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Über dieses Buch

Aus der Produktentwicklung heraus werden bereits 70 Prozent der Kosten in den Folgeprozessen festgelegt. Der Entwickler entscheidet in Zukunft in einem Planungsteam gemeinsam mit weiteren Prozeßgestaltern wie Fertigungsplaner, Einkäufer, Controller und Konstrukteur über die Hauptanteile der Kostenstruktur eines produzierenden Unternehmens. Um eine realitätsnahe Bewertung interdisziplinärer Interessen zu gewährleisten, ist hier ein geschlossenes Prozeßkennzahlensystem erforderlich. Das Buch zeigt, wie ein geschlossenes Prozeßkennzahlensystem aufgebaut werden kann. Fallbeispiele zeigen die Auswirkungen der Planungs- und Entwicklungsarbeiten auf die wesentlichen Prozesse der Fertigung. Das Buch enthält Handlungsanleitungen, Checklisten und Algorithmen zur eigenen Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Im Zuge der Überführung funktionaler Ablauforganisationen in effizientere Prozeßorganisationen stoßen produzierende Unternehmen auf vier Schlüsselfragen:
1.
Wie gelingt es, die Güte der Prozeßgestaltung als Erfolg für den Kunden nachzuweisen?
 
2.
Wie können bereichsübergreifende Planungsgruppen gegensätzlich wirkende Ziele zu einem gesamthaften wirtschaftlichen Erfolg führen?
 
3.
Wie löst dieser Erfolgsnachweis ein eigendynamisches und kontinuierliches Verbesserungsverhalten aus?
 
4.
Wie läßt sich auf Basis dieser Erkenntnisse ein Management-Informationssystem zur Bewertung von Strukturverbesserungen im Betrieb entwickeln?
 
Martin Schönheit

2. Welche Prozesse haben den größten Kosteneinfluß?

Zusammenfassung
Die verschärfte Wettbewerbssituation des Produktions-standortes Deutschland wird zur Zeit von einer Vielzahl von Außenfaktoren geprägt. Dazu zählt die hohe Änderungsdynamik im Wertewandel des Endverbrauchers ebenso wie die schnellere Kundenbefriedigung durch den außereuropäischen Wettbewerb.
Martin Schönheit

3. Warum ein Management- Informations-System

Zusammenfassung
Wie schon in den vorangegangenen Rezessionen Anfang der neunziger Jahre begaben sich Management und Wis-senschaft eilig auf die Suche nach Methoden und Modellen zur Lösung der aufkommenden Strukturkrisen bzw. der Probleme innerhalb der Industrieunternehmen. Die Antworten erwartete die deutsche Industrie jedoch von außen. Die sehr erfolgreich agierenden ostasiatischen Wirt- schaftsunternehmen standen Pate für neue Managementmethoden und -strategien. Stichworte für vermeintlich gefundene Allheilformeln sind Kaizen, Kanban, TQM, Kaisha, Lean Production, Business Process Reengineering u. a. m. Erstaunlich wenig Beachtung fanden Ansätze aus den Vereinigten Staaten, die sich mit der Entscheidungstheorie und der Chaos-Theorie befaßten. Während die Ingenieurwissenschaft weiterhin an der Laplace’schen Fiktion festhält „kleine Ursache ⇒ kleine Wirkung“, haben sich bereits Naturwissenschaftler angesichts überraschender Beobachtungen von ihr gelöst [50]. Die Evolutions-, die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik markieren Meilensteine auf dem Weg zu einer erweiterten Betrachtung des Kausalprinzips.
Martin Schönheit

4. Warum ein geschlossenes Prozeßkennzahlensystem?

Zusammenfassung
Die Wirtschaftlichkeit ist und bleibt die entscheidende Kennzahl zur Ausrichtung jedes unternehmerischen Handelns. Zur Charakterisierung der fertigungsspezifischen Sachzusammenhänge sind Potentiale, Ziele, Präferenzen und eingesetzte Methoden kritisch zu reflektieren. Die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen setzt die klare Definition des Fertigungsprozesses innerhalb von Bearbeitungsmaschinen, Fertigungsstrukturen sowie der gesamten Auftragsabwicklung voraus. Erst darauf aufbauend können alternative Handlungen konzipiert, bewertet und eingeleitet werden.
Martin Schönheit

5. Wie führt man Prozeßkostenrechnung ein?

Zusammenfassung
Die Entwicklung wirtschaftlich produzierbarer Produkte zwingt dazu, bereits in einem frühen Stadium die Prozesse der Herstellung und die davon abgeleiteten Ressourcen und Verfahren auszuwählen. Die optimale Auslegung wettbewerbsfähiger Fertigungsprozesse deckt Know-how- Defizite sowie Kapazitätsengpässe einer Organisation auf, die mit Investitionen bewältigt werden müssen. Die Entscheidung für oder gegen eine Investition hängt von den Auswirkungen auf Prozeßebene ab. Die ökonomische Ausprägung der Höhe sowie der Progressionseigenschaften der Prozeßkosten gibt Aufschluß über die Prozeßfähigkeit der Investition. Warum jedoch müssen es Prozeßkosten sein?
Martin Schönheit

6. Entwicklung eines Prozeßkennzahlensystems

Zusammenfassung
Jede Entscheidung zur Verbesserung der Fertigungsprozesse und zur Auswahl der entsprechenden Fertigungsverfahren muß vom Kundenbedarf ausgelöst werden. Dies giltsowohl für die Entscheidungen aus dem Entwicklungsprozeß wie auch aus dem Fertigungsprozeß heraus. Dies besonders dann, wenn der Wettbewerb für bestimmte Märkte einem großen Verteilungskampf unterworfen ist. Diese Situation prägt den Maschinen- und Anlagenbau und folglich Unternehmen mit einer inhomogenen, seriellen Auftragsabwicklung innerhalb der Fertigung. Diese Regel ist auch auf andere Branchen mit einer heterogenen Fertigung und überwiegender Kundenauftragsbearbeitung übertragbar.
Martin Schönheit

7. Das Prozeßkennzahlensystem zur Beseitigung von Verschwendung

Zusammenfassung
„Erfolg ist der Kernbegriff des Wirtschaftens überhaupt“[31]. Die Investitionsmaßnahme und die Wirtschaftlichkeit des Bewertungsobjektes Fertigungsprozeß werden von bestimmten Erfolgsfaktoren bzw. Prozeßkennzahlen geprägt. Die wertmäßige Abbildung von Verbesserungsmaßnahmen setzt, wie in Kapitel 2 gefordert, an den beiden Bewertungsobjekten, dem Mikro- und dem Makroprozeß, an. Der Mikroprozeß entspricht der klassischen Definition des Fertigungsprozesses. Es handelt sich um den verfahrensnahen Prozeß innerhalb des Arbeitsraumes einer Bearbeitungsmaschine. Der Makroprozeß beschreibt den Fertigungsprozeß innerhalb eines Fertigungsbereiches, einer Gruppe, einer Fertigungsinsel etc., sowie sämtliche bereichsübergreifende Nutzleistungen, die zur Erstellung eines abgeschlossenen Arbeitsergebnisses erforderlich sind.
Martin Schönheit

8. Welchen Nutzen bietet das Prozeßkennzahlensystem?

Zusammenfassung
Die folgenden Fallbeispiele werden Aufschluß darüber geben, welche Einsparungen aus dem Einsparungskatalog (Anhang 7.1) herangezogen und welche Ergebnisse der dynamischen Wirtschaftlichkeitsrechnung jeweils erreicht werden könnten. Hier werden insbesondere kapitalbildende Interessen des Investors sowie Rentabilitäts- und Liquiditätsziele in den Kennzahlen abgebildet. Als wesentliche Information werden die Gestaltungsfaktoren aufgezeigt, die den Planer und den Investor dafür sensibilisieren, welchen Einfluß deren Veränderung auf die Ergebnisse bewirken. Hierin liegt die Gestaltungsmöglichkeit hinsichtlich Kostensenkung und Zielerfüllung der Fertigungskonzepte.
Martin Schönheit

9. Literatur

Ohne Zusammenfassung
Martin Schönheit

Backmatter

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