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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In den postindustriellen Gesellschaften des Westens vollzieht sich eine weitreichende Veränderung und Erweiterung politischer Beteiligungsformen. Die schon 1979 konstatierte „participatory revolution“ (Kaase/Marsh 1979) hat sich zu einem Demokratisierungsprozess verstetigt, der von einer tieferliegenden gesellschaftlichen Modernisierungsdynamik gespeist wird. 1 Der ins Zentrum rückende Wunsch nach individueller Selbstbestimmung zieht im Bereich des Politischen die Forderung nach direkterer und über Wahlen hinausgehender Beteiligung an Entscheidungen nach sich (Bowler/Donovan l998;2002a; Dalton/Bürklin/ Drummond 2001). Wenngleich Verallgemeinerungen auf dieser Stufe nur begrenzten Aussagewert haben, lässt sich auf der Ebene der Einstellungen ein gestiegenes Interesse an Politik nachweisen (Dalton 2000a; Dalton/Wattenberg 2000: 57; Topf 1995b), auf der Ebene der Verhaltensweisen eine Ausweitung der Handlungsrepertoires (Inglehart 1997; Nords 1999; Norris 2002: Kap. 10; Verba /Schlozman/Brady 1995) und auf der Ebene der Institutionen eine Steigerung von Beteiligungsmöglichkeiten (Dalton/Scarrow/Cain 2003a).2 Diese von Dahl (1989) als „dritte Transformation“ der Demokratie angekündigte Entwicklung drängt über das bekannte repräsentativ-parlamentarische Institutionensystem 3 hinaus. 4
Lutz Hager

2. Eine Wachstumstheorie der Demokratie

Zusammenfassung
Demokratietheorie hat mit Partizipation als hervorstechendem Merkmal von Demokratie zu beginnen. 32 Damit ist jedoch noch nicht geklärt, was Partizipation für eine Theorie der Demokratie heißt — und umgekehrt. Partizipation hat sowohl eine moralphilosophische wie auch eine sozialtheoretische Konnotation, die gleichermaßen zu berücksichtigen sind. Im Begriff der Demokratie gewinnt diese Zweideutigkeit nicht nur eine politikwissenschaftliche, sondern auch eine politische Dimension: Demokratie bezieht sich nicht allein auf ein Ideal, sondern wird als Bezeichnung auch von realexistierenden politischen Systemen beansprucht. 33 Demokratie ist ein umkämpfter Begriff (vgl. Buchstein/Jörke 2003) — und dies schlägt auf Partizipation zurück. Aus diesem Dreieck konkurrierender Auslegungen hat Demokratietheorie eine normativ anspruchsvolle und wissenschaftlich nutzbare Interpretation herauszuarbeiten.
Lutz Hager

3. Mobilisierungsbilanz von Umweltschutzinitiativen in Kalifornien

Zusammenfassung
Im folgenden werden die Rahmenbedingungen kalifornischer Politik und des Initiativverfahrens, denen sich citizen groups stellen müssen, knapp geschildert.
Lutz Hager

4. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
„Democracy means many things to many people“ (Shapiro/Hacker-Cordón 1999: 1 ) — aber das ist noch nicht einmal das Hauptproblem bei der Bestimmung des Demokratiebegriffs. Erschwerend ist, dass die Vielstimmigkeit der Definitionsversuche einer Vielzahl normativer Erwartungen Rechnung trägt — „democrats expect much of democracy“ (ebd.). Je mehr der Demokratiebegriff die Tendenz entwickelte, „synonym mit allem Guten, Schönen und Wahren in der Gesellschaft gesetzt zu werden“ (von Beyme 2000: 234), desto schwieriger wird es, ihn der „üblichen[n] Gedankenlosigkeit des vulgär-politischen Sprachgebrauchs“, die ihn „zu einer keinen bestimmten Sinn mehr beanspruchenden, konventionellen Phrase degradiert“ zu entreißen (Kelsen 1929: 1).
Lutz Hager

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