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Über dieses Buch

Dieses Buch stellt ein neues Führungsmodell vor, das den aktuellen Herausforderungen der Polizeiarbeit bestmöglich gerecht werden soll. Die Autoren hinterfragen, ob das derzeit gültige Kooperative Führungssystem (KFS) der Polizei noch zeitgemäß ist. Zudem stellen sie mit dem „Transformationalen Personalführungsmodell“ ein neues Führungskonzept vor und loten dessen Chancen in der Polizei aus.

Dieses Führungsmodell muss zwei Aspekten gerecht werden: Einerseits muss es theoretisch fundiert sein und einer empirischen Überprüfung standhalten. Andererseits muss es im besonderen Maße die alltäglichen Probleme der Polizei – wie beispielsweise der potenziell hohe Anteil innerlich Gekündigter und die relativ niedrige Gesundheitsquote – aufgreifen und dafür Lösungsansätze bieten.

Die Autoren ermöglichen mit diesem Buch allen am Führungsprozess Beteiligten ein besseres Verständnis für Führung und Raum zur Selbstreflexion.

Aus dem Inhalt

Transformationale Führung und das Full Range of Leadership ModelDie führungsspezifischen Besonderheiten der PolizeiStärken und Schwächen des Kooperativen Führungssystems Studien zur Wirksamkeit transformationaler Führung Die Führungskraft im Transformationales Personalführungsmodell: Handlungsfelder und Verhaltensweisen in der Führungspraxis

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Das vorliegende Buch befasst sich mit der Beantwortung der Frage, ob das Konzept der transformationalen Führung in der Diktion nach Bernard M. Bass eine Chance auf ein neues und modernes Führungsverständnis in der Polizei darstellt. Dazu werden einleitend die Thematik Führung und transformationale Führung (Kap. 2) sowie die Organisation Polizei in Deutschland (Kap. 3) dargestellt. Anschließend wird in Kap. 4 der aktuelle Forschungsstand zur Wirksamkeit transformationaler Führung referiert, bevor in Kap. 5 diskutiert wird, ob das Konzept der transformationalen Führung dem Anforderungsprofil an ein modernes Führungsverständnis in der Polizei entspricht. In Kap. 6 werden die daraus resultierenden Erkenntnisse in ein eigenes Führungsmodell – das Transformationale Personalführungsmodell der Polizei (TPFM) – überführt.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 2. Personalführung und transformationale Führung

Zusammenfassung
Führung ist ein universelles, zu allen Zeiten und in allen menschlichen Gesellschaften beobachtbares soziales Phänomen, welches seit Langem – aufgrund der hohen Bedeutung, welche der Personalführung bei der Erreichung der Organisationsziele beigemessen wird – aus der Perspektive verschiedener Wissenschaften intensiv beforscht wird. In diesem Kontext wird die transformationale Führung in der Diktion nach Bernard M. Bass, welche als einflussreiches Konstrukt des new leadership paradigm gilt, detaillierter dargestellt. In diesem Zusammenhang werden ferner das Full Range of Leadership Model sowie der Augmentationseffekt näher erläutert. Abschließend wird dieses Kapitel mit Ausführungen zur Messbarkeit sowie Lehr- und Lernbarkeit transformationaler Führung abgeschlossen.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 3. Die Polizei in Deutschland

Zusammenfassung
Die Polizei in Deutschland grenzt sich sowohl von anderen Organisationen und Unternehmen in Deutschland als auch von Polizeien anderer Nationalstaaten ab. Um das spezifische Berufsfeld der Polizei zu skizzieren, werden zunächst die Organisation der Polizei sowie deren führungsspezifische Besonderheiten beschrieben. Anknüpfend daran wird das derzeit offizielle und gültige Führungsverständnis der Polizei, das Kooperative Führungssystem (KFS), dargestellt und kritisch gewürdigt. Des Weiteren erfolgt eine prägnante Darstellung des aktuellen Diskurses um die Weiterentwicklung des Kooperativen Führungssystems. Abschließend werden in diesem Zusammenhang die gegenwärtig vorhandenen Projekte der Neukonzeption einer polizeilichen Führungslehre – das Kooperative Führungssystem 2.0 sowie das Polizeiliche Führungs-Modell – skizziert.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 4. Empirischer Forschungsstand zu transformationaler Führung

Zusammenfassung
Seit den ersten theoretischen Entwicklungsschritten des Konzepts der transformationalen Führung/des Full Range of Leadership Model wurde diesbezüglich viel Forschung betrieben. Hinsichtlich der Hauptforschungsrichtung ist ersichtlich, dass sich die meisten Forschungsarbeiten mit der Wirkung transformationaler Führung auf unterschiedliche subjektive und objektive Führungserfolgskriterien befassen. In den nachfolgend vorgestellten Forschungsarbeiten werden sowohl allgemeine als auch polizeispezifische empirische Befunde hinsichtlich der Wirkung transformationaler Führung auf unterschiedliche Führungserfolgskriterien zusammengefasst. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass diesbezüglich relativ wenige Studien aus dem polizeilichen Kontext vorliegen, die vorhandenen Studien jedoch durchaus aussagekräftig sind. Abschließend werden empirische Erkenntnisse hinsichtlich der Lehr- und Lernbarkeit von transformationaler Führung referiert.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 5. Transformationale Führung als neues Führungsverständnis in der Polizei

Zusammenfassung
Im Kontext der allgemein anzunehmenden Wirksamkeit transformationaler Führung stellt sich die Frage, ob das Konzept der transformationalen Führung, respektive das Full Range of Leadership Model, überhaupt eine Chance auf ein neues und modernes Führungsverständnis in der Polizei darstellt. Vor dem Hintergrund dieser Frage wird das von Neidhardt (2017) skizzierte Anforderungsprofil an eine neue Führungskonzeption in der Polizei aufgegriffen, weiter erläutert und ergänzt. In einem nächsten Schritt wird kritisch diskutiert, ob das Full Range of Leadership Model diesem ergänzten und erweiterten Anforderungsprofil entspricht. Abschließend wird der festgestellte Anpassungsbedarf des Full Range of Leadership Model überblicksartig skizziert.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 6. Transformationales Personalführungsmodell der Polizei (TPFM)

Zusammenfassung
Der Abgleich des Full Range of Leadership Model mit dem zuvor skizzierten Anforderungsprofil zeigte grundsätzlich auf, dass dieses ein geeignetes und modernes Führungskonzept für die deutsche Polizei darstellt und dieser die Möglichkeit bietet, eine leistungsfähige Organisation mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitern zu sein. In diesem Zusammenhang wurde jedoch auch deutlich, dass eine „1:1“-Übernahme nicht sinnvoll erscheint, da es sich bei dem Full Range of Leadership Model um ein theoretisches und unspezifisches Führungskonzept handelt. Vor diesem Hintergrund wird das auf die Polizei angepasste und erweiterte Full Range of Leadership Model dargestellt, welches als Transformationales Personalführungsmodell der Polizei (TPFM) bezeichnet wird.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna

Kapitel 7. Ausblick

Zusammenfassung
Dem Phänomen Führung wird in der Polizei ein hoher Stellenwert beigemessen. Betrachtet man dieses Phänomen genauer, wird deutlich, dass insbesondere Führungskräften eine hohe Bedeutung zukommt, da sie mit ihrem Handeln und Verhalten unter anderem die Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter, das Betriebsklima und nicht zuletzt die Ergebnisqualität der Polizei insgesamt beeinflussen. Das vorgestellte Transformationale Personalführungsmodell der Polizei soll einen Beitrag dazu leisten, wirksam in der Polizei zu führen. Es stellt ein normatives Führungsmodell dar, welches auf den theoretischen Überlegungen zum Full Range of Leadership Model beruht und durch empirische Erkenntnisse der allgemeinen und teils polizeispezifischen Führungsforschung begründet zu sein scheint. In diesem Kontext wird jedoch ein hoher Forschungsbedarf deutlich, da sich bisher nur wenige Forschungsarbeiten mit der transformationalen Führung in der deutschen Polizei auseinandergesetzt haben.
Karl-Heinz Fittkau, Phil Heyna
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