Asien. Nur acht Unternehmen aus Europa haben laut der Bewertung von Venture-Capital-Firmen aktuell die Milliardengrenze erreicht oder überschritten. Das Start-up-Wachstum insgesamt ist rasant, die Zahlen dokumentieren einen Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Berücksichtigt sind nicht börsennotierte Unternehmen, in die in den vergangenen drei Jahren Fremdkapital investiert wurde. In Deutschland hat die Zahl der Gründungen laut "KfW-Gründungsmonitor 2015" in den vergangenen zwölf Monaten mit 47.000 neuen Unternehmen im Vergleich zu 2013 leicht zugenommen.


Gutes Personal für Start-ups ist rar

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Einer Befragung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers bei deutschlandweit 270 Start-up-Unternehmen zufolge finden Gründerfirmen jedoch nur schwer geeignetes Personal für ihre Unternehmen. 73 Prozent empfinden die Mitarbeitersuche als schwierig. Der Fachkräftemangel ist für junge Unternehmen besonders gravierend, da engagierte Angestellte für 36 Prozent der deutschen Start-ups einer der zentralen Erfolgsfaktoren sind. Die Rekrutierung von Mitarbeitern läuft in drei Viertel der Fälle nach wie vor über private Kontakte und Empfehlungen, zu 36 Prozent über Online-Jobbörsen. Und 26 Prozent der Start-ups nutzen Soziale Netzwerke wie Xing für die Personalsuche.

Erfolgreiche Fintechs machen es vor

Die Welle von Fintech-Gründungen im Bankenmarkt hat hingegen gezeigt, dass es den Start-ups in dieser Branche nicht an Innovation, Schnelligkeit und interessanten Business-Konzepten mangelt. Reicht eine Finanzierung der Gründungsidee durch eigenes Kapital nicht aus, so greifen Gründerunternehmen häufig auch auf Bankkredite zurück. Der Springer-Autor Professor Heiko Staroßom zeigt im Kapitel "Fremdfinanzierung vornehmlich durch den Kreditmarkt" (Seite 119-292) seines Buches "Corporate Finance Teil 2" die wesentlichen Fremdfinanzierungsinstrumente für Gründer auf. Er beleuchtet verschiedene Ausgestaltungsvarianten bei Kontrakten und welchen Einfluss sie auf die Gläubigerrisiken haben können.

Einen weiteren Weg haben junge Marktstarter in der Finanzierung durch Crowdinvestoren gefunden. Gründer von Fintech-Unternehmen haben hierzu inzwischen vielfältige Geschäftsmodelle entwickelt. Die Autoren Dana Melanie Schramm und Jakob Carstens beschreiben in ihrem Springer-Gründer-Guide zur Finanzierung durch Crowdinvesting unter anderem, welche Kriterien bei der Online-Finanzierungsform eine Rolle spielen. Sie verdeutlichen zudem, dass Investoren durchaus die Start-ups mit einem "subjektiv niedriger" bewerteten Risiko ebenso schätzen. So rückten sie auch Wachstumsunternehmen in den Fokus von Crowdinvestoren und -Plattformen, die schon die Gründungsphase überwunden haben und deren Geschäftsmodell bereits Markterfolge aufweist.

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