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02.11.2015 | Wirtschaftsinformatik + Betriebliche Anwendungen | Im Fokus | Onlineartikel

Jeder zweite Mitarbeiter verrichtet unproduktive Arbeit

Autor:
Jacqueline Pohl

Neue Technologien wie die Cloud und Mobility machen Mitarbeiter produktiver und fördern ein flexibleres Arbeitsumfeld. Überholte Prozesse stören dabei nur – und wirken sich negativ auf die Effizienz aus.

Die neue Mobilität und überall verfügbare Cloud Services krempeln die Arbeitswelt um. Typische Bürojobs sind nicht mehr an einen Schreibtisch im Firmenbüro gebunden. Die Mitarbeiter können ortsunabhängig auf Geschäftsanwendungen zugreifen, Daten austauschen und miteinander kommunizieren. Immer mehr Mitarbeiter dürfen sich aussuchen, wo und wann sie arbeiten und sind dadurch produktiver und mit ihrem Job zufriedener.

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Home-Office und Gleitzeit sind für über 80 Prozent der Befragten einer Studie von Faktor 3 und Microsoft bereits Realität. Nur 18 Prozent können sich weder Zeit noch Ort geschweige denn ihr Arbeitsgerät aussuchen. Befragt wurden mehr als 400 Wissensarbeiter aus IT, Marketing und Finanzen.

Mit der Produktivität steigt die Zufriedenheit

Über die Hälfte der Mitarbeiter nutzt bereits Cloud-Anwendungen und webbasierte Collaboration-Tools. Bei knapp der Hälfte sind auch firmeninterne soziale Netzwerke im Einsatz. Mehr als zwei Drittel bewerten das mobile Arbeiten als positiv und produktivitätssteigernd. Kein Wunder, immerhin benötigt die Hälfte der Befragten täglich mobile Technologien im Beruf und kann sich nicht mehr vorstellen, ohne sie auszukommen.
Interessant ist, dass die neu gewonnene Freiheit durch Mobilität und zeitliche Flexibilität nicht nur die Produktivität der Workforce fördert, sondern auch deren Zufriedenheit. Die Mehrzahl hat das gute Gefühl, viel geschafft zu haben und empfindet Spaß bei der Arbeit. Besonders die unkomplizierte Zusammenarbeit über Standorte hinweg und die Teamarbeit über Cloud-Technologien wird als positiv empfunden.

Produktivitätskiller E-Mail

Trotzdem schlagen sich viele Unternehmen noch mit organisatorischen und technologischen Problemen herum, die die Arbeitsleistung der Belegschaft senken. Jeder zweite Mitarbeiter sagt, dass er unproduktive Tätigkeiten verrichtet. Produktivitätskiller Nummer 1 ist ein alter Bekannter: die E-Mail. 60 Prozent der Befragten verlieren viel Zeit mit dem Bearbeiten von E-Mails und filtern in der Regel unnütze Nachrichten manuell heraus.
Klar ist auch: Die Mitarbeiter wollen produktiv sein, weil ihnen ihre Arbeit dann viel mehr Freude bereitet. Um ihre Arbeitsleistung zu steigern, wünschen sich zwei Drittel eine bessere Strukturierung der Abläufe und klare Zielvorgaben.

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