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13.09.2018 | Wertpapiergeschäft | Nachricht | Onlineartikel

Erfahrene Privatanleger befassen sich mit Zertifikaten

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Der Einsatz und Handel mit Derivaten verlangt Erfahrung und Risikobewusstsein. Das gilt vor allem für private Investoren. Wer heute strukturierte Wertpapiere ins Portfolio packt, befasst sich oft schon lange mit dem Thema, ermittelte nun eine Umfrage.

Dieser Tage feiert die Lehman-Pleite nach zehn Jahren ein trauriges Jubiläum. In den Medien wird viel über die Gründe und Lehren aus der Krise sowie ihre Auswirkungen auf die Kapitalmärkte diskutiert. Obwohl die als Wertpapier-Muffel bekannten Deutschen als Anleger vergleichsweise wenig von den direkten Folgen spürten, war vielen spätestens mit Anbruch der Niedrigzinsphase klar, wie wichtig die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Anlage- und Hebelprodukten ist und welche Vorteile Zertifikate für das eigene Portfolio bringen können. Mit diesem Bewusstsein wuchs auch das Wissen vor allem versierterer Privatinvestoren über strukturierte Wertpapiere und ihren Risiken. 

Knapp 56 Prozent der deutschen Privatanleger beschäftigen sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit dieser Investmentform. Das ist das Ergebnis der aktuellen Trend-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV). Für die Online-Erhebung, die der DDV gemeinsam mit sechs großen Finanzportalen durchführte, wurden insgesamt rund 3.700 Personen befragt, die als erfahrene Entscheider ohne Berater investieren. 13 Prozent der Befragten, haben Zertifikate als Anlageform seit fünf bis zehn Jahren für sich entdeckt. Die restlichen Anleger investieren erst seit fünf oder weniger Jahren in dieses Segment.

Zertifikat muss ins Chance-Risiko-Profil passen

"Die Mehrzahl der Zertifikate-Anleger hat sich sowohl vor, während als auch nach der Finanzkrise mit dem Thema strukturierte Wertpapiere aktiv auseinandergesetzt", meint DDV-Geschäftsführer Lars Brandau. Anleger wählten solche Produkte häufig in einem schwierigen Marktumfeld mit einer "Vielzahl geopolitischer und wirtschaftlicher Problemfelder", um ihr Portfolio breiter aufzustellen. Jedoch, so gibt der Verband zu bedenken, sollte das Finanzprodukt immer in das Chance-Risiko-Profil des Anlegers passen.

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