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Über dieses Buch

Dieses Buch behandelt Grundlagen der Volkswirtschaftslehre mit Relevanz speziell für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Warum ist ein dauerhaft niedriges Marktzinsniveau für die Immobilienbranche schädlich? Warum wirkt die Mietpreisbremse kontraproduktiv? Derartige Fragen sollen durch den Stoff des geplanten Fach- und Lehrbuchs beantwortet werden können. Dazu reicht es nicht, immobilienökonomisch Entwicklungen zu betrachten. Vielmehr ist ein Verständnis von Markt- und Preismechanismen die Know how-Basis, um Marktentwicklungen antizipieren und Marktinterventionen in ihren Auswirkungen einschätzen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung in die Wirtschaftspolitik

Zusammenfassung
Was ist Wirtschaftspolitik und warum ist sie für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eine zwingende Wissensvoraussetzung? In diesem Einführungskapitel wird implizit die Antwort skizziert. Denn ohne ein Verständnis von Märkten kann ein nachhaltiges betriebliches Wirken innerhalb der Wohnungs- und Immobilienmärkte nicht gewährleistet werden. Dazu existieren einzelne Branchenmärkte nicht autark vor sich hin. Vielmehr sind verschiedene Branchen über verschiedene Märkte interaktiv verschachtelt. Eine kapitalintensive Branche wie die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist in ihrer Entwicklung beispielsweise eng mit jener der Finanzmärkte verknüpft. Nach einleitenden Begriffsdefinitionen und Gedanken zur Theorie der Wirtschaftspolitik (Abschn. 1.1) ist der Aufbau dieses Lehrbuchs skizziert (Abschn. 1.2). Anschließend wird weitere Lehrbuchliteratur vorgestellt, die sich exemplarisch mit dem Analysegegenstand Wirtschaftspolitik beschäftigt (Abschn. 1.3). Mit Blick auf diese Literatur wird bereits ein spezifisches volkswirtschaftliches Denken deutlich, das es kurz zu erörtern gilt (Abschn. 1.4). Darauf folgt ein kurzes Wiederholen exemplarischer Schulmathematik, die für volkswirtschaftliche Analysen in diesem Lehrbuch das notwendige Instrumentarium liefert (Abschn. 1.5). Dieses erste Kapitel schließt mit Übungsaufgaben, die der eigenen Reflexion zu mathematischen Überlegungen in der Volkswirtschaftslehre dienen (Abschn. 1.6).
Markus Knüfermann

Kapitel 2. Erste wirtschaftspolitische Gedanken

Zusammenfassung
Warum interveniert der Staat in diverse Branchen und mit welchen Instrumenten und Auswirkungen? Antworten liefert die Analyse der Wirtschaftspolitik. Im Weiteren werden dazu erste wirtschaftspolitische Themen erörtert. Hierbei wird noch nicht auf eine Theorie der Wirtschaftspolitik abgestellt. Vielmehr gilt es, über das Heranführen an relevante Themen die Notwendigkeit wirtschaftspolitischer Analysen aufzuzeigen. Das politisch determinierte Niedrigzinsumfeld in Deutschland (bzw. den Euro-Staaten) steht dabei im Vordergrund.
Markus Knüfermann

Kapitel 3. Grundlagen der Wirtschaftspolitik

Zusammenfassung
Wirtschaftspolitik fußt auf den Erkenntnissen der Wirtschaftstheorie und der Politikwissenschaften. Der hier relevante ökonomische Fokus erfordert es, auf die wesentlichen wirtschaftstheoretischen Erkenntnisse zu rekurrieren und empirisch abzugleichen (Abschn. 3.1). Dieses ökonomische Wissen der Mikro- und Makroökonomik gilt als nahezu allgemeingültig. Es wird ergänzt um grundlegende Finanzmarkttheorien. Empirische Momente beziehen sich primär auf die Bundesrepublik Deutschland. Die Auswahl der Themen orientiert sich an deren Relevanz für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Im Weiteren wird die Wirtschaftspolitik konzeptionell betrachtet nach ihren Zielen (Abschn. 3.2) und Trägern (Abschn. 3.3). Auch hier werden jeweils Bezüge generell zur deutschen Volkswirtschaft sowie speziell zur deutschen Immobilienwirtschaft hergestellt. Das Kapitel schießt mit Übungsaufgaben zu den relevanten Themen (Abschn. 3.4).
Markus Knüfermann

Kapitel 4. Wirtschaftspolitische Interventionsmöglichkeiten ins ökonomische Geschehen

Zusammenfassung
Um Interventionsmöglichkeiten in den marktwirtschaftlichen Prozess zu erläutern, bedarf es zunächst einer Antwort auf die Frage: Warum sollte überhaupt interveniert werden und durch wen? Eine Antwort ergibt sich durch die Beschäftigung mit der Stabilitätspolitik, die deshalb zu Beginn (Abschn. 4.1) abgehandelt wird. Denn die folgenden Optionen, in den Marktprozess zu intervenieren, lassen sich in einer weiten Begriffsauslegung der Stabilitätspolitik ebenfalls unter eben diese subsumieren. Dennoch werden in diesem Lehrbuch die Wettbewerbspolitik (Abschn. 4.2) und die Verteilungspolitik (Abschn. 4.3) jeweils separat auf die Gliederungsebene die Stabilitätspolitik gehoben. Denn üblicherweise bildet die einschlägige Lehrbuchliteratur die Stabilitätspolitik nur durch Fiskal-, Geld- und Außenwirtschaftspolitik (vgl. Abschn. 4.1.1 bis 4.1.4) ab. Der Einsatz entsprechender stabilitätspolitischer Instrumente zielt nämlich direkt auf die drei wesentlichen makroökonomischen Phänomene: 1) hoher Beschäftigungsstand, 2) Preisniveaustabilität und 3) außenwirtschaftliches Gleichgewicht. Wettbewerbs- und Verteilungspolitik beeinflussen die Phänomene nur indirekt als Rahmenbedingungen marktwirtschaftlicher Prozesse. Übungsaufgaben runden wiederum die Darstellung von Interventionsmöglichkeiten ab (Abschn. 4.4).
Markus Knüfermann

Kapitel 5. Fallstudienartige Debatten

Zusammenfassung
Wirtschaftspolitik zielt auf Debatten ab. Das Ergebnis von Debatten sollte in freiheitlichen Gesellschaften der Konsens sein. Um eine Debatte nachhaltig führen zu können, haben die vorangegangenen Kapitel das inhaltliche Rüstzeug gelehrt. Argumente können jetzt theoretisch fundiert und in einem gesellschaftlichen, ökonomischen Kontext formuliert werden. Dieses Kap. 5 liefert vier Themen, die zu Debatten motivieren sollen, in dem jedem Thema unterschiedlich in Form und Umfang ein externer Textausschnitt vorangestellt wird, der hypothesenhaft jeweils einen wirtschaftspolitischen Standpunkt präsentiert. Die sich anschließenden Fragestellungen sollen zur eigenständigen Reflexion der Themen und kritischen Analyse der Textbeiträge motivieren, um letztlich eine eigene Position zu den Themen zu erarbeiten. Abschn. 5.1 bezieht sich dazu auf öffentliche Unternehmen, Abschn. 5.2 auf den öffentlichen Wohnungsbau, Abschn. 5.3 auf den Mindestlohn und abschließend Abschn. 5.4 auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). Dabei nimmt Abschn. 5.4 insofern eine besondere Rolle ein, als dass zur Austrittsdebatte zusätzlich noch EU-geschichtliche Informationen gelehrt werden, um den Austritt fundierte einschätzen zu können. Bei diesem Kap. 5 handelt es sich insgesamt also nicht um Übungsaufgaben, denen allgemeingültig Lösungsskizzen zu formulieren sind (wie es Kap. 6 umsetzt). Vielmehr geht es darum, als Leserin oder Leser des vorliegenden Lehrbuchs eigene Themenstandpunkt zu beziehen.
Markus Knüfermann

Kapitel 6. Hinweise zu Lösungen der Übungsaufgaben

Zusammenfassung
Überprüfen Sie Ihre Lösungen zu den Übungsaufgaben der Kapitel 1 bis 5. Dazu finden Sie im Weiteren Lösungsskizzen zu den Aufgaben. Gerade bei qualitativen Aufgaben hinterfragen Sie Ihre Lösungen ebenso kritisch wie die nachfolgenden Vorschläge – wo weichen die Lösungen voneinaner ab und warum? Häufig liegt die Qualität einer Lösung in deren logischer Schlüssigkeit der Argumentation und den Möglichkeiten, auch die Antworten wiederum überprüfen zu können. Das volkswirtschaftliche Denken (siehe Abschn. 1.4) konsequent zu berücksichtigen, hilft deshalb in wirtschaftspolitischen Debatten zu bestehen.
Markus Knüfermann
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