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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

3. Wesentliche Grundlagen kaufmännischer Rechnungslegung (II): Grundsätzliches zum Ansatz und zur Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten

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Zusammenfassung

Buchführung und Jahresabschlusserstellung werfen die Fragen auf, was (Ansatz dem Grunde nach) mit welchem Wert (Bewertung – Ansatz der Höhe nach) angesetzt (gebucht) werden muss. In diesem Kapitel werden die grundlegenden Regelungen des HGB betrachtet, die Antworten auf diese Fragen geben. In der Übungsaufgabe 3 am Ende dieses Kapitels wird deren Anwendung veranschaulicht.

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Fußnoten
1
Wortlaut von § 246 Abs. 1 Satz 1 HGB.
 
2
Vgl. dazu z. B. BFH, Beschluss vom 23.06.1997 (GrS 2/93).
 
3
Vgl. dazu. Insbesondere auch § 241 Abs. 1 BGB.
 
4
Der Begriff „Schuldverhältnis“ wird in § 241 Abs. 1 Satz 1 BGB definiert als ein Verhältnis, kraft dessen ein/e Gläubiger/in berechtigt ist, von der/m Schuldner/in „eine Leistung zu fordern.“ (Wortlaut von § 241 Abs. 1 Satz 1 BGB). Ein Schuldverhältnis kann sowohl kraft Gesetzes entstehen als auch vertraglich begründet werden. Kraft Gesetzes entsteht ein Schuldverhältnis z. B. dann, wenn ein Marktteilnehmer (Verletzter) ein Patent eines anderen Marktteilnehmers (Schutzrechtsinhaber) verletzt. Der/die Patentinhaber/in kann infolge der Verletzung kraft Gesetzes, nämlich auf Grundlage von § 139 Abs. 1 PatG, vom Verletzer fordern (und der Verletzer ist entsprechend verpflichtet), die Verletzung zukünftig zu unterlassen. Gesetzliche Schuldverhältnisse werden allein dadurch begründet, dass Marktteilnehmer die Voraussetzungen erfüllen, die in den jeweiligen gesetzlichen Anspruchsgrundlagen genannt werden. Ein vertragliches Schutzverhältnis wird dagegen durch eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Marktteilnehmerinnen über wechselseitig bestehende Rechte und Pflichten begründet. Bei Abschluss eines Kaufvertrags bedeutet dies z. B., dass der Verkäufer die Lieferung des Kaufgegenstands und dessen Übereignung an den/die Käufer/in schuldet, während die/der Käufer/in die Zahlung des Kaufpreises an die Verkäuferin schuldet.
 
5
Unerheblich ist dagegen, ob die Bewertung in Geldeinheiten mit Unsicherheiten und/oder der Notwendigkeit einer Schätzung verbunden ist; vgl. dazu z. B. Nestler, GWR 2014, S. 121 ff., Schülke, DStR 2010, S. 992 ff.
 
6
Vgl. dazu z. B. BFH, Urteil vom 08.09.2005 (IV R 40/04); Schumacher, DStR 1997, S. 1236 ff. (1237).
 
7
Der Grundsatz „wirtschaftliche Betrachtungsweise geht vor rechtliche Betrachtungsweise“ kommt in § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB wie folgt zum Ausdruck: „Vermögensgegenstände sind in der Bilanz des Eigentümers aufzunehmen; ist ein Vermögensgegenstand nicht dem Eigentümer, sondern einem anderen wirtschaftlich zuzurechnen, hat dieser ihn in seiner Bilanz auszuweisen.“ (Wortlaut § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB).
 
8
Unter „Eigentumsvorbehalt“ wird in der Regel eine Vereinbarung zwischen dem Verkäufer (Lieferanten) und dem Käufer (Erwerber) von Waren verstanden, nach welcher der Verkäufer dem Käufer die Ware nur unter der aufschiebenden Bedingung übereignet, dass der Käufer den Kaufpreis vollständig zahlt (vgl. § 449 Abs. 1 BGB).
 
9
Gemäß § 446 S. 1 BGB gilt: „Mit der Übergabe der verkauften Sache geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung auf den Käufer über.“ Der Übergang der Preisgefahr wird folglich allein durch die „Übergabe“ bewirkt. Dagegen ist nicht erforderlich, dass der Kaufgegenstand an den Käufer übereignet wird (vgl. dazu z. B. Saenger in Schulze, Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Auflage 2019, § 449, Rdnr. 6).
 
10
Fragen der Umsatzsteuer bleiben an dieser Stelle entsprechend der Aufgabenstellung (noch) vollständig außer Betracht.
 
11
Der Abgang der Sportschuhe beim Sportartikelhersteller stellt für sich betrachtet Aufwand (da vermögensmindernd) dar. Im Rahmen einer nach dem Gesamtkostenverfahren erstellten GuV wird dieser Abgang im Posten „Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen“ (§ 275 Abs. 2 Nr. 2 HGB) konsolidiert.
 
12
Das Konto fertige Erzeugnisse und Waren (vgl. § 266 Abs. 2 B I 3. HGB) ist ein aktives Bestandskonto. Da die Auslieferung der Sportschuhe an den Käufer den Bestand auf diesem aktiven Bestandskonto des Verkäufers mindert, muss das aktive Bestandskonto „fertige Erzeugnisse und Waren“ im Haben gebucht werden. Denn Abgänge (Minderungen) auf aktiven Bestandskonten sind im Haben zu buchen.
 
13
Mit Eingang der Lieferung erhöht sich der Warenbestand des Einzelhändlers (Käufers). Da der Warenbestand auf einem aktiven Bestandskonto erfasst wird und Zugänge auf aktiven Bestandskonten im Soll zu buchen sind, wird das aktive Bestandskonto „fertige Erzeugnisse und Waren“ des Käufers im Soll mit EUR 20.000 gebucht. Die EUR 20.000 (umsatzsteuerliche Fragen bleiben an dieser Stelle außer Betracht) stellen aus Sicht des Käufers die Anschaffungskosten der Sportschuhe im Sinn der §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 255 Abs. 1 Satz 1 HGB dar. Denn der Käufer hatte Aufwendungen (zunächst in Form des Zugangs einer Verbindlichkeit gegenüber dem Verkäufer) in Höhe von EUR 20.000, um die Sportschuhe zu erwerben.
 
14
Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten – in § 266 Abs. 3 C IV HGB „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ genannt – ist ein passives Bestandskonto. Zugänge auf passiven Bestandskonten – hier der Zugang der Kaufpreisschuld gegenüber dem Sportartikelhersteller – sind im Haben zu buchen.
 
15
Die „Preisgefahr“ – auch „Gegenleistungsgefahr“ genannt – ist das Risiko eines Käufers, den Kaufpreis vollständig zahlen zu müssen, „auch wenn die Sache nach Vertragsschluss durch Zufall beschädigt wird oder untergeht.“ (Heinemeyer, NJW 2019, S. 1025 ff. [1025]).
 
16
Vgl. dazu z. B. Preißer/Preißer, DStR 2011, S. 133 ff. (133).
 
17
Vgl. dazu z. B. Barthel, DStR 2010, S. 1198 ff.; Liebscher in Drinhausen/Eckstein, Beck`sches Handbuch der AG, 3. Auflage 2018, Rdnr. 161 ff.
 
18
Dazu z. B. BGH, Urteil vom 08.11.2017 (XII ZR 108/16) NJW 2018, S. 61 ff. (62); Kröll in Weitnauer, Handbuch Venture Capital, 6. Auflage 2019, Rdnr. 85 ff.
 
19
Vgl. dazu z. B. Sigloch/Keller/Meffert in Michalski/Heidinger/Leible/J.Schmidt, GmbH-Gesetz, 3. Auflage 2017, Anhang §§ 41-42a, Rdnr. 656.
 
20
Wortlaut von § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB.
 
21
Zum Abschreiben von Wirtschaftsgütern vgl. Ziffer 3.2.3.
 
22
Aus § 27 Abs. 1 MarkenG folgt, dass der Inhaber einer Marke diese an einen anderen Marktteilnehmer abtreten (übertragen) kann.
 
23
In der GuV wird Marketingaufwand im Posten „sonstige betriebliche Aufwendungen“ (§ 275 Abs. 2 Nr. 8 bzw. Abs. 3 Nr. 7 HGB) konsolidiert.
 
24
Dazu insbesondere auch § 89 UrhG.
 
25
Vgl. dazu insbesondere § 87 b UrhG.
 
26
Wortlaut von § 247 Abs. 2 HGB.
 
27
BFH, Urteil vom 26.11.1974 (VIII R 61–62/73), BStBl II 1975, S. 352.
 
28
In der GuV wird dieser Aufwand im Posten „sonstige betriebliche Aufwendungen“ (§ 275 Abs. 2 Nr. 8 bzw. Abs. 3 Nr. 7 HGB) konsolidiert.
 
29
In der Bilanz gehen diese in den Posten „Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“ (§ 266 Abs. 2 A.I.2. HGB) ein.
 
30
Im Sinn von § 275 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
 
31
Dazu z. B. Morck/Drüen in Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.Auflage 2019, § 246, Rdnr. 16.
 
32
Wortlaut § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB.
 
33
Vgl. z. B. Merkt in Baumbach/Hopt, Handelsgesetzbuch, 40. Auflage 2021, § 246, Rdnr. 29; aus dem in § 246 Abs. 3 Satz 2 enthaltenen Verweis auf § 252 Abs. 2 HGB folgt jedoch, dass eine einmal über die Ausübung des Ansatzwahlrechts getroffene Entscheidung später aus berechtigten Gründen ausnahmsweise auch wieder revidiert werden kann.
 
34
Dazu § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB.
 
35
Dies folgt zwar nicht unmittelbar aus § 244 HGB, weil dort nur der Jahresabschluss genannt wird, nicht jedoch auch die Buchhaltung.
 
36
So z. B. Schubert/Gadek in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255 HGB, Rdnr. 1.
 
37
Vgl. dazu z. B. Schubert/Gadek in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 28.
 
38
Wortlaut von § 255 Abs. 1 HGB.
 
39
Rechtlich bilden das Grundstück und das darauf befindliche Gebäude gemäß § 94 Abs. 1 Satz 1 BGB eine einheitliche Sache. Nach der für die Rechnungslegung maßgeblichen wirtschaftlichen Betrachtungsweise werden Grundstück und Gebäude jedoch getrennt erfasst und unabhängig voneinander abgeschrieben. Das Gebäude ist ein zeitlich begrenzt nutzbarer Vermögensgegenstand und deshalb planmäßig abzuschreiben. Als zeitlich grundsätzlich unbegrenzt nutzbarer Vermögensgegenstand wird das Grundstück dagegen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern allenfalls außerplanmäßig, z. B. im Fall einer Kontaminierung.
 
40
Vgl. dazu z. B. Schubert/Gadek in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 81 ff.
 
41
Vgl. dazu z. B. BFH, Urteil vom 10.03.1981 (VIII R 195/77).
 
42
Zinsen für Fremdkapital dienen allenfalls mittelbar der Beschaffung von Vermögensgegenständen und sind daher grundsätzlich nicht in die Anschaffungskosten mit einzubeziehen; so z. B. Schubert/Hutzler in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 501.
 
43
Vgl. dazu z. B. Schubert/Gadek, in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 22.
 
44
Vgl. dazu § 275 Abs. 2 Nr. 13 sowie Abs. 3 Nr. 12 HGB.
 
45
Unter „Factoring“ wird im deutschen Recht „der laufende Ankauf von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff“ (§ 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG) verstanden.
 
46
Vgl. dazu z. B. Schubert/Gadek in Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 250 und 251.
 
47
Der Begriff „Umsatzerlöse“ wird in § 277 Abs. 1 HGB gesetzlich definiert.
 
48
So z. B. BFH, Urteil vom 23.04.1995 (I R 236/72), NJW 1975, S. 1990 ff.
 
49
Vgl. dazu z. B. BFH, Urteil vom 21.05.1993 (VIII R 1/91), NJW 1994, S. 1431 ff.
 
50
Vgl. dazu z. B. BFH, Urteil vom 21.05.1993 (VIII R 1/91), NJW 1994, S. 1431 ff.
 
51
Damit sind die unter § 266 Abs. 2 B.1. Nr. 1–3 fallenden Vermögensgegenstände gemeint.
 
52
Die Zugrundelegung einer fifo oder lifo Bewertung steht gemäß § 256 Satz 1 HGB ausdrücklich unter dem Vorbehalt der Vereinbarkeit mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
 
53
Wortlaut von § 255 Abs. 2 HGB.
 
54
Dazu bereits unter 2.1.4.9; vgl. dazu auch § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB.
 
55
Wortlaut von § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB.
 
56
Im Jahresabschluss wird dieses Konto dann in der GuV im Posten „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen“ (§ 275 Abs. 2 Nr. 7a HGB) konsolidiert.
 
57
Etwas anderes gilt z. B. für Darlehensforderungen, deren Zweck darin besteht, wiederholt Zinserträge zu generieren.
 
58
Vgl. dazu § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB.
 
59
Wortlaut von § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB.
 
60
Die Praxisrelevanz der linearen Abschreibung folgt insbesondere aus § 7 Abs. 1 EStG.
 
61
Der Zugangswert eines Vermögensgegenstands entspricht dessen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
 
62
Der Abschreibungsbetrag in Höhe von EUR 6000 folgt aus einer gleichmäßigen Verteilung der Anschaffungskosten in Höhe von EUR 25.000 auf die voraussichtliche Gesamtfahrleistung. Damit entfallen auf jeden Euro Anschaffungskosten eine erwartete Fahrleistung von 10 km. Auf 60.000 gefahrene km entfällt damit ein Abschreibungsbetrag in Höhe von EUR 6000.
 
63
Dazu § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.
 
64
Vgl. dazu z. B. Merkt in Baumbach/Hopt, Handelsgesetzbuch, 40. Auflage 2021, § 253, Rdnr. 18.
 
65
Wortlaut von § 253 Abs. 4 HGB.
 
66
Der bisherige Buchwert entspricht grundsätzlich den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens (abzüglich etwa bereits vorgenommener ab- und zuzüglich anschließend etwa wieder erfolgter Zuschreibungen).
 
67
Vgl. dazu z. B. Böcking/Gros/Wirth in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, Handelsgesetzbuch, 4. Auflage 2020, § 255, Rdnr. 73 ff.
 
68
Im Gegensatz zu anderen Immaterialgüterschutzrechten können Marken zeitlich unbegrenzt aufrechterhalten werden.
 
69
Patente, die auf Grundlage des Patentgesetzes (PatG) oder des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) erteilt werden, haben eine Dauer/Laufzeit von 20 Jahren (vgl. § 16 PatG sowie Art. 63 Abs. 1 EPÜ).
 
70
Dass derivative Geschäftswerte als zeitlich begrenzt nutzbare Vermögensgegenstände gelten, folgt ausdrücklich aus § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB. Kann die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden, sind derivative Geschäftswerte gemäß § 253 Abs. 3 Sätze 3,4 über einen Zeitraum von 10 Jahren abzuschreiben.
 
71
Vgl. dazu z. B. Störk/Taetzner in Beck’scher Bilanz Kommentar, 12. Auflage 2020, § 253, Rdnr. 648.
 
72
Die Arbeitsverhältnisse mit den beiden Arbeitnehmern würden gemäß § 613a Abs. 1 BGB auch dann auf die S-GmbH übergehen, wenn dies im Vertrag zwischen V und der S-GmbH nicht geregelt wird.
 
73
Den Geldeingängen auf dem Bankkonto der S-GmbH dürfte zunächst die Begründung entsprechender Forderungen gegen die betreffenden Kunden vorangegangen sein. Die Erfüllung dieser Forderungen durch Überweisung der geschuldeten Beträge auf das Bankkonto der S-GmbH führte dann wieder zum Erlöschen dieser Forderungen. Denkbar ist auch, dass die Kunden Vorauszahlungen geleistet haben. Fest steht lediglich, dass von den EUR 15.000.000 jedenfalls EUR 13.500.000 bei der S-GmbH in Form von Geldzuflüssen eingegangen sein müssen.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Barthel, Carl. 2010. Unternehmenswert: Prognosen, Phasen und Probleme, DStR 2010, 1198 ff., zit.: Barthel, DStR 2010, S. Barthel, Carl. 2010. Unternehmenswert: Prognosen, Phasen und Probleme, DStR 2010, 1198 ff., zit.: Barthel, DStR 2010, S.
Zurück zum Zitat Baumbach, Adolf, Klaus Hopt, Christoph Kumpan, Patrick Leyens, Hanno Merkt, und Markus Roth. 2021. Handelsgesetzbuch, 40. Aufl. 2021, zit.: Bearbeiter in Baumbach und Hopt, Handelsgesetzbuch, 40. Aufl. 2021, §, Rdnr. Baumbach, Adolf, Klaus Hopt, Christoph Kumpan, Patrick Leyens, Hanno Merkt, und Markus Roth. 2021. Handelsgesetzbuch, 40. Aufl. 2021, zit.: Bearbeiter in Baumbach und Hopt, Handelsgesetzbuch, 40. Aufl. 2021, §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Drinhausen, Florian, und Hans-Martin Eckstein. 2018. Beck`sches Handbuch der AG, 3. Aufl. 2018, zit.: Verfasser in Drinhausen und Eckstein, Beck`sches Handbuch der AG, 3. Aufl. 2018, Rdnr. Drinhausen, Florian, und Hans-Martin Eckstein. 2018. Beck`sches Handbuch der AG, 3. Aufl. 2018, zit.: Verfasser in Drinhausen und Eckstein, Beck`sches Handbuch der AG, 3. Aufl. 2018, Rdnr.
Zurück zum Zitat Grottel, Bernd, Stefan Schmidt, Wolfgang Schubert, und Ulrich Störk. Hrsg. 2020. Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Aufl. 2020, zit.: Verfasser in Beck’scher Bilanz-Kommentar, §, Rdnr. Grottel, Bernd, Stefan Schmidt, Wolfgang Schubert, und Ulrich Störk. Hrsg. 2020. Beck’scher Bilanz-Kommentar, 12. Aufl. 2020, zit.: Verfasser in Beck’scher Bilanz-Kommentar, §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Heidinger, Andreas, Stefan Leible, und Jessica Schmidt. 2017. GmbH-Gesetz, 3. Aufl. 2017, zit.: Verfasser in Michalski, Heidinger, Leible, und J.Schmidt, GmbH-Gesetz, 3. Aufl. 2017, §, Rdnr. Heidinger, Andreas, Stefan Leible, und Jessica Schmidt. 2017. GmbH-Gesetz, 3. Aufl. 2017, zit.: Verfasser in Michalski, Heidinger, Leible, und J.Schmidt, GmbH-Gesetz, 3. Aufl. 2017, §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Heinemeyer, Susanne. 2019. Gefahrübergang und Sachmangel, NJW 2019, 1025 ff., zit.: Heinemeyer, NJW 2019, S. Heinemeyer, Susanne. 2019. Gefahrübergang und Sachmangel, NJW 2019, 1025 ff., zit.: Heinemeyer, NJW 2019, S.
Zurück zum Zitat Jost, Detlev, und Lutz Strohn. Hrsg. 2020. Handelsgesetzbuch, 4. Aufl., zit.: Bearbeiter in Ebenroth, Boujong, Joost, und Strohn, Handelsgesetzbuch, 4. Aufl. 2020, §, Rdnr. Jost, Detlev, und Lutz Strohn. Hrsg. 2020. Handelsgesetzbuch, 4. Aufl., zit.: Bearbeiter in Ebenroth, Boujong, Joost, und Strohn, Handelsgesetzbuch, 4. Aufl. 2020, §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Koller, Ingo, Peter Kindler, Wulf-Henning Roth, und Klaus-Dieter Drüen. 2019. Handelsgesetzbuch, 9.Aufl., zit.: Verfasser in Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.Aufl. 2019, §, Rdnr. Koller, Ingo, Peter Kindler, Wulf-Henning Roth, und Klaus-Dieter Drüen. 2019. Handelsgesetzbuch, 9.Aufl., zit.: Verfasser in Koller/Kindler/Roth/Drüen, HGB, 9.Aufl. 2019, §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Nestler, Anke. 2014. Wertfindung bei Sacheinlagen, GWR 2014, 121 ff., zit.: Nestler, GWR 2014, S. Nestler, Anke. 2014. Wertfindung bei Sacheinlagen, GWR 2014, 121 ff., zit.: Nestler, GWR 2014, S.
Zurück zum Zitat Preißer, Michael, und Maximilian Preißer. 2011. Negativer Geschäftswert beim Asset Deal – Handelsrechtliche Überlegungen unter Einbeziehung der Steuersituation der Beteiligten, DStR 2011, 133 ff., zit.: Preißer und Preißer, DStR 2011, S. Preißer, Michael, und Maximilian Preißer. 2011. Negativer Geschäftswert beim Asset Deal – Handelsrechtliche Überlegungen unter Einbeziehung der Steuersituation der Beteiligten, DStR 2011, 133 ff., zit.: Preißer und Preißer, DStR 2011, S.
Zurück zum Zitat Schülke, Thilo. 2010. Zur Aktivierbarkeit selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, DStR 2010, 992 ff., zit.: Schülke, DStR 2010, S. Schülke, Thilo. 2010. Zur Aktivierbarkeit selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, DStR 2010, 992 ff., zit.: Schülke, DStR 2010, S.
Zurück zum Zitat Schulze, Reiner. 2019. (Schriftleitung), Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., zit.: Verfasser in Schulze, Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., §, Rdnr. Schulze, Reiner. 2019. (Schriftleitung), Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., zit.: Verfasser in Schulze, Bürgerliches Gesetzbuch, 10. Aufl., §, Rdnr.
Zurück zum Zitat Schumacher, Andreas. 1997. Optionsgeschäfte im Betriebsvermögen und Realisationsprinzip – Anmerkungen zur Verfügung der OFD Köln vom 11.03.1997, DStR 1997, 1236 ff., zit.: Schumacher, DStR 1997, S. Schumacher, Andreas. 1997. Optionsgeschäfte im Betriebsvermögen und Realisationsprinzip – Anmerkungen zur Verfügung der OFD Köln vom 11.03.1997, DStR 1997, 1236 ff., zit.: Schumacher, DStR 1997, S.
Zurück zum Zitat Weitnauer, Wolfgang. 2019. Handbuch Venture Capital, 6. Aufl., zit.: Verfasser in Weitnauer, Handbuch Venture Capital, 6. Aufl., Rdnr. Weitnauer, Wolfgang. 2019. Handbuch Venture Capital, 6. Aufl., zit.: Verfasser in Weitnauer, Handbuch Venture Capital, 6. Aufl., Rdnr.
Metadaten
Titel
Wesentliche Grundlagen kaufmännischer Rechnungslegung (II): Grundsätzliches zum Ansatz und zur Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten
verfasst von
Nicolai Schädel
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34607-2_3

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