Skip to main content
main-content

04.02.2015 | Wertpapiergeschäft | Interview | Onlineartikel

"Für den Kunden ändert sich wenig"

Leibrenten sind eine Möglichkeit für Immobilienbesitzer, sich bei hohen Kosten für das eigene Haus finanziell abzusichern. Dirk Bergfelder, Gründer der Deutsche Leibrenten Unternehmensgruppe, über die Alternative zum Bankkredit.

Versicherungsmagazin: Ihr System der Leibrente funktioniert so ähnlich wie das bekannte Geschäftsmodell einer Umkehrhypothek (Reverse Mortgage), das vor allem in den USA beliebt und verbreitet ist. Wie unterscheidet sich Ihr Modell?

Dirk Bergfelder: Wir unterscheiden uns komplett von der Umkehrhypothek. Während in den USA Menschen, die Geld benötigen, durch ihr Haus von der Bank einen Kredit erhalten, bekommt man von uns eine Rente. Das heißt, jeder kann in seinem Haus wohnen bleiben. Wir lassen das auch notariell beglaubigen. Unser Modell richtet sich vor allem an Menschen, die für ihren gemütlichen Lebensabend finanziell abgesichert sein möchten, aber zu wenig Rente bekommen. Altersbedingt gelten Rentner bei Banken nicht als kreditwürdig. Dieses Kriterium fällt bei uns natürlich weg. Bei uns steht die Immobilie im Vordergrund.

Warum setzt sich eine Idee wie die der Umkehrhypothek in Deutschland nicht richtig durch?

In Deutschland hält sich das Bild des Häuslebauers hartnäckig. Wer möchte schon sein Haus, das er mühevoll erbaut und abbezahlt hat, einfach wieder abtreten? Unser Modell hat mehr Potenzial, sich durchzusetzen, weil wir eine Rente zahlen und keinen Kredit. Für unsere Kunden ändert sich auch wenig das ist uns sehr wichtig. Es ändert sich nur der Eintrag im Grundbuch. Die Deutsche Leibrenten Immobiliengenossenschaft wird Eigentümer und das notarielle Wohnrecht wird eingetragen sonst ändert sich für den Hausbesitzer nichts.

Was ist im Vergleich dazu der unverwechselbare Vorteil Ihres Produkts?

Der Kunde bekommt ein Rundum-sorglos-Paket: Neben dem Wohnrecht und der Rente bieten wir mit unserer Service & Verwaltung AG auch die Möglichkeit, Instandhaltungsmaßnahmen am Haus durchführen zu lassen. Das ist ein Angebot für die Immobilienbesitzer, die nicht selbst die Instandhaltung durchführen können oder wollen. Dabei arbeiten wir mit Dienstleistern vor Ort zusammen. Viele unserer Kunden nehmen gerade unser Angebot wahr, um die längst fälligen Maßnahmen am Haus durchzuführen. Für uns heißt Service, auch anzubieten, dass der Rasen gemäht oder das Essen gebracht wird. Wir versuchen da so weit es geht zu helfen. Unsere Dienstleister berichten uns dann auch, wie es unseren Kunden geht. Dieser soziale Aspekt ist uns sehr wichtig. Gerade hier muss in Deutschland etwas getan werden. Wir wollen Problemen wie der Altersarmut oder der Vereinsamung im Alter aktiv begegnen.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Zur Person
Dirk Bergfelder ist Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Leibrenten Unternehmensgruppe. Der gebürtige Bonner hat bereits mehrere Unternehmen erfolgreich geführt, unter anderem in den Bereichen Immobilien und Medizintechnik.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.02.2015 | Interview | Ausgabe 2/2015

„Für den Kunden ändert sich wenig“

01.04.2014 | Strategie + Management | Ausgabe 5/2014

Familienverband beachten

01.12.2014 | Titel | Ausgabe 12/2014

Entsparen muss geplant sein

01.03.2014 | Invest | Ausgabe 3/2014

Wie aus Steinen Ertrag werden kann

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise