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02.12.2015 | Wertpapiergeschäft | Im Fokus | Onlineartikel

Heiß auf deutsche Autobauer

Autor:
Christian Kemper

Der Abgasskandal bei Volkswagen zieht auch andere Fahrzeughersteller und ihre Aktienwerte herunter. Von Einstiegskursen kann allerdings noch keine Rede sein.   

Noch gilt Volkswagen (VW) als der absatzstärkste Automobilkonzern der Welt. Doch das könnte bald Geschichte sein. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte setzt den Wolfsburgern immer deutlicher zu, berichtet die Journalistin Carmen Mausbach in der Anlage Praxis 12/2015. Entsprechend schlecht fiel der Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2015 aus. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) steht nun im Minus und beträgt negative 3,5 Milliarden Euro. Auch nach Zinsen und Steuern fällt das Geschäftsergebnis mit minus 1,7 Milliarden Euro nicht gut aus.

Eine ganze Branche leidet

Analysten diskutieren nun, wie VW über den Skandal hinwegkommt und ob die Affäre sich auf andere deutsche Autobauer ausweiten könnte. Denn auch BMW ist wegen eines mangelhaften Abgastests bei seinen Dieselfahrzeugen in die Schlagzeilen geraten. Es gab zwar keine Anzeichen für Manipulationen, doch die erhöhten Messwerte ließen alle Beteiligten nervös werden. Der Kurs der BMW-Aktie gab zeitweise um knapp zehn Prozent nach. Da der Münchener Autobauer aber wohl keinen Skandal à la VW befürchten muss, könnten Anleger den Kursrückgang der BMW-Aktie für einen Einstieg nutzen.

Bei Daimler steigt der Umsatz

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Für den dritten großen Automobilhersteller in der Bundesrepublik, den Daimler-Konzern, spricht vor allem seine starke Marke. Deren Wert wird aktuell auf rund 34 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Stuttgarter sind nach eigenen Angaben auch nicht von den Ermittlungen der US-Umweltbehörde EPA wegen manipulierter Abgasmessungen betroffen. Davon abgesehen hat für Daimler der US-amerikanische Markt mit Dieselfahrzeugen kaum Bedeutung. In den gesamten Vereinigten Staaten verkauft der Konzern monatlich nicht mehr als 700 Diesel-Pkw. Weltweit steigen die Verkaufszahlen allerdings und das sollte sich auch auf den Gewinn durchschlagen. Daimler könnte bald sogar BMW, den Konkurrenten im Premiumsegment, vom ersten Platz im Absatzranking verdrängen. Der jüngste Kursrückgang der Daimler-Aktie könnte eine Einstiegsmöglichkeit sein.

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