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Über dieses Buch

Dieser Open-Access-Sammelband vereint strukturierte Erfahrungsberichte und Reflexionen von Hochschullehrenden und Studierenden in der pluralen, sozioökonomischen Hochschulbildung. Neben der konkreten Inspiration, die diese Beiträge für andere Lehrende darstellen sollen, werden mit diesem Band erste Bausteine für eine plurale, sozioökonomische Hochschuldidaktik entwickelt. Sie verfolgt das Ziel, die Reflexion der gesellschaftlichen Bedingungen und die soziale Einbettung von ökonomischen Fragestellungen zum integralen Bestandteil eines jeden wirtschaftsbezogenen Studiums zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

Wirtschaft neu lehren – eine Einleitung

Zusammenfassung
Der vorliegende Sammelband unternimmt in einer Zusammenführung von didaktisch reflektierten Erfahrungsberichten erste Schritte in Richtung einer pluralen, sozioökonomischen Hochschullehre. In der Einleitung führen die Herausgebenden die zentralen Begründungskontexte für dieses Vorhaben zusammen: die evidenzbasierte Problematisierung standardökonomischer Hochschullehre steht dabei studentischen Forderungen und konkreten Alternativen gegenüber, die von ökonomischen Fachwissenschaftler*innen und Fachdidaktiker*innen gleichermaßen entwickelt wurden. Die Vorstellung und Einordnung aller 18 im Band versammelten Beiträge beschließt die Einleitung.
Lukas Bäuerle, Harald Hantke, Lisa-Marie Schröder, Janina Urban

Open Access

In Wirklichkeit können wir neue sozioökonomische Realitäten imaginieren (lernen)

Ein essayistisches Vorwort
Zusammenfassung
Menschen sind kreative und sinnsuchende Wesen. Wir lieben es, zu lernen, Rätsel zu lösen und Neues zu gestalten. Wir suchen nach Verständigung und Verständnis. Wir sind erzählende und reflektierende Wesen, die in einer Welt der Geschichten leben. Und diese Geschichten lernen wir natürlich durch unser soziales Umfeld und in unseren Bildungsinstitutionen. Sie wirken auf mindestens drei Ebenen: Als Individuum entwickelt jeder Mensch eine persönliche Sicht auf die Dinge, anhand derer wir Urteile und Entscheidungen treffen. Als soziale Wesen verwenden wir normative Kodizes und einen kanonisierten Alltagsverstand, um diese Entscheidungen gegenüber anderen zu vertreten und sich in Beziehung zu ihnen zu setzen. Im politischen Raum schließlich herrschen die großen gesellschaftlichen Erzählungen und Paradigmen, die als Referenzrahmen für angemessenes oder auch rationales Handeln gelten und damit auch das Gefühl einer Schicksalsgemeinschaft kreieren. Daher wirken die Geschichten auf den drei Ebenen auch immer aufeinander ein. Und der gigantische Entwicklungsfortschritt der Spezies Mensch liegt nicht zuletzt genau darin begründet, dass dadurch koordinierte Routinen, ausdifferenzierte Arbeitsteilung, komplexe Institutionen und bahnbrechende Innovationen über eine erzählerische Begründung ihrer Sinnhaftigkeit funktionieren. Allein deshalb kann die Bedeutung des Hinterfragens und Neuausrichtens der vielleicht zentralen Geschichte des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts gar nicht überschätzt werden: die Gesellschaft des (grenzenlosen) monetären Wachstums.
Maja Göpel

Open Access

Lehre im Interesse der Studierenden: Selbstverständnis, Prinzipien und Praktiken einer bildungswirksamen Hochschullehre

Zusammenfassung
Ausgehend von einer Problematisierung der Fremdbestimmung, gegen die die in der Pluralen Ökonomik engagierten Studierenden und Lehrenden der Volkswirtschaftslehre protestieren, widmet sich der Beitrag der Frage, wie Hochschullehre adressatinnen- und adressatenorientiert gestaltet werden kann. Das hochschuldidaktische Fundament einer Lehre im Interesse der Studierenden wird aus der Bildungstheorie und dem Universitätskonzept Wilhelm von Humboldts entwickelt und anhand von Umsetzungsbeispielen konkretisiert. Weitergehende Prinzipien speziell für die sozioökonomische Hochschullehre werden unter Bezugnahme auf etablierte Grundsätze der allgemeinen Didaktik sowie der Didaktik für sozialwissenschaftliche Unterrichtsfächer formuliert. Ein zentrales Ergebnis dabei ist, dass der politische Charakter von Wirtschaft und den mit ihr befassten Sozialwissenschaften nachvollzogen werden muss, um Studierenden eine bildungswirksame Auseinandersetzung mit Ökonomie und Ökonomik zu ermöglichen.
Moritz Peter Haarmann

Open Access

Plurale Einführung in die VWL? Zu den Gestaltungsmöglichkeiten pluraler Einführungsveranstaltungen

Zusammenfassung
Mit dem Verweis auf einen umfangreichen Kanon wirtschaftswissenschaftlichen Wissens wird seitens etablierter Fachvertreterinnen und -vertreter der (Standard-)Ökonomik häufig argumentiert, dass dieser keinen Raum lasse, um Perspektiven der Pluralen Ökonomik in entsprechende Lehrveranstaltungen zu integrieren. Dagegen lässt sich anführen, dass z. B. Einführungslehrbücher der VWL mehrere 100 Seiten umfassen und der dort präsentierte Inhalt daher bereits aus praktischen Gründen für die Lehre reduziert werden muss. Vor diesem Hintergrund und basierend auf Erfahrungen mit einer Einführungsveranstaltung in die VWL werden im vorliegenden Beitrag Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert, die auch in bestehenden Curricula genutzt werden können, um den Lehrveranstaltungen zur Ökonomik eine kritische Perspektive im Sinne der Pluralen Ökonomik zu ermöglichen.
Sebastian Thieme

Open Access

„Warum sagt einem das niemand?“ Pluralität und Reflexivität für die schulische (sozio-)ökonomische Bildung

Zusammenfassung
Analog zur Bezugswissenschaft Ökonomik stellt sich auch in der universitären (sozio-)ökonomischen Lehrerbildung die Frage einer gelingenden Umsetzung und Etablierung von pluraler Ökonomik und epistemologischer Reflexion. Denn wenn angehende Lehrerinnen und Lehrer im Studium eine maßgeblich einseitige ökonomische Bildung erfahren, ihnen Alternativen im Denken und Handeln über Ökonomie vorenthalten werden, wie können diese dann Schülerinnen und Schüler befähigen, zentrale Probleme (Klimakrise, Ungleichheiten) multiperspektivisch zu befragen und anzugehen? Dieses Problem wird in meinem Beitrag einerseits vertieft, andererseits werden anhand eines fachdidaktischen Seminars in einem Bachelor-Studiengang konkrete Lösungsansätze für die Hochschullehre aufgezeigt. Dieses Seminar verfolgte das Ziel, Pluralität sowie Reflexivität zu den obersten Prämissen der fachwissenschaftlichen sowie fachdidaktischen Auseinandersetzung zu machen.
Marcel Beyer

Open Access

Teaching Feminist Economics. Conceptual Notes and Practical Advice for Teaching a Subject in the Making

Abstract
Teaching feminist economics is a relatively new didactical project posing questions of content and methodology for instructors. The article proposes three possible topics with regard to the changing nature of the emergent research field: introducing feminist economics as a mode of questioning, showing its historicity and spectrum, and asking the question of a unifying paradigm. Complementarily, the article identifies teaching methodologies and aspects to consider for teaching according to feminist economics’ theoretical insights. This includes the role of experiences, the need for instructors to change perspectives, and the idea of caring and holding as starting points for a feminist pedagogy.
Anna Saave

Open Access

Plurale Lehre in den Wirtschaftswissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen

Zusammenfassung
In diesem Beitrag zeigen wir auf, welche Entwicklungen in der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre an der Universität Göttingen 2007 zur Gründung einer Hochschulgruppe führten und wie diese die Lehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät um eine pluralistische Perspektive ergänzt hat. Im Zuge dessen werden wesentliche Defizite der Lehrsituation aufgezeigt, das Kooperationsverhältnis mit der Fakultät erörtert und die gruppeninternen Prozesse, die der studentisch gestalteten Lehre zugrunde liegen, diskutiert. Wir legen am Beispiel von studentisch organisierten Seminaren und Ringvorlesungen dar, unter welchen Bedingungen pluralistische Lehre einen Beitrag leisten kann, die Mängel in der Lehre zu beseitigen und wie dies auf die Hochschulgruppe und die Fakultät zurückwirkt..
Anne Berner, Franziska Dorn, Christian Ochsner, Alexander Silbersdorff, Lukas Wolfinger

Open Access

Low-Profit im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele

Zusammenfassung
An der Leuphana Universität Lüneburg findet jedes Jahr das Leuphana-Semester statt, das alle Studierende im ersten Semester durchlaufen, bevor sie im zweiten Semester ins Fachstudium starten. Die Studierenden sollen in Projektseminaren wissenschaftliche Methoden kennen lernen und einüben, an konkreten gesellschaftlichen Problemen erproben und interdisziplinäre Lösungswege aufzeigen. Im Wintersemester 2018/2019 wurde erstmals ein Projektseminar zum Thema Low-Profit angeboten. Dabei wurde die Lehrmethode Forschendes Lernen angewendet, bei der die Studierenden gefordert waren, das Thema Low-Profit mit den sustainable development goals (SDG) zu verbinden, dazu eine relevante Forschungsfrage zu formulieren und in Gruppenarbeit einen gemeinsamen Projektbericht zu erstellen.
Christian Fahrbach, Annika Weiser

Open Access

Using Academic Travel to Teach Sustainable Economic Development

Abstract
Sustainable Development has become dominant in policy debates in the last two decades. Standard models in neoclassical economics as taught in undergraduate classes fail to capture the complex relationships between the economy and the environment. This creates a major gap in students’ understanding of sustainable development. We make the case that innovative teaching technique will allow students to better grasp this complex relationship. We examine the integration of academic travel into the economics curriculum as a tool to expose students to important aspects of sustainable development and allow them to gain a more meaningful insight into the subject.
Poulomi Dasgupta

Open Access

„Uni auf den Acker!“ – eine weltzugewandte ökonomische Bildung auf Exkursion

Zusammenfassung
In Zeiten multipler sozialer, ökologischer und ökonomischer Krisen sieht sich die Ökonomie, insbesondere aber die ökonomische Bildung durch die studentische Kritik an ihrer Weltfremdheit, Abstraktheit und ethischen Unschärfe zur Verantwortung gerufen. Im vorliegenden Beitrag berichten die Autorinnen von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung einer dezidiert weltzugewandten ökonomischen Bildung. Diese rückt den Kontext wirtschaftlichen Denkens und Handelns auf der einen und das erkennende und sich bildende Subjekt auf der anderen Seite in den Mittelpunkt des Bildungsgeschehens. Am Beispiel der einwöchigen Exkursion von Ökonomiestudierenden der Cusanus Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in das landwirtschaftliche Ensemble von Rothenklempenow legen die Autorinnen die didaktische Umsetzung dieses Bildungsanliegens dar.
Johanna Hopp, Theresa Steffestun

Open Access

Lebensentwürfe im Spannungsfeld von Ökonomisierung, Selbstverwirklichung und unternehmerischer Nachhaltigkeit

Zusammenfassung
Im Zentrum des Beitrags steht das dreiteilige Lehrkonzept des titelgebenden Seminars. In einem ersten Reflexionsblock leisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überwiegend biographisch orientierte Reflexionen. Die dabei subjektiv formulierten Lebensentwürfe werden im zweiten Block durch Filmvorführungen und -diskussionen kontrastiert. Im Rahmen eines dritten Referatsblocks vertiefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre bisherigen Überlegungen vor dem Hintergrund eines aktuell diskutierten Themas der Wirtschaftswissenschaft. Das Seminar zeichnet sich über diese drei Elemente hinweg durch seinen kritisch-emanzipatorischen Modus und eine ausgeprägte Lebensweltorientierung aus.
Tim Thrun, Marc Casper, Maximilian Schormair

Open Access

Gestaltungsorientiert forschen lernen mit design thinking – Erläutert am Beispiel des Umgangs mit dem Lernfeldparadoxon der wirtschaftsberuflichen Bildung

Zusammenfassung
(Zukünftige) Lehrerinnen und Lehrer der wirtschaftsberuflichen Bildung sind mit dem so zu bezeichnenden Lernfeldparadoxon konfrontiert. So setzt sich der Lernfeldansatz als Curriculum der beruflichen Bildung aus folgenden zwei Perspektiven zusammen, die sich zu widersprechen scheinen: Dem im Lernfeld-Konzept formulierten (Bildungs-)Anspruch an eine nachhaltigkeitsorientierte wirtschaftsberufliche Bildung und dem in den Lernfeld-Vorgaben formulierten (Qualifikations-)Anspruch an eine wirtschaftsberufliche Bildung, die sich an betrieblichen Situationen orientiert. Der Lernfeld-Ansatz stellt (zukünftige) Lehrerinnen und Lehrer somit vor die Herausforderung, sowohl der Perspektive des Lernfeld-Konzepts als auch der Perspektive der Lernfeld-Vorgaben nachzukommen. Mit dieser Herausforderung setzen sich zukünftige Lehrkräfte in ihrem Bachelorstudium „Wirtschaftspädagogik“ an der Leuphana Universität Lüneburg in einem gestaltungsorientierten Lern-Forschungs-Prozess auseinander. In diesem Beitrag werden konzeptionell-theoretische Einblicke in diesen Prozess gegeben, indem design thinking als gestaltungsorientierter Lern-Forschungs-Prozess rekonzeptionalisiert und am Beispiel eines Seminarkonzepts konkretisiert wird.
Harald Hantke

Open Access

Was ist Ökonomie? Das Interdisziplinäre Studentische Kolloquium (ISK) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Zusammenfassung
Das Interdisziplinäre Studentische Kolloquium (ISK) ist ein seit 2013 an der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindendes wöchentliches Format zur kritischen Diskussion von Ökonomietheorien und anderen wissenschaftlichen Ansätzen, die sich mit ökonomischen Fragen auseinandersetzen. Das ISK verfolgt dabei drei Ziele: 1) VWL stärker als politische Ökonomie zu verstehen, 2) interdisziplinäre Zugänge zu fördern und 3) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu empowern. Für die Umsetzung dieser Ziele haben sich eine offene und inklusive Atmosphäre als ebenso förderlich erwiesen wie der Ansatz des selbstbestimmten und autodidaktischen Lernens. Die dauerhafte Schaffung eines Diskussions- und Reflexionsraums nach geisteswissenschaftlichem Vorbild führte unter anderem zu weiteren studentischen Seminaren und einigen veröffentlichten Texten.
Anja Breljak, Felix Kersting, Klaas Miersch, Timo Stieglitz, Iris Wohnsiedler

Open Access

Interdisziplinäre Problemlösung konkret (IPK): Eine Methode für die sozioökonomische Hochschulbildung

Zusammenfassung
Die Bürgerinnen und Bürger werden gegenwärtig mit zahlreichen gesellschaftspolitischen Problemstellungen konfrontiert, die mit einer rein ökonomischen, politischen oder soziologischen Sichtweise nicht zufriedenstellend zu betrachten sind. Der Beitrag stellt auf Basis dessen die Notwendigkeit eines neuen methodischen Settings dar, einer neuen Arbeitsweise, die diese Anforderungen adressiert. Diese Methode, die wir ‚Interdisziplinäre Problemlösung konkret (IPK)‘ nennen, beabsichtigt, Hürden bezüglich der Auseinandersetzung mit sozioökonomischen Themen abzubauen, indem ein inhaltlich wie methodisch ansprechendes, aktivierendes als auch motivierendes Lehr-Lernformat dargeboten wird, das Interdisziplinarität als essenzielles Wissenschaftsprinzip begreift. Ferner soll es Lehrenden wie Lernenden erleichtert werden, die Methode in der Berufspraxis – beispielsweise als angehende Lehrkräfte – einzusetzen, da IPK auf zahlreiche Themen, Fragestellungen wie auch Adressatengruppen angewandt werden kann.
Julia K. Mayer, Lisa-Marie Schröder

Open Access

Das Leipziger Erwägungsseminar. Ein didaktisch reflektierender Erfahrungsbericht

Zusammenfassung
Von 2006 bis 2019 wurde an der Universität Leipzig das sog. Erwägungsseminar angeboten. Das Konzept des Seminares fußt auf der Erwägungsdidaktik der „Forschungsgruppe Erwägungskultur Paderborn“ und wurde Ende der 1980er Jahre entwickelt. Die Grundidee umreißt einen spezifischen erwägungsorientierten Umgang mit Alternativen. Demnach soll das Wissen von Expertinnen und Experten nicht als gesetzt, gesichert, und unumstößlich gelten. Vielmehr geht es darum, Theorien zu hinterfragen, zu vergleichen und einen integrierten und bewahrenden Umgang mit unterschiedlichen Erklärungsansätzen zu praktizieren. Die zentralen Forderungen des Netzwerk Plurale Ökonomik – Selbstkritik, Reflexion und Offenheit in der VWL zu fördern – werden aufgegriffen und stellen meines Erachtens das vorrangige Ziel der Lehrveranstaltung dar.
Lara Boerger

Open Access

Dialogischer Pluralismus als Polit-Talk – Ein Seminarkonzept zur Vermittlung von Diskurskultur und angewandter Pluraler Ökonomik

Zusammenfassung
Dialogische Kommunikation ist von zentraler Bedeutung für die Plurale Ökonomik. Der Beitrag verfolgt das Anliegen, eine ‚gute Diskurskultur‘ als Grundlage Pluraler Ökonomik zu stärken. Vor dem Hintergrund der sozialökologischen Krisen unserer Zeit wird zudem das Ziel einer anwendungsbezogenen, gestaltenden Pluralen Ökonomik erörtert. Das beschriebene innovative Vorgehen stellt einen Versuch dar, beide Aspekte in die Lehre zu integrieren. Zudem wird diskutiert, welche Herausforderungen sich didaktisch ergeben.
Elsa Egerer

Open Access

Poetry-Slams als Impuls für eine subjektiv begründete Reflexion wirtschaftswissenschaftlicher Denk- und Sprachkulturen

Zusammenfassung
Poetry Slams sind nicht nur unterhaltsam, auch machen sie Lyrik – und damit unterschiedliche sprachliche Ebenen – einem breiteren Publikum zugänglich. Doch birgt ihre Erarbeitung und Präsentation im Rahmen des wissenschaftlichen Hochschulstudiums auch das Potenzial, Bildungsprozesse anzustoßen, die Studierenden die Möglichkeit bieten, drängende gesellschaftliche Probleme zu reflektieren, einzuordnen, wissenschaftlich zu erörtern oder gar zu lösen? Oder anders gefragt: Bieten Poetry-Slams Studierenden die Möglichkeit, (sozio-)ökonomische Themen orientierend, reflektierend und verantwortungsvoll in ihrer eigenen Sprache zu erschließen und sich gemeinsam mit anderen intersubjektiv darüber auszutauschen? Einblicke in die Beantwortung dieser Fragen bietet der vorliegende Beitrag, der ein konkretes Lehr-Lern-Arrangement skizziert, durch das Studierende des Masterstudiengangs „Lehramt an berufsbildenden Schulen – Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften“ dazu herausgefordert wurden, eigene Poetry-Slam-Texte zu erarbeiten, präsentieren und reflektieren.
Gabriela Hahn, Harald Hantke, Andreas Fischer

Open Access

Gedeih-Räume sozioökonomischer Hochschullehre. Zur Innenarchitektur einer lebendigen Wirtschaftsdidaktik

Zusammenfassung
Dieser Beitrag ist als Zusammenschau gedacht und widmet sich übergeordneten Fragen dieses Bandes: Welche Menschen und Institutionen betrifft sozioökonomische Hochschullehre? Welche Merkmale und Spannungsfelder kennzeichnen hochschulisches Lernen im Allgemeinen und sozioökonomische Lehre im Besonderen? Aus den vorliegenden Beiträgen wird außerdem das gemeinsame Anliegen lebendigen Lernens identifiziert und nach drei Bestimmungen ausdifferenziert: Nach biographischen, lebensweltlichen Bezügen; nach der sinnlich-ästhetischen Qualität von Lernprozessen und nach der Interaktionsmoral von Lerngruppen. Abschließend werden institutionelle und persönliche Entwicklungslinien einer sozioökonomischen Hochschulbildung aufgezeigt.
Marc Casper

Open Access

Literaturempfehlungen zur Selbsterprobung: Einblicke in Theorie und Praxis der (sozioökonomischen) Hochschullehre in Deutschland

Zusammenfassung
Im vorliegenden Sammelband wurden die Erfahrungen von Lehrenden mit pluralen Lehrinhalten und -formen dargelegt und erörtert. Um die Umsetzung eigener Lehrinnovationen neben der Inspiration durch die hier zusammengeführten Beispiele anzuregen, seien mit diesem Beitrag diverse Lektüreempfehlungen ausgesprochen. Gerade in einem Kontext von stetig wachsenden didaktischen, methodischen und institutionellen Anforderungen und der ungebrochenen Vernachlässigung hochschuldidaktischer Qualifizierungen von Lehrpersonal scheint uns eine solche Hilfestellung angebracht. Im Folgenden werden deshalb Beiträge vorgestellt, die sich bereits mit diesen Herausforderungen, möglichen Bewältigungsstrategien sowie Konzepten zur pluralen, sozioökonomischen (Hochschul-)Bildung auseinandergesetzt haben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Julia K. Mayer, Jan Pranger
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