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Über dieses Buch

Stefan Sauer entwickelt ein allgemeines arbeitssoziologisches Analysekonzept für selbst organisierte Arbeit und wendet es exemplarisch in zwei empirischen Fällen an, die aus der Automobilindustrie und dem IT-Sektor stammen. Das Analysekonzept zeigt Möglichkeiten, Voraussetzungen und Grenzen einer Selbstorganisation, die auf Arbeitsvermögen und Anerkennung basiert, im Zusammenspiel von struktureller, interaktionistischer und subjektivierender Ebene auf. Entscheidende Größen sind dabei das individuelle Arbeitsvermögen von Beschäftigten und dessen strukturelle wie interaktive Anerkennung als Voraussetzungen gelungener Selbstorganisation.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Unsicherheit, Informalität und Selbstorganisation (nicht zuletzt) in Forschung und Entwicklung

Zusammenfassung
Zielstellung meiner Dissertation ist – aufbauend auf der theoretischen Auseinandersetzung mit den Konzeptionen von Arbeitsvermögen und Anerkennung – die Ausarbeitung eines Forschungskonzepts zur arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierten Selbstorganisation und dessen Anwendung im Rahmen zweier Fallstudien. Arbeits- und industriesoziologische Arbeiten zeichnen sich in aller Regel durch einen kritischen Impetus und hohe Anwendungsorientierung aus (Huchler 2008). Sie folgen zumeist weder dem Credo (scheinbar) objektiver Messungen entlang abstrakter und gegenstandsferner Kriterien, noch bearbeiten sie im ‚Elfenbeinturm‘ gewonnene Problemstellungen ohne deutlich erkennbaren Bezug zur sozialen Wirklichkeit (Böhle 2013a).
Stefan Sauer

Chapter 2. Arbeit, Arbeitshandeln und Arbeitsvermögen

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund der in der Einleitung meiner Arbeit dargelegten Themenstellung sowie der einführenden Überlegungen hierzu lassen sich zwei Befunde, die für eine vertiefte Beschäftigung mit Konzepten der Arbeit und des Arbeitshandelns sprechen, rekapitulieren. Einmal kann zeitdiagnostisch von einer Zunahme von Unwägbarkeiten und damit einhergehend einem Trend der ‚Subjektivierung von Arbeit’ als Organisations- und Steuerungsprinzip gesprochen werden (Moldaschl/Voß 2003; Lohr/Nickel 2009; Minssen 2011, S. 117ff.). Im Zuge dessen geraten Subjektpotenziale wie Kreativität, Eigeninitiative und Selbstorganisieren in den Fokus, die zwar gefördert und gefordert, nicht jedoch beliebig ‚abgerufen‘ und objektiviert werden können.
Stefan Sauer

Chapter 3. Anerkennung

Zusammenfassung
Das Verständnis von Anerkennung ist sowohl im alltagsweltlichen als auch im philosophischen Diskurs durchaus verschieden, die Verwendung des Begriffs entsprechend heterogen (Kropf 2005, S. 137). An Stelle einer Aneinanderreihung verschiedenster Definitionen wird im Folgenden versucht, der Anerkennung begrifflich ‚auf die Spur zu kommen’ und sie mit Überlegungen zur Selbstorganisation zu verbinden.
Stefan Sauer

Chapter 4. Arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierte Selbstorganisation – Analysekonzept und Methodik

Zusammenfassung
Dieses Kapitel dient – unter Rückgriff auf die Überlegungen in den Theoriekapiteln – zur Entwicklung eines Analysekonzepts zu arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierter Selbstorganisation (Kapitel 4.2) und zur Unterfütterung dieses Konzepts in Bezug auf das konkrete Vorgehen in den empirischen Fallbeispielen zu transnationaler und agiler Projektarbeit in Forschung und Entwicklung (Kapitel 4.3).
Stefan Sauer

Chapter 5. Fallstudie Auto GmbH

Zusammenfassung
Im Folgenden wird die Fallstudie bei der Auto GmbH, die ihre Entwicklungsprozesse im Sinne der Transnationalisierungsstrategie reorganisiert (Kapitel 1.3.1), vorgestellt. Bevor die Ausgestaltung der untersuchten Projekte, die Unternehmens- und Abteilungskultur (Kapitel 5.2) sowie die Auswertungen zur arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierten Selbstorganisation (Kapitel 5.3) behandelt werden und ein erstes Fazit des Fallbeispiels (Kapitel 5.4) gezogen wird, wird zunächst ein Schlaglicht auf das Unternehmen insgesamt und insbesondere seine Entwicklungsaktivitäten sowie die in diesem Fallbeispiel untersuchte Transnationalisierungsstrategie geworfen (Kapitel 5.1).
Stefan Sauer

Chapter 6. Fallstudie Softwareimplement AG

Zusammenfassung
Im Folgenden steht die Fallstudie bei der Softwareimplement AG, die ihre Entwicklungsprozesse im Sinne agilen Projektmanagements (re-)organisiert (Kapitel 1.3.2), im Fokus. Hierzu werden die Softwareimplement AG selbst (Kapitel 6.1) sowie die Ausgestaltung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte mittels Adaptionen des agilen Frameworks Scrum (Kapitel 6.2) vorgestellt und die Analysen zur arbeitsvermögens- und anerkennungsbasierten Selbstorganisation (Kapitel 6.3) präsentiert, ehe ein Fazit des empirischen Falls gezogen wird (Kapitel 6.4). Art und Umfang der empirischen Erhebungen wurden bereits in Kapitel 4.4 skizziert. Auch hier wird also im Sinne einer ‚doppelten Fallrekonstruktion‘ (Sauer/Nies 2010) zunächst der betriebliche und strategische Rahmen ‚abgesteckt‘, ehe der Fall auf die konkrete Themenstellung hin untersucht und zusammengefasst wird.
Stefan Sauer

Chapter 7. Reflexion und Ausblick

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die beiden Fallstudien kurz rekapituliert. Anschließend wird die Aussagekraft des entworfenen Analysekonzepts, ausgehend von den hypothetischen Modellen der drei analytischen Ebenen und den Analysedimensionen Selbstorganisation, Arbeitsvermögen und Anerkennung, zusammenfassend mit Blick auf die empirischen Fallbeispiele geprüft. Den Abschluss bildet eine kurze Skizze der Beschränkungen des empirischen Fokus dieser Arbeit, verbunden mit dem Aufzeigen von potenziell anschlussfähigen Untersuchungsfeldern und Analysedimensionen.
Stefan Sauer

Backmatter

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