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18.08.2015 | Wertpapiergeschäft | Im Fokus | Onlineartikel

Richtig entscheiden trotz Unsicherheit

Autor:
Christian Kemper

Die Politik beeinflusst die Entwicklung an den Finanzmärkten so stark wie selten zuvor. Anleger sind verunsichert und müssen jetzt möglichst rationale Entscheidungen treffen.

Die Verhandlungen mit Griechenland, Chinas Währungsschwankungen und die bevorstehende Zinswende in den USA zeigen: Ob die weltweiten Börsen bis Ende 2015 steigen oder fallen, wird von politischen Entscheidungen abhängen. Aufgrund der Kursrücksetzer an den wichtigsten Börsen in Asien, Europa und in den USA suchen Anlegern wieder nach Sicherheit.

„Im siebten Jahr nach der globalen Finanzkrise herrscht an den Märkten weiterhin große Unsicherheit darüber, inwieweit die Krise und ihre Folgen überwunden sind und ob die ergriffenen Maßnahmen die Verwundbarkeit der Weltwirtschaft reduziert haben“, warnt Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), im Wirtschaftsdienst (Ausgabe 01/2015, Seite 79-80). Politische Risiken haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, stellen auch der Volkswirt Mauricio Vargas und der Nachhaltigkeitsstratege Florian Sommer, beide von Union Investment, in einem Gastbeitrag der „Börsen-Zeitung“ fest. Umso wichtiger sei es, dass Investoren belastbare Hypothesen über die Politik Griechenlands, Chinas oder der USA in ihre Entscheidungen mit einfließen lassen. Doch die Bestimmung und Quantifizierung von politischen Risiken ist alles andere als trivial, wissen die Experten der Fondsgesellschaft.

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Hinzu kommt, dass Anleger kaum zu rationalen Entscheidungen in der Lage sind. „Einerseits verfolgen sie nicht nur ökonomische Ziele, sondern auch weiche Ziele, die auf Wohlfühlen des Entscheiders abzielen“, erläutern die Springer-Autoren Susan Pulham und Michael Deeken. „Andererseits unterliegen Menschen kognitiven Verzerrungen, die nicht motivational begründet sind, sondern dazu dienen, auch unter Zeitdruck und bei hoher Komplexität der Entscheidungssituation schnell eine Entscheidung zu treffen.“ In ihrem aktuellen Buch "Zur Rationalität von Anlageentscheidungen" stellen die Autoren den wirtschaftswissenschaftlichen Begriff des rationalen Entscheiders, den Homo oeconomicus, vor. Darauf aufbauend analysieren sie neuere und realitätsnähere Verständnisse von Rationalität. Statt eines „How-to-do“-Ratgebers für Tagestrader wollen die Autoren eine grundlagenorientierte Lektüre für all diejenigen bieten, die besser verstehen wollen, wie Anlageentscheidungen rational zustande kommen können.

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