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Über dieses Buch

Dieses essential beschäftigt sich mit der Frage, was uns Menschen glücklich macht. Bruno S. Frey erläutert Messmethoden, wirtschaftliche Faktoren, soziodemografische Einflüsse sowie politische Dimensionen des Glücks. Steigert ein höheres Einkommen die Zufriedenheit? Wird, wer die Arbeit verliert, unglücklich? Wie wichtig ist die physische und psychische Gesundheit für die Lebenszufriedenheit? Sind alte oder junge Menschen glücklicher? Braucht es intensive soziale Beziehungen, um glücklich zu werden? Welche Rolle spielen die politischen Bedingungen, wie die Beachtung der Menschenrechte, Demokratie und Autonomie? Und was kann die Regierung zum Glück ihrer Einwohner beitragen? Diese Fragen werden auf der Grundlage umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Stand des heutigen Wissens beantwortet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Menschen wollen glücklich sein

Zu allen Zeiten und in allen Ländern der Welt ist das wichtigste Ziel im Leben glücklich zu sein. Sicherlich gibt es auch einige andere Ziele, wie menschliche Entwicklung, Tugend, Gerechtigkeit, Kameradschaft, Freiheit oder Solidarität. Diese haben jedoch einen geringeren Stellenwert oder werden als eine besondere Version des „Glücks“ angesehen.

Bruno S. Frey

Kapitel 2. Glück ist messbar

Es lassen sich verschiedene Typen des Glücks unterscheiden:momentane Gefühle der Freude, was in der Psychologie als positiver Affekt bezeichnet wird;die grundsätzliche Zufriedenheit mit dem Leben, die durch Befragungen zur Lebenszufriedenheit erfasst wird; undGlückseligkeit (griechisch: eudaimonia), die „Nebenprodukt“ eines guten Lebens ist.

Bruno S. Frey

Kapitel 3. Was macht glücklich?

Eine der wichtigsten Aufgaben der Glücksforschung besteht im Bestimmen, Isolieren und Messen der verschiedenen Einflussgrößen auf das Glück.

Bruno S. Frey

Kapitel 4. Genetische Ausstattung

Die durch Vererbung bestimmte Persönlichkeitsstruktur beeinflusst das Glück erheblich. Personen sind von Natur aus unterschiedlich glücklich und sind unterschiedlich fähig, sich mit der Unbill des Lebens zurechtzufinden. Psychologische Studien schätzen die auf unterschiedliche genetische Ausstattung zurückführbaren Unterschiede zwischen Personen auf 40–60 %.

Bruno S. Frey

Kapitel 5. Wirtschaftliche Faktoren

Personen mit höherem Einkommen verfügen über einen größeren Spielraum, sich ihre materiellen Wünsche zu erfüllen. Sie können sich mehr Güter und Dienstleistungen leisten. Gleichzeitig genießen sie einen höheren gesellschaftlichen Status. Umgekehrt müssen sich Personen mit geringem Einkommen dauernd um Geld kümmern. Wer arbeitslos wird, ist wesentlich unzufriedener als ein Beschäftigter.

Bruno S. Frey

Kapitel 6. Soziodemografische Einflüsse

Untersuchungen zeigen einen u-förmigen Zusammenhang zwischen Alter und Glück (bei gleicher Gesundheit). Die Jungen sind glücklich, vor allem weil sie denken, dass ihnen noch alle Möglichkeiten im Leben offenstehen. In den mittleren Jahren werden die Leute weniger glücklich, weil es nun deutlich wird, dass sich viele ihrer Vorstellungen nicht erreichen lassen. Verheiratete Personen sind glücklicher als Alleinstehende. Subjektiv empfundene gute Gesundheit und subjektive Lebenszufriedenheit hängen eng zusammen.

Bruno S. Frey

Kapitel 7. Kultur und Religion

Zwischen Ländern und ihren Kulturen zeigen sich erhebliche Unterschiede im Niveau der geäußerten Lebenszufriedenheit. So herrscht in den USA ein erheblicher sozialer Zwang, sich als „happy“ zu bezeichnen; Miesepeter werden dort wenig geschätzt. Umgekehrt gilt es in Frankreich als naiv, sich als „heureux“ zu bezeichnen, denn das weist auf fehlende menschliche Tiefe hin.

Bruno S. Frey

Kapitel 8. Glück und Politik

Die Glücksforschung hat sich eingehend mit der Frage beschäftigte, ob und wie sich institutionelle Rahmenbedingungen und politische Systeme auf die subjektive Lebenszufriedenheit auswirken. Insbesondere wurde festgestellt, dass Menschen in einer demokratischen Gesellschaft glücklicher als unter autoritären Bedingungen sind.

Bruno S. Frey

Kapitel 9. Gegenläufige Einflüsse: Ursache und Wirkung

Wie wichtig sind die verschiedenen Einflussfaktoren für das subjektive Wohlbefinden? Die Forschung betont, dass der private Bereich im Hinblick auf die Lebenszufriedenheit ebenso bedeutsam ist wie der öffentliche. Die Glücksforschung hebt die Bedeutung von Beschäftigung und Freizeit für das individuelle Wohlbefinden hervor.

Bruno S. Frey

Kapitel 10. Psychische Einflüsse auf das Glück

Das subjektive Wohlbefinden hat neben affektiven auch kognitive Aspekte. Die kognitive Komponente bezieht sich auf die rationalen oder intellektuellen Aspekte des subjektiven Wohlbefindens und beinhaltet Urteile und Vergleiche. Glück ist demnach nicht einfach gegeben, sondern wird vom Einzelnen, also subjektiv, konstruiert und abhängig vom vergangenen und gegenwärtigen sozialen Umfeld betrachtet.

Bruno S. Frey

Kapitel 11. Maximierung des Glücks als Staatsaufgabe?

Auf Grundlage der Ergebnisse der Glücksforschung haben verschiedene Autoren gefolgert, die Regierungen solle das Glück ihrer Einwohner maximieren. Die Politiker müssten demnach die Ergebnisse der Glücksforschung direkt umsetzen, um den aggregierten Glücksindex so weit wie möglich zu steigern. Damit würde der Traum der „Theorie quantitativer Wirtschaftspolitik“ in die Tat umgesetzt. Gegen diesen Ansatz lassen sich grundsätzliche und überzeugende Argumente vorbringen.

Bruno S. Frey

Kapitel 12. Welche Glückspolitik ist sinnvoll?

Im Kap. 11 wurde argumentiert, eine Regierung solle nicht direkt den aggregierten Glücksindex maximieren; dies wäre eine von oben kommende, zumindest paternalistische – wenn nicht sogar autoritäre – Politik, die mit einer Demokratie unvereinbar ist. Der politische Prozess soll vielmehr jeder Person die Möglichkeit geben, ihr Glück selbst zu finden. Dazu liefern die Ergebnisse der Glücksforschung einen wichtigen Beitrag.

Bruno S. Frey

Kapitel 13. Über das Materielle hinaus

Die Glücksforschung hat im Laufe der letzten Jahre spannende und wichtige Ergebnisse erreicht. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören: Personen mit höherem Einkommen bezeichnen sich selbst als glücklicher als Personen mit geringerem Einkommen. Einer der wichtigsten Glückfaktoren sind befriedigende soziale Beziehungen. Gute körperliche und psychische Gesundheit ist einer der wichtigsten Glücksfaktoren. Wer den Vorzug hat, in einer Demokratie zu leben, ist glücklicher.

Bruno S. Frey

Backmatter

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