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Über dieses Buch

Die Pädagogische Hochschule und die Gebietskrankenkasse Oberösterreich als maßgebliche Akteurinnen des Bildungs- und des Gesundheitswesens entwickeln im Rahmen einer Veranstaltungsreihe gemeinsam mit prominenten Experten ein Steuerungsverständnis für Systeme der Governance und präsentieren Lösungsvorschläge für die Organisationsentwicklung. Die Auftaktveranstaltung, mit dem Soziologen und Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und Management Dirk Baecker, untersuchte die zeitgenössische Systemtheorie auf ihre aktuelle Bedeutung für das Bildungs- und das Gesundheitssystem. Die zweite Veranstaltung mit dem prominenten Konfliktforscher und Berater in Friedensprozessen Friedrich Glasl rückte Fragen der Diversität in Systemen sowie den Nutzen der sich daraus ergebenden Kooperations- und Konfliktpotenziale in den Fokus.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Führung im System der Governance

Eine Übung
Jeder Arbeit mit dem Systembegriff fällt es schwer, das Missverständnis zu vermeiden, Systeme seien Dinge, die man draußen in der Welt vorfindet. Tatsächlich hat noch niemand ein System gesehen, es sei denn als Formel oder Grafik oder Diagramm auf einem Blatt Papier. Der Systembegriff ist ein Begriff eines Beobachters, der mit seiner Hilfe bestimmte Vorkommnisse in der Welt zählt, ordnet und so aufeinander bezieht.
Dirk Baecker

Gedanken über die Governance im System der Pädagogischen Hochschulen

„Jeder Arbeit mit dem Systembegriff fällt es schwer, das Missverständnis zu vermeiden, Systeme seien Dinge, die man draußen in der Welt vorfindet. […] Der Systembegriff ist ein Begriff eines Beobachters […]. Wer von einem System spricht, sollte daher immer den Beobachter benennen, für den ein System ist, was es ist.“ – Mit dieser Überlegung beginnt Dirk Baecker seine Ausführungen über „Führung im System der Governance“.
Paul Reinbacher

Die Gesundheitsreform 2012 in Österreich im Spiegel politischer Steuerungsinstrumente

Sachpolitik im Umfeld moderner politischer Steuerungslogiken weist einen oft widersprüchlichen Charakter auf. Einerseits gilt es, rasche Entscheidungen in einem zunehmend unübersichtlich werdenden Netzwerk unterschiedlicher Stakeholder zu treffen. Andererseits ist die Berücksichtigung gesellschaftlicher Interessen und Erwartungen zentral für Legitimation und Implementierung solcher Entscheidungen. Hierarchisches Command-and-Control wird dabei nach und nach ersetzt durch strukturell dezentriertes Regieren, ausgedrückt im Begriff des „networked Governance”. Das Management dieser Unübersichtlichkeit und der Verlust hierarchischer Steuerungsmöglichkeiten im Konzert multipler und oft instabiler Netzwerke ist seit vielen Jahren eine der zentralen Herausforderungen für Politik.
Wolfgang Hable, Andrea Wesenauer

Dirk Baecker über „Führung“

DB: Reicht das nicht? Na ja, ich koche gerne für die Familie, ich gehe gerne spazieren. Überhaupt bewege ich mich gerne zu Fuß, auch um – wie heute nach langer Zeit einmal wieder in Linz – ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Und ich versuche, mich außerhalb der Universität auf möglichst wenige Termine einzulassen, um immer wieder Zeit für ein Nachdenken zu haben, das auf nichts festgelegt ist.
Josef Oberneder

Konflikte im Umgang mit Diversität

Seit etwa hundertfünfzig Jahren finden in Europa radikale gesellschaftliche Veränderungen statt. Anstelle der Jahrhunderte währenden Stabilität von Herrschaftsstrukturen herrscht seither die Dynamik turbulenten Wandels vor, wodurch die nächste Zukunft unberechenbar geworden ist. Während früher Erfahrungen aus der Vergangenheit an die Jungen weitergegeben werden konnten, müssen wir jetzt – wie Claus Otto Scharmer betont – aus der Zukunft und für die Zukunft lernen (Scharmer 2009).
Friedrich Glasl

Vielfalt als Erfolgspotenzial

Die oberösterreichische Gebietskrankenkasse am Weg zum „Whole Brain Thinking®“
Das Arbeitsumfeld der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (in Folge OÖGKK) ist in den letzten Jahren durch verstärkt veränderte gesundheits-, sozialpolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Trends, wie zum Beispiel die Digitalisierung, der demografische Wandel, die zunehmende Globalisierung und Urbanisierung, die Individualisierung sowie ein Wandel der Wertvorstellungen in Richtung flexiblere Arbeits- und Lebensmodelle, verändern kontinuierlich das Unternehmensumfeld. Aufgrund neuer Wertesysteme, unterschiedlicher Ansichten und Bedürfnissen steigt auch die Vielfalt der Mitarbeiter/innen, Kundinnen/Kunden und Vertragspartner (z. B. Vertragsärztinnen und -ärzte) in der OÖGKK.
Stefanie Karner

Überlegungen zum Konflikt im Kern der Pädagogischen Hochschulen

„Funktionale Diversität ist mit jeder Arbeitsteilung gegeben, das bringt Sinn und Zweck einer Organisation nun einmal unausweichlich mit sich.“ – So stellt Friedrich Glasl gleich am Beginn seiner Ausführungen über „Konflikte im Umgang mit Diversität“ fest. Und in der Tat kann dies spätestens seit Emile Durkheim und seiner klassischen Studie „Über soziale Arbeitsteilung“ (Durkheim 1992 [1893]) als etablierte Einsicht in den Sozialwissenschaften gelten; und zwar nicht zuletzt angesichts der noch viel grundlegenderen Frage, wie im Lichte all dessen die Integration eines Gesamtsystems, also insbesondere der Gesellschaft, aber beispielsweise auch einer Organisation, gewährleistet werden kann. In zunehmendem Maße, so meinen E. Durkheim und F. Glasl gleichermaßen, beruht der zeitgenössische Zusammenhalt in sozialen Systemen dabei auf „organischer“ anstelle von „mechanischer“ Solidarität (vgl. in Anlehnung an Spencer-Brown 2008 [1969]).
Paul Reinbacher

Friedrich Glasl und Josef Oberneder über „Konflikte“

MR: Was ich schon immer einmal einen Konfliktforscher fragen wollte: Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig geärgert?
Markus Rohrhofer
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