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Wissensmanagement erfolgreich umsetzen

Praxisleitfaden mit Self-Check, Toolselektionshilfe und Toolbox. ISO 9001:2015 konform

  • 2023
  • Buch

Über dieses Buch

Die Menge an Wissen und Informationen im Arbeitskontext hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Unsere Arbeitsmethoden, unsere Prozesse und Strukturen, unser Informations- und Kommunikationsverhalten sind für diese neue Arbeitswelt nicht mehr adäquat. Wir brauchen neue Konzepte und neue Lösungen, um Wissensarbeit im 21. Jahrhundert produktiv zu machen.

Dieses Buch bietet Beratern und Beraterinnen sowie Wissensmanagement-Projektleitern und -Projektleiterinnen einen fundierten fachlichen Hintergrund zu Wissens- und Informationsmanagement, der für Management-Entscheidungen und Beratung und Projektleitung relevant ist. Nach der fachlichen Einführung ins Wissensmanagement wird ein Vorgehensmodell für die Einführung und den laufenden Betrieb von Wissensmanagement in der Praxis erläutert.

Das Werk bietet eine Übersicht über die Grundbegriffe und verbundenen Konzepte sowie über die Rolle von Wissen in Organisationen gestern und heute. Es begleitet die Leser und Leserinnen Schritt für Schritt durch die Phasen der Umsetzung von erfolgreichem Wissensmanagement. Das Vorgehen nach dem Knowledge-Excellence-Modell unterstützt auch den seit der ISO 9001:2015 hinzugekommenen Wissensmanagement-Teil der Zertifizierung. Die umfangreiche Toolbox beschreibt Methoden kurz und übersichtlich und enthält Vorlagen wie beispielsweise den Self-Check und die Toolselektionshilfe. Eine Reihe von Best-Practice-Fallbeispielen rundet das Werk ab.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Zur Einführung: Warum dieses Buch?

    Isabella Mader
    Das Buch behandelt die Herausforderungen im Wissensmanagement, die sich aus der zunehmenden Informationsflut und der Notwendigkeit ergeben, Wissensarbeit produktiver zu gestalten. Es zeigt, wie Organisationen ihre Arbeitsmethoden und Prozesse anpassen können, um die Produktivität zu steigern und die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Ein zentrales Thema ist die Überwindung des industriegesellschaftlichen Mindsets und die Anpassung der Zusammenarbeit und Wissensarbeit an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Das Buch bietet praktische Lösungen und ein erprobtes Vorgehensmodell, um Wissensmanagement effektiv zu implementieren und zu betreiben. Es beleuchtet auch die Rolle von Wissen als Wettbewerbsfaktor und stellt empirisch validierte Erfolgsfaktoren aus über 100 Wissensmanagement-Projekten vor. Zudem wird ein Blick auf die Grundlagen aus verschiedenen Disziplinen geworfen, die in die Praxis des Wissensmanagements eingeflossen sind. Das Buch begleitet die Leser Schritt für Schritt durch die Umsetzung und bietet eine umfangreiche Toolbox mit Methoden und Vorlagen, die in der Praxis anwendbar sind.
  3. 2. Die Welt des Wissens in Organisationen im Wandel

    Isabella Mader
    Das Kapitel 'Die Welt des Wissens in Organisationen im Wandel' beginnt mit der Klärung der Begriffe Information, Wissen und Kompetenz. Es wird erläutert, wie Wissen entsteht und wie es in der Wissenspyramide strukturiert werden kann. Die einzelnen Ebenen der Wissenspyramide, von Zeichen über Daten und Information bis hin zu Wissen und Können, werden detailliert beschrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Datenbanken und der Herausforderung, Wissen effektiv zu dokumentieren und weiterzugeben. Das Kapitel behandelt auch die Unterschiede zwischen explizitem und implizitem Wissen und die Bedeutung von Erfahrung und Kompetenz. Weiterhin wird die Rolle des Gedächtnisses und die Unterschiede zwischen Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis erläutert. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die Herausforderungen und Lösungen im Umgang mit Informationsflut, Unterbrechungskultur und der Notwendigkeit von Wissensmanagement in modernen Organisationen.
  4. 3. Wissen als zentraler Wettbewerbsfaktor

    Isabella Mader
    Das Kapitel 'Wissen als zentraler Wettbewerbsfaktor' beleuchtet die entscheidende Rolle von Wissen und Kompetenzen für den Erfolg von Organisationen. Es wird hervorgehoben, dass die effektive Verwaltung von Information und Wissen ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist. Das Kapitel identifiziert Probleme im Umgang mit Wissen, wie z.B. die Vergeudung von Zeit durch Unterbrechungen und die Verluste an Expertise durch Pensionierung oder Wechsel zu Konkurrenten. Es wird die Notwendigkeit einer Professionalisierung im Wissensmanagement betont und verschiedene Herausforderungen wie fehlende Strategien, mangelndes Strategie-Alignment und Probleme im Wissenstransfer diskutiert. Das Kapitel bietet auch Lösungsansätze und Empfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung von Wissensmanagement-Maßnahmen, einschließlich der Bedeutung von Unterstützung durch das Top-Management, strategischer Abstimmung und gemeinsamer Gestaltung. Die praktischen Tipps und Erfolgsfaktoren aus über 100 Praxisprojekten machen das Kapitel besonders wertvoll für Fachleute, die nach konkreten Ansätzen zur Verbesserung des Wissensmanagements in ihren Organisationen suchen.
  5. 4. Warum ein eigenes Framework?

    Isabella Mader
    Dieser Beitrag behandelt die Bedeutung eines eigenen Frameworks im Wissensmanagement, um systematische und zielgerichtete Methoden zu etablieren. Das Knowledge-Excellence-Modell, das auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und empirisch validierten Erfolgsfaktoren basiert, wird vorgestellt. Es wird erläutert, wie das Modell die Geschäftsstrategie unterstützt, ISO-konform ist und agil gestaltet wird, indem Führungskräfte und Belegschaft einbezogen werden. Besondere Beachtung finden aktuelle Konzepte der Verhaltensökonomie und andere relevante Disziplinen. Das Modell wurde in über 100 Praxisprojekten erfolgreich angewendet und deckt alle kritischen Erfolgsfaktoren ab, um bedarfsgerechte und nachhaltige Lösungen zu gewährleisten.
  6. 5. Knowledge Excellence: Vorgehen und Konzept

    Isabella Mader
    Das Knowledge-Excellence-Modell ist eine agile Vorgehensweise, die Auftraggeber und Betroffene einbezieht und sicherstellt, dass entwickelte Lösungen den Bedarf entsprechen und mitgetragen werden. Der Prozess wird in allen Phasen gemeinsam erarbeitet und unterstützt die Organisationsstrategie. Der Beitrag bietet eine detaillierte Anleitung zur Vorgehensweise in allen einzelnen Schritten, einschließlich der Bildung eines Kern-Teams, eines Briefings zu Wissensmanagement und New Work, der Alignment mit der Geschäftsstrategie, der Durchführung eines Self-Checks, der Auswertung und Priorisierung von Bedarfen, der Maßnahmenableitung mit einer Tool-Selektionshilfe, der Umsetzung und Integration in Prozesse sowie der Evaluierung durch Kennzahlen. Besonders hervorgehoben wird die Einbindung in bestehende Managementsysteme wie ISO 9001:2015 und die Möglichkeit, den Prozess flexibel an den spezifischen Bedarf der Organisation anzupassen.
  7. 6. Die Toolbox

    Isabella Mader
    Der Fachbeitrag präsentiert eine Toolbox, die verschiedene Methoden und Tools für das Wissensmanagement und New Work enthält. Diese Tools sind in einer alphabetischen Reihenfolge aufgelistet und nach Relevanz für spezifische Herausforderungen kategorisiert. Die Toolbox deckt Methoden aus verschiedenen Domänen ab, darunter agiles Management, Blogs und Vlogs, Foren, Briefings und Management Briefings, Business Talks, Coaching, Communities of Practice, Debriefings, Dokumentenmanagement, e-Learning, Enterprise Search, Infografiken, Informations- und Medienkompetenz-Training, Job-Rotation, KVP – Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Leitbild-Prozess, Lessons Learned, Meeting- und Kommunikationsformate, Mentoring und Patensysteme, Onboarding, Einschulung, Organisationsstruktur, Prozesse & Erledigungsstandards, Quiet Time, Schnittstellen-Workshop, Skills-Datenbank, Storytelling, Trade-off: Weglassen!, Trainingspläne/Schulungspläne, Wissensbilanz, Wissenslandkarte, Wissensrisikoanalyse. Jedes Tool wird ausführlich beschrieben, einschließlich seiner Anwendung und der spezifischen Vorteile. Die Toolbox ist darauf ausgelegt, den Lesern zu helfen, die besten Methoden und Tools für ihre spezifischen Bedürfnisse zu finden und effektiv zu nutzen.
  8. 7. Best Practice: Knowledge-Excellence-Fallstudien

    Isabella Mader
    Dieser Beitrag präsentiert Fallstudien zur erfolgreichen Implementierung von Wissensmanagement-Strategien in verschiedenen Unternehmen und Organisationen. Die Otto Group, die ÖBB, die Stadt Wien und Leitz Austria sind Beispiele, die zeigen, wie der Knowledge-Excellence-Self-Check genutzt wird, um spezifische Bedarfe zu erkennen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Diese Strategien umfassen die Adaptierung von Wissensmanagement-Tools, die Schulung von Wissenstransfer-Coaches und die Einführung von Community of Practices. Die Fallstudien verdeutlichen, wie kontinuierliche Anpassungen und ein durchdachtes Vorgehen langfristige Verbesserungen in der Zusammenarbeit und im Wissensmanagement ermöglichen. Besonders bemerkenswert ist die nachhaltige Integration dieser Strategien in den Alltagsbetrieb der Organisationen, die durch regelmäßige Bewertungen und Anpassungen stetig optimiert werden.
  9. 8. Wissen und Arbeit: Ausblick und Resümee

    Isabella Mader
    Der Fachtext beleuchtet innovative Organisationsmodelle und -prinzipien, die die Arbeitswelt revolutionieren. Frederic Laloux empfiehlt eine Abkehr von traditionellen, hierarchischen Organisationsstrukturen und plädiert für pluralistische, dezentralisierte und wertegetriebene Unternehmen. Stephen Denning definiert Agilität als grundlegendes Prinzip des Managements, das flexible Reaktionen auf Marktveränderungen ermöglicht. Lynda Gratton empfiehlt eine individuelle Passung von Arbeitsbedingungen nach der Pandemie. Das Beyond-Budgeting-Konzept setzt auf dynamische Ressourcenkoordination und kontinuierliche Verbesserung. Das RenDanHeYi-Modell von Haier und das Holacracy-Konzept von Brian Robertson zeigen, wie selbststeuernde Teams und Netzwerkstrukturen die Effizienz steigern können. Gary Hamel und Michele Zanini plädieren für den Abbau interner Bürokratie und die Förderung einer dynamischen, inspirierten Organisation. Die Netzwerkgesellschaft wird als zentrale Organisationsform der Zukunft betrachtet, die durch digitale Kompetenz und Bildung gestützt wird. Der Beitrag zeigt, wie komplexe Aufgaben in netzwerkartigen Teams gelöst werden und gleichzeitig Verständnis, Vertrauen und Mittragen generiert werden.
  10. 9. Epilog

    Isabella Mader
    Der Beitrag behandelt die Herausforderung der Optimierung von Wissensarbeit im 21. Jahrhundert, wie sie von Peter Drucker vorhergesagt wurde. Es wird diskutiert, wie wenige Organisationen bisher erfolgreich Wissensmanagement implementiert haben und welche Herausforderungen dabei bestehen. Ein zentrales Thema ist das Knowledge-Excellence-Modell, das durch systematisches und community-basiertes Vorgehen die Effizienz und Ressourcennutzung in Organisationen verbessern soll. Der Text betont die Bedeutung von Wissensmanagement für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen und die Notwendigkeit, Wissen kontinuierlich zu pflegen und zu aktualisieren. Weiterführende Materialien und eine interaktive Webseite bieten zusätzliche Ressourcen und Unterstützung für die Leser.
Titel
Wissensmanagement erfolgreich umsetzen
Verfasst von
Isabella Mader
Copyright-Jahr
2023
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-66763-7
Print ISBN
978-3-662-66762-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-66763-7

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    Bildnachweise
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