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25.06.2018 | Originalbeitrag | Ausgabe 3/2018

Gesunde Pflanzen 3/2018

Wirtschaftlichkeitsbewertung von Pflanzenschutzstrategien in E- und A‑Weizen anhand eines Feldversuches in Brandenburg mit sechsgliedriger Fruchtfolge in den Jahren 2004 bis 2016

Zeitschrift:
Gesunde Pflanzen > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Jovanka Saltzmann, Hella Kehlenbeck

Zusammenfassung

Pflanzenschutzstrategien werden meist vorrangig nach ihrer Wirksamkeit hinsichtlich Bekämpfungserfolg und Ertragssicherung beurteilt und weniger hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit. Hier wurde daher gezielt der Frage nach deren ökonomischer Vorzüglichkeit nachgegangen. Anhand eines Langzeitfeldversuches am Standort Dahnsdorf in Brandenburg mit einer für die Praxis eher untypischen sechsgliedrigen Fruchtfolge wurden unterschiedliche Pflanzenschutzstrategien in A‑ und E‑Weizen ökonomisch bewertet. Die Feldversuchsdaten zu den vier Pflanzenschutzstrategien (S1) ausschließliche Verwendung des Striegels und Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz, (S2) Pflanzenschutz gemäß guter fachlicher Praxis unter Berücksichtigung der Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes sowie demgegenüber ein um (S3) 25 % bzw. (S4) 50 % reduzierter Behandlungsindex über einen Zeitraum von 13 Jahren (2004 bis 2016) wurden zugrunde gelegt und durch weitere sekundäre Datenquellen ergänzt. Für die ökonomische Analyse wurden jeweils die jährlichen pflanzenschutz- und arbeitskostenkostenfreien Leistungen sowie deren Annuitäten ermittelt und die Pflanzenschutzstrategien anhand dieser Größen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit verglichen. Dabei schnitt der E‑Weizen insgesamt ähnlich ab, wie der A‑Weizen. Ein Vergleich der Pflanzenschutzstrategien zeigte, dass der Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz (S1) zu deutlichen monetären Verlusten gegenüber den übrigen drei Strategien (S2, S3, S4) führte, wobei diese drei sich wiederum kaum in ihrer Wirtschaftlichkeit unterschieden. Mit lediglich geringem Vorsprung war unter den hier gewählten Annahmen ein um 25 % gegenüber der guten fachlichen Praxis reduzierter Behandlungsindex in beiden Weizenqualitäten am wirtschaftlichsten. Dies war neben einem intensiven Monitoring der Schadorganismen vor allem auch auf die weite Fruchtfolge zurückzuführen, die zu einer deutlichen Reduktion der Pflanzenschutzintensität im Winterweizen ohne nachteilige Wirkungen auf die Wirtschaftlichkeit führte. Die Ergebnisse verdeutlichen damit auch den Beitrag und die Bedeutung der Fruchtfolge für eine nachhaltige Pflanzenproduktion im Ackerbau.

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