Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Der Band versteht sich als soziologisches Einführungsbuch, das als Grundlage von Lehr- und Lehrforschungsaktivitäten geeignet ist. Die Beiträge befassen sich in einem wissenssoziologischen Sinne und mit den Deutungsmitteln dieser Soziologie mit verschiedenen Arten des Wissens vom Wasser. Das zu beobachtende und aufzuklärende Wissen wird in einem sehr weiten Sinn verstanden, der unterschiedlichste Sinntypen und Informationen einschließt, bspw. ‚amtliches‘ (Behörden-)Wissen, technisches Wissen, wissenschaftliches (Disziplin-)Wissen, religiöses Wissen, mythisches Wissen, Marketingwissen, Werbungswissen, Produzentenwissen und Verbraucherwissen. Trinkwasser und das Wissen vom Wasser sind nicht nur besonders wichtige, sondern auch exemplarische Aspekte eines höchst komplexen und immer komplexer werdenden Zusammenhangs, dem sich eine ökologische Soziologie systematisch widmen sollte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung: Über Wissen vom Wasserwissen

Wasser bzw. Trinkwasser ist vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber zweifellos auf den zweiten ein sozial und (deswegen) soziologisch bzw. sozialwissenschaftlich interessantes und wichtiges Thema. Es ist jedenfalls heutzutage ein für sich genommen höchst relevanter, aber auch vielseitig sozial bedingter und geprägter Gegenstandsbereich, eine komplexe ‚Materialität‘ und sozusagen eine „Materialität der Kommunikation“ (Gumbrecht/Pfeiffer 1988), die nicht nur jedes Leben und jeden Menschen existentiell betrifft, sondern auch nicht weniger als die ganze Welt und Weltgesellschaft angeht.
Herbert Willems

Wissen über Wasser

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen ansatzweisen Überblick über das in der deutschen Gesellschaft vorhandene Wissen über Trinkwasser zu verschaffen. Dabei wird grundlegend zwischen objektivem Wissen (z. B. von Behörden), wissenschaftlichem Wissen verschiedener Disziplinen und Alltagswissen (Laienwissen) unterschieden. Wissenschaftliches Wissen wird einerseits im Rahmen einer Onlinerecherche gesucht und untersucht. Andererseits wird mittels einer disziplinübergreifenden Literaturrecherche der aktuelle wissenschaftliche Diskurs zum Thema Trinkwasser selektiv reflektiert. Um das Alltagswissen der deutschen Bevölkerung zum Thema Trinkwasser zu erfassen, wird eine Onlinebefragung durchgeführt. Es wird deutlich, dass objektives Wissen über Trinkwasser über die Portale der Wasserbetriebe oder Kommunen für jedermann überwiegend gut zugänglich ist. Gleichwohl zeigt die Untersuchung auch gravierende Defizite im Wasserwissen der Bevölkerung, das sich seit einer 2004 durchgeführten Umfrage des Forums Trinkwasser e.V. kaum verbessert hat. Darüber hinaus wird gezeigt, durch welche Übereinstimmungen, Unklarheiten, Widersprüche und Kontroversen sich der wissenschaftliche Diskurs zum Thema Trinkwasser auszeichnet.
Elisabeth Heinz, Melina Schmidt

Wasser in der Werbung – Inszenierungen, Konstruktionen und Probleme

Wasser ist als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel fest im Alltag der Menschen verankert, sei es zum Kochen oder als Durstlöscher. Unlängst avanciert das eine oder andere Markenwasser durch clevere Medien- und Werbeprofis sogar zum Luxus- oder Life-Style-Wasser. Dabei spielen inszenierte Lebensstile eine große Rolle. Diese Untersuchung beschäftigt sich daher mit der Darstellung von Lebensstilen in Werbeanzeigen von Tafel- und Mineralwassermarken. Es wird der Frage nachgegangen, ob die aktuelle Werbung derzeit bestehende Lebensstile aufgreift und für sich nutzt oder ob sie vielmehr neue Lebensstile generiert und bestehende verändert. Hierzu werden zunächst ausgewählte Werbeanzeigen von Tafel- und Mineralwassermarken hinsichtlich ihrer Symboliken und Textinhalte untersucht. In einem weiteren Schritt werden etwaige Konstruktionen und Potentiale der analysierten Werbeanzeigen herausgearbeitet. Die Fragestellungen werden auf der Grundlage der durchgeführten Analyse, ausgewählter Konzepte des soziologischen Lebensstil-Diskurses und der entsprechenden Fachliteratur diskutiert.
Tanja Heckmann

Trinkwasser als Lifestyleprodukt – Images von Trinkwasser in Werbung und Gesellschaft

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Images von Trinkwasser. Ziel ist eine Gegenüberstellung der Images, die von den Trinkwassermarken vermittelt werden, und denjenigen, die die Konsumenten den jeweiligen Marken zuschreiben. Dies geschieht besonders in Hinblick auf die Frage, ob Trinkwasser als Lifestyleprodukt einzuordnen ist. Die Arbeit integriert dabei zwei Methoden: Im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse der Webseiten der Trinkwassermarken wird untersucht, welche Images auf den Webseiten vermittelt werden. In einer anschließenden Onlinebefragung werden diese vermittelten Images der Trinkwassermarken mit den Images der Konsumenten abgeglichen. Die Analyse zeigt, dass die Werbung der Trinkwassermarken nur geringfügig mit den Erwartungen und der empfundenen Relevanz der Konsumenten übereinstimmt. Die Trinkwassermarken werben vor allem mit Markenattributen und symbolischem Nutzen. Der funktionale Nutzen der Trinkwassermarken bleibt hingegen bei den meisten Webseiten unerwähnt. Trinkwasser wird demnach als Lifestyleprodukt beworben, die Konsumenten legen jedoch größeren Wert auf Qualität, Geschmack und Pragmatismus.
Elisabeth Heinz

Wasser – zwischen Alltagsgetränk und Lifestyle-Produkt

Während Mineralwasser generell positiv bewertet und mit Qualität, Sauberkeit und Gesundheit verbunden wird, leidet das Wasser aus der Leitung unter seinem Imageproblem. Die Präsenz der Mineralwässer – vor allem bedingt durch die Werbung – macht das Alltagsgetränk immer mehr zu einem Lifestyle-Produkt. Für Trinkwasser hingegen wird kaum geworben. Die vorliegende Arbeit widmet sich daher der Image- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Werbung für Trinkwasser und untersucht, vor welchen Problemen und Herausforderungen sowie Aufgaben und Chancen die Image- und Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser steht.
Neben einigen theoretischen Überlegungen wird auch ein Blick auf die Trinkwasser- und Mineralwasserbranche in Deutschland geworfen. Als Probleme und Herausforderungen für die Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser können vor allem die negative Berichterstattung in den Medien, das Imageproblem des Trinkwassers sowie die negative Haltung der Konsumenten gegenüber Leitungswasser als Getränk gesehen werden. Letztlich liegt es an den Verbrauchern, für welches Wasser sie sich im Alltag entscheiden. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für Trinkwasser kann jedoch ein Ansatz sein, um das Bewusstsein für den Wert von Trinkwasser zu stärken.
Stefanie Alexandra Esch

Mediendiskurse über Trinkwasser

Wasser gehört zu den Grundbedürfnissen des menschlichen Lebens. Das Wasser aus der Leitung wird dabei als Getränk bei den Verbrauchern immer bedeutender. Da die Medien heute eine der ersten Anlaufstellen für Informationen über Trinkwasser sind, spielen diese eine immer entscheidendere Rolle. Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Berichterstattung über Trinkwasser in den Medien sowie die mediale Berichterstattung im Laufe der Zeit. Der Fokus liegt dabei auf Berichten über die Qualität des Trinkwassers und Vergleichen zwischen Trinkwasser und Mineralwasser. Zunächst wird untersucht, inwieweit es Unterschiede in der medialen Berichterstattung über Trinkwasser durch das Fernsehen und die Printmedien gibt, um anschließend zu untersuchen, inwieweit sich die Berichterstattung über Trinkwasser seit den 1970er Jahren bis heute entwickelt hat. Die Berichte werden hinsichtlich folgender Fragen untersucht: Was wird über Trinkwasser berichtet, wer tritt als Experte auf und lässt sich dieser einer bestimmten Organisation zuordnen? Wie wird argumentiert, wie wird die Argumentation belegt und wie wird das Trinkwasser bewertet? Während sich die Beiträge der untersuchten Fernsehsender vor allem hinsichtlich der Anzahl der Beiträge und der Experten sowie der Wahl der Experten unterscheiden, zeigen Beiträge in Printmedien vor allem Unterschiede hinsichtlich des jeweiligen Genres.
Stefanie Alexandra Esch
Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Systemische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Hybridnetzen

Die Entwicklung des mitteleuropäischen Energiesystems und insbesondere die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur sind konfrontiert mit einer stetig steigenden Diversität an Herausforderungen, aber auch mit einer zunehmenden Komplexität in den Lösungsoptionen. Vor diesem Hintergrund steht die Weiterentwicklung von Hybridnetzen symbolisch für das ganze sich in einer Umbruchsphase befindliche Energiesystem: denn der Notwendigkeit einer Schaffung und Bildung der Hybridnetze aus systemischer und volkswirtschaftlicher Perspektive steht sozusagen eine Komplexitätsfalle gegenüber, mit der die Branche in der Vergangenheit in dieser Intensität nicht konfrontiert war. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise