WZL startet EU-Projekt für langlebigere Windgetriebe
- 26.01.2026
- Windenergie
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Materialbedingte Fehlstellen gelten als Hauptursache moderner Verzahnungsschäden. Ein vom Aachener Werkzeugmaschinenlabor koordiniertes Projekt will diese systematisch erfassen und bewerten.
Präzisionsprüfung an einem Getriebebauteil: Im EU-Projekt Winclusion entwickeln das WZL und Industriepartner neue Methoden, um die Lebensdauer von Windkraftgetrieben verlässlicher vorherzusagen.
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Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen hat das EU-geförderte Forschungsprojekt Winclusion gestartet. Gemeinsam mit Industriepartnern entwickelt das Konsortium Methoden zur verbesserten Lebensdauervorhersage von Windkraftgetrieben. Im Fokus stehen materialbedingte Fehlstellen in Zahnrädern, die wegen der steigenden Leistungsdichte moderner Windgetriebe zunehmend als Auslöser von Verzahnungsschäden gelten.
Kern des Projekts ist die Entwicklung einer Methodik zur unsicherheitsbasierten Bestimmung der Fehlstellenverteilung entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Die gewonnenen Daten fließen in Simulationsmodelle ein, um probabilistische Lebensdauervorhersagen für Zahnräder im Betrieb abzuleiten. So sollen ungeplante Stillstände von Windenergieanlagen reduziert und die Zuverlässigkeit von Windgetrieben erhöht werden.
Das auf 42 Monate angelegte Projekt wird vom WZL koordiniert und von der Europäischen Union gefördert. Beteiligt sind die Stahlhersteller Sidenor (Spanien) und Ovako (Schweden), der Ultraschallprüftechnik-Spezialist Karl Deutsch Prüf- und Messgerätebau sowie der Getriebehersteller Flender. Das Konsortium deckt somit die gesamte Prozesskette von der Stahlherstellung über die Werkstoffprüfung bis zur Getriebefertigung ab.