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02.12.2015 | Wirtschaftsrecht | Im Fokus | Onlineartikel

Sozialversicherungswerte 2016 stehen fest

Autor:
Sylvia Meier

In den Personalkosten eines Unternehmens spielen auch die Sozialversicherungsbeiträge eine große Rolle. Die Beitragsbemessungsgrenzen 2016 stehen nun fest.

Am 27.11.2015 stimmte der Bundesrat der "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2016 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2016)" zu. Hier werden u.a. die Beitragsbemessungsgrenzen für die Rentenversicherung, die Versicherungspflichtgrenze für die Krankenversicherung und die Bezugsgrenzen für 2016 geregelt. Doch was sind das für Werte?

Die Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet den maximalen Wert, bis zu dem in den Sozialversicherungen Beiträge erhoben werden. Wer wiederum ein Gehalt bezieht, dass über der sog. Versicherungspflichtgrenze liegt, kann sich auch privat krankenversichern lassen. Und die Bezugsgrenze hat gleich für mehrere Werte in der Sozialversicherung Bedeutung.

Auswirkungen auf die Personalkosten

Die geänderten Werte haben entscheidende Auswirkungen: Zum Einen für Arbeitnehmer. Denn die Höhe der Sozialabgaben haben Auswirkungen auf den Nettolohn und damit unmittelbar auf den Geldbeutel. Und zum Anderen für Unternehmen: Eine Erhöhung oder Minderung der Sozialabgaben wirkt sich entsprechend auf die Personalkosten aus. Springer-Autorin Marianne Kiepe betont in ihrem Buchkapitel "Nettolohnrechnung" (Seite 214): "An der Finanzierung der Sozialversicherungsbeiträge müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam beteiligen."

Sozialversicherungswerte 2016

Die Bundesregierung hat die Werte 2016 bekannt gegeben:

RechengrößeWestOst
Bezugsgröße in der Sozialversicherung34.860 €/Jahr
2.905 €/Monat
30.240 €/Jahr
2.520 €/Monat
Vorläufiges Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung36.267 €/Jahr36.267 €/Jahr
Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung74.400 €/Jahr
6.200 €/Monat
64.800 €/Jahr
5.400 €/Monat
Beitragsbemessungsgrenze knappschaftl. Rentenversicherung91.800 €/Jahr
7.650 €/Monat
79.800 €/Jahr
6.650 €/Monat

Bundeseinheitliche Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze)

gesetzliche Krankenversicherung

56.250 €/Jahr56.250 €/Jahr
Bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze50.850 €/Jahr
4.237,50 €/Monat
50.850 €/Jahr
4.237,50 €/Monat

(Tabelle: Bundesregierung vom 27.11.2015)

Dokumentation ist Pflicht

Arbeitgeber sind nicht nur verpflichtet, die Personalabrechnung entsprechend der aktuell gültigen Sozialversicherungswerte vorzunehmen. Auch eine Dokumentation ist hier verpflichtend. So beschreiben die Springer-Autoren Petra Schewe und Ralf Fischer in ihrem Buchkapitel "Prüfungsinhalt Beitragsberechnungen und Meldungen": "Die Arbeitgeber sind auch hier – wie im Steuerrecht – verpflichtet, für jeden Arbeitnehmer (keine Zulassung für Sammelkonten – also für mehrere Arbeitnehmer gemeinsam) getrennt nach Kalenderjahren Entgeltunterlagen in deutscher Sprache zu führen und diese in ordnungsgemäßer Weise zu führen. Diese Verpflichtung gilt auch für Arbeitnehmer, die keiner Versicherungspflicht unterliegen."

Datenzugriff Betriebsprüfung

Auch für Zwecke der Sozialversicherung finden Prüfungen statt. Die Autoren betonen: "Entgeltunterlagen können auf maschinell verwertbaren Datenträgern geführt werden (§ 9 Abs. 5 BVV), wenn die entsprechenden Formvorschriften (§ 8 BVV) für die Aufbereitung der Daten eingehalten werden und bei der Betriebsprüfung (§ 28p SGB IV) jederzeit ohne zeitlichen Verzug der Zugriff der Daten möglich ist. Werden die Unterlagen entsprechend elektronisch geführt, ist eine zusätzliche Aufbewahrung in Papierform nicht mehr notwendig."

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