Skip to main content

2024 | Buch

Wirtschaftsinformatik

Einführung und Grundlegung

verfasst von: Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

insite
SUCHEN

Über dieses Buch

Das Lehrbuch führt systematisch und grundlegend in die Wirtschaftsinformatik ein und behandelt die grundlegenden Phänomene der Wirklichkeit, ohne deren Vorhandensein und große praktische Bedeutung die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft und als wissenschaftliches Studium nicht existieren würde. Es beschreibt den Gegenstandsbereich, den Wissenschaftscharakter und die Wissenschaftsaufgaben sowie die Methoden, die zur Erklärung und Gestaltung verfolgt und verwendet werden. Es zeigt sowohl Zweck und Ziele der Wirtschaftsinformatik als auch grundlegende Phänomene wie Information und Kommunikation, Typen von Informationssystemen, Informationsinfrastruktur sowie Digitalisierung und digitale Transformation. Zudem wird die Rolle des Menschen als zentrales Element von Informationssystemen dargestellt. Das Buch richtet sich an Studierende und Lehrende in grundständigen Bachelor- und Masterprogrammen. Auch Schüler und Praktiker können anhand der Lektüre neue Erkenntnisse gewinnen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Gegenstandsbereich der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit wissen Sie, womit sich Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft beschäftigt, was ihr Gegenstandsbereich, Forschungsgegenstand, Objekt- oder Interessensbereich („area of concern“) ist. Sie erkennen die Bedeutung des Gegenstandsbereichs als primäres Identitätsmerkmal einer Wissenschaft und lernen Information, Kommunikation, Technik bzw. Technologie und System als die den Gegenstandsbereich primär kennzeichnenden Begriffe, also Kernbegriffe der Wirtschaftsinformatik, kennen. Sie erfahren, welche Erkenntnisobjekte der Gegenstandsbereich umfasst und wie er sich seit Entstehen der Wirtschaftsinformatik in den 1960er-Jahren entwickelt, insbesondere erweitert hat.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
2. Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit wissen Sie, was die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft auszeichnet und welche Wissenschaftsziele sie verfolgt. Sie erkennen, dass die Wirtschaftsinformatik sowohl eine empirische Wissenschaft als auch eine Ingenieurwissenschaft ist. Sie verstehen auch, dass die Einordnung als empirische Wissenschaft formalwissenschaftliche Einflüsse nicht ausschließt. Sie wissen, welche Kriterien eine Wissenschaft kennzeichnen und dass diese als Wissenschaftskriterien bezeichnet werden. In Bezug auf die Arbeitsweise von Wissenschaftlern und deren Forschungsergebnisse lernen Sie, dass diese als wissenschaftlich, nicht-wissenschaftlich und unwissenschaftlich unterteilt werden können. Sie erhalten Antworten auf die Frage, was Wahrheit im wissenschaftlichen Kontext bedeutet. Konkret lernen Sie die Korrespondenztheorie, Kohärenztheorie, Konsenstheorie sowie die Pragmatische Wahrheitstheorie kennen.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
3. Theorie und Technologie der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit wissen Sie, was sich hinter den Begriffen Theorie und Technologie verbirgt und welche Eigenschaften Theorien und Technologien aufweisen. Sie erfahren, dass Theorien und Technologien der Kern unterschiedlicher Forschungskonzeptionen sind. Wenn die Wirtschaftsinformatik einen wissenschaftlichen Beitrag leisten will, muss sich dieser entweder in der Verfeinerung bestehender bzw. in der Formulierung neuer Theorien niederschlagen oder in der Erzielung eines technologischen Fortschritts manifestieren.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
4. Empirische Methoden der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Sie werden mit der Möglichkeit und Notwendigkeit methodischen Vorgehens in der empirischen Forschung vertraut gemacht. Sie lernen die wichtigsten, als Forschungsmethoden bezeichneten Vorgehensweisen zur Gewinnung und Überprüfung von Erkenntnis kennen. Die in der Wirtschaftsinformatik angewendeten empirischen Methoden stammen vor allem aus den Human-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, insbesondere aus der Psychologie, Soziologie und Ökonomie.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
5. Gestaltungsorientierte Forschung in der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
In dieser Lerneinheit wird zunächst erklärt, auf welchen grundlegenden Konzepten die gestaltungsorientierte Forschung basiert und wie diese in der Wirtschaftsinformatik umgesetzt werden. Hierzu wird aufbauend auf der Lerneinheit „Theorie und Technologie der Wirtschaftsinformatik“ die gestaltungsorientierte Forschung als Problem-/Lösungsparadigma eingeführt. Im Detail wird das Zusammenspiel von Problem- und Lösungsraum erläutert und erklärt, welche konkreten Elemente im Problem- und Lösungsraum enthalten sind. Die gestaltungsorientierte Wirtschaftsinformatik zielt insbesondere darauf ab, für reale Probleme der Wirtschaft und Gesellschaft innovative Lösungen in Form von Artefakten bereitzustellen. Wir verstehen unter Artefakten vom Menschen konstruierte Dinge, die zur Erreichung von Zielen dienen. Neben der Realisierung von Artefakten zielt die gestaltungsorientierte Forschung zusätzlich darauf ab, generalisierbares Gestaltungswissen bereitzustellen. Dieses präskriptive Wissen kann unterschiedlich formuliert werden. In dieser Lerneinheit werden Gestaltungsprinzipien und -theorien exemplarisch eingeführt und an konkreten Beispielen illustriert.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
6. Praxisorientierung der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Nach Durcharbeiten dieser Lerneinheit kennen Sie das hohe Ausmaß an Praxisorientierung der Wirtschaftsinformatik. Sie erfahren, dass sich dieses Fach an der Praxis orientieren muss, wenn es seiner Rolle als Realwissenschaft gerecht werden will. Sie erfahren auch, dass die Wirtschaftsinformatik dies konsequent tut und mit Erfolg in der Vergangenheit getan hat. Sie lernen, was mit dem Begriff „Praxis“ gemeint ist und welche Unterschiede bzw. Anknüpfungspunkte zum Theoriebegriff existieren. Dabei erfahren Sie, dass Praxisorientierung ein Wissenschaftsziel ist, das Forschende verfolgen können, aber nicht verfolgen müssen. Theoretisch und praktisch Forschende sprechen eine unterschiedliche Sprache, die nur dann übersetzt werden kann, wenn sie sich regelmäßig in das Feld der Praxis begeben.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
7. Zweck und Ziele der Wirtschaftsinformatik
Zusammenfassung
Im zweiten Kapitel wurden die Erkenntnisgewinnung (Beschreibung, Erklärung) und Erkenntnisverwertung (Gestaltung, Prognose) als Wissenschaftsziele vorgestellt, also Ziele, welche die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft verfolgt und verfolgen sollte. Wenn die Wirtschaftsinformatik den Prozess der Entwicklung, Einführung und Nutzung von Mensch-Aufgabe-Technik-Systemen (MAT-Systemen) untersucht, dann muss sie sich aber auch für die Ziele interessieren, die bei diesem Prozess und bei der Nutzung der Prozessergebnisse verfolgt werden. Sie haben bereits im ersten Kapitel gelernt, dass Systeme zweckorientiert und zielorientiert sind und dass dies auch für MAT-Systeme gilt. In diesem Kapitel lernen Sie Beispiele für Formalziele kennen, die für Entwicklung, Einführung und Nutzung von MAT-Systemen typisch sind. Sie erkennen, dass es nicht Aufgabe der Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft ist, der Praxis vorzuschreiben, welche Ziele in welchem Zielausmaß verfolgt werden sollen, sondern ihr Empfehlungen für zielorientiertes Handeln beim Gestalten von MAT-Systemen zu geben. Zum Abschluss dieser Lerneinheit werden Sie mit dem Langfristziel der Wirtschaftsinformatik, nämlich der „sinnhaften Vollautomation“, vertraut gemacht
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
8. Information und Kommunikation
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit kennen Sie Information und Kommunikation als grundlegende Gegenstände der Wirtschaftsinformatik, ohne deren Bedeutung wir keine Informationssysteme und Informationsinfrastrukturen benötigen würden. Sie erkennen, welche Phänomene der Wirklichkeit als Information und Kommunikation bezeichnet werden. Sie können diese unterscheiden und zutreffend beschreiben. Unter der Bezeichnung Wissen lernen Sie einen weiteren Kernbegriff der Wirtschaftsinformatik kennen. Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Zeichen, Daten, Information und Wissen.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
9. Mensch
Zusammenfassung
Sie erfahren, dass Menschen als Beteiligte verschiedene Rollen bei der Entwicklung, Einführung, Nutzung sowie beim Management von Informationssystemen, -infrastrukturen und der -funktion wahrnehmen können. Menschen können auch Betroffene sein. Ohne selbst an der Entwicklung, Einführung, Nutzung sowie dem Management von MAT-Systemen beteiligt zu sein, werden sie von Informationssystemen, -infrastrukturen und der Informationsfunktion wesentlich beeinflusst. Die Aufzählung zeigt die Vielfalt der Rollen, die Menschen in der Praxis der Wirtschaftsinformatik einnehmen. Für die Wirtschaftsinformatik als Wissenschaft sind alle diese Rollen von Interesse. Diese Lerneinheit konzentriert sich primär auf Nutzerinnen, womit Menschen gemeint sind, die zur Erfüllung betrieblicher Aufgaben IuK-Technik als Sachmittel verwenden, mit anderen Worten Aufgabenträgerinnen. Im Fokus stehen dabei Informationssysteme als eines der drei Erkenntnisobjekte der Wirtschaftsinformatik.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
10. Typisierung von Informationssystemen
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit wissen Sie, wie sich Informationssysteme typisieren lassen. Sie lernen, Informationssysteme nach ihren Strukturelementen Mensch, Aufgabe und Technik differenziert zu betrachten. Dabei erkennen Sie, dass der aufgabenzentrierte Systemtyp, also die Typisierung anhand des Systemelements Aufgabe, am weitesten verbreitet ist. Es gibt viele Merkmale, mit denen Informationssysteme anhand ihrer Aufgabeneigenschaften unterschieden werden können; diese werden Ihnen aufgezeigt und mit Beispielen verdeutlicht. Im Unterschied dazu ist eine Typisierung anhand der Elemente Mensch oder Technik seltener anzutreffen, oft wird sie nur implizit verwendet. Sie erhalten Hinweise darauf, wie auch diese Elemente einer systematischen Typenbildung zugänglich sind. Die Dominanz des aufgabenzentrierten Systemtyps verdeutlicht, dass Informationssysteme primär dazu dienen, die Erfüllung von Aufgaben zu unterstützen.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
11. Informationsinfrastruktur
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheiten kennen Sie die Bedeutung des Infrastrukturbegriffs und seine Herleitung und Verwendung in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie die daraus abgeleitete Bezeichnung Informationsinfrastruktur als Kurzform für Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (im bekannten Zusammenhang wird nachfolgend von Infrastruktur gesprochen). Sie erkennen, dass diese Bezeichnungen nicht identisch sind mit dem, was in der Praxis und in der praxisorientierten Fachliteratur mit IT-Infrastruktur bezeichnet wird. Vielmehr ist Informationsinfrastruktur ein umfassender Begriff, der alle Ressourcen zur Produktion, Verteilung und Nutzung von Information umfasst. Die IT-Infrastruktur ist im Wesentlichen mit einer Infrastrukturkomponente identisch, nämlich der Technikinfrastruktur.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
12. Digitalisierung und digitale Transformation
Zusammenfassung
Nach dem Durcharbeiten dieser Lerneinheit wissen Sie, dass Digitalisierung und digitale Transformation Phänomene sind, die nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft haben. Obwohl sich die Wirtschaftsinformatik seit Jahrzehnten mit dem gewinnbringenden Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (synonym: Digitaltechnologien, digitale Technologien) in Wirtschaft und Gesellschaft befasst, erkennen Sie, dass das, was seit einiger Zeit unter den Schlagworten Digitalisierung und digitale Transformation diskutiert wird, zumindest in manchen Bereichen phänomenologisch eine neue Qualität aufweist.
Armin Heinzl, Alexander Mädche, René Riedl
Backmatter
Metadaten
Titel
Wirtschaftsinformatik
verfasst von
Armin Heinzl
Alexander Mädche
René Riedl
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-67392-8
Print ISBN
978-3-662-67391-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-67392-8

Premium Partner