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Über dieses Buch

Der gezielten Nutzung des Unternehmenswissens kommt eine wachsende Bedeutung zu. Doch Wissensmanagement muss nicht komplex und theoretisch sein, wie die vorliegende Publikation beweist. Dieses Buch liefert Ideen und Hinweise für die Gestaltung des Wissensmanagements und verdeutlicht dies anhand von Praxisbeispielen. Das bewährte Vorgehen, welches in der 1. Auflage bei 15 produzierenden Mittelständlern beschrieben wurde, konnte inzwischen auch auf öffentliche Institutionen, größere Unternehmen, Netzwerke und Dienstleister angewandt werden. Diese Erfahrungen und Erfolge aus der Praxis werden verständlich und praxisorientiert beschrieben und vermitteln dem Leser, wie der Produktionsfaktor Wissen effizient genutzt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Die weltweit verfügbaren Daten und Informationen explodieren. Allein im Jahr 2010 sollen durch die Menschheit ca. 1 Zetabyte neue Daten kreiert worden sein. Auf dem Weg zur Industrie 4.0 wird die Entstehung und der Austausch von Daten zwischen Maschinen weiter steigen (Schlagwort „Big Data“). Dabei stellt sich die Frage, wie aus diesen unzähligen Daten und Informationen ein Mehrwert generiert werden kann. Ein Mehrwert entsteht nur, wenn es gelingt, aus Daten und Informationen neues Wissen zu generieren. Noch immer sind die Mitarbeiter und ihr Wissen die bedeutendsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Nur auf Grundlage von Wissen können Innovationen entstehen. Die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens entscheidet letztendlich über seine Wettbewerbsfähigkeit. Damit wird deutlich, wie bedeutsam der systematische Umgang mit dieser Ressource für Unternehmen ist. Ein systematischer Umgang mit Wissen wird als Wissensmanagement bezeichnet.

Stefan Voigt, Holger Seidel

Grundlagen für Wissensmanagement

Frontmatter

2. Herausforderung für Unternehmen

Studienergebnisse zeigen, die wichtigsten Herausforderungen für produzierende KMU sind die ‚Kostenreduktion am Gesamtprodukt‘ und ‚Wissen als kritischer Erfolgsfaktor‘. Die ‚Erschließung neuer Märkte‘ und die ‚Konzentration auf Kernkompetenzen‘ sowie ‚Verstärkter Innovationsbedarf/Innovation als Treiber‘ werden von ca. der Hälfte der KMU als wichtige Herausforderungen angesehen.

Stefan Voigt, Holger Seidel, Ronald Orth, Holger Kohl

3. Studie Wissensstandort Deutschland

Durch Veränderungen in den Leistungserstellungsprozessen ist die Bedeutung immaterieller Werte in den Industrieländern deutlich gestiegen. Die Bewertung des Standorts Deutschland hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft aus Sicht der ansässigen Unternehmen, stellt den Fokus der durch das Fraunhofer IPK durchgeführten Studie „Wissensstandort Deutschland“ dar. Die Studie gibt Aufschluss darüber, wie gut deutsche Unternehmen ihre immateriellen Vermögenswerte bereits managen, welche Ressourcen im Mittelpunkt einer wissensbasierten Unternehmensführung stehen und wie sich Unternehmen unterschiedlicher Sektoren hinsichtlich ihrer Strategien zur Stärkung der wissensbasierten Wettbewerbsvorteile unterscheiden.

Holger Kohl, Ronald Orth, Erik Steinhöfel

4. Ein Referenzmodell für Wissensmanagement

Das Verständnis von Wissensmanagement ist ebenso vielfältig wie die unterschiedlichen Interpretationen des Begriffs Wissen selbst. Insbesondere die Unternehmenspraxis verlangt daher nach klaren Konstrukten und stringenten Vorgehensweisen. Ein bewährtes Konzept, um wesentliche Elemente des Wissensmanagements und die Prinzipien ihrer Interaktion besser verstehen und strukturieren zu können, ist die Entwicklung so genannter Referenzmodelle. Solche Modelle ermöglichen es, innerhalb vielschichtiger Phänomene und komplexer Beziehungen auf relevante Zusammenhänge aufmerksam zu machen.

Kai Mertins, Ina Kohl, Ronald Orth

5. Lust auf Veränderung? – Durch interne Kommunikation Wissensmanagement erfolgreich einführen

Kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor der besonderen Herausforderung, mit knappen Ressourcen neben dem Tagesgeschäft Wissensmanagement in die laufenden Prozesse einzuführen. Die Hauptbarriere gegenüber geplanten Wissensmanagement-Aktivitäten ist der Mangel an Zeit und damit auch die fehlende Bereitschaft einen Mehraufwand für neue Methoden oder Verfahren einzuplanen.

Ina Kohl

6. Den Status quo im Umgang mit Wissen erkennen

Mit wachsender Akzeptanz des Themas Wissensmanagement steigt der Bedarf der Unternehmen, den Umgang mit Wissen zu messen oder zumindest zu beschreiben. Eine zunehmende Anzahl an Messverfahren steht mittlerweile zur Verfügung, um möglichst objektive Aussagen darüber zu ermöglichen, inwieweit Wissensmanagementaktivitäten wirkungsvoll im Unternehmen umgesetzt werden.

Ina Kohl

7. Wissensorientierte Analyse und Gestaltung von Geschäftsprozessen

Basis der wissensorientierten Analyse und Gestaltung von Geschäftsprozessen ist die am Fraunhofer IPK entwickelte Methode des Geschäftsprozessorientierten Wissensmanagements (GPO-WM). Vor diesem Hintergrund stellt die Analyse- und Gestaltungsmethode die wertschöpfenden Prozesse des Unternehmens in den Mittelpunkt der Betrachtung, da sich hier der tägliche Umgang mit Wissen vollzieht. Die Integration der WM-Kernaktivitäten in die Geschäftsprozesse gewährleistet die Verknüpfung zwischen dem Wissensmanagement und den Aufgaben des Tagesgeschäfts.

Ronald Orth, Kai Mertins

8. Wissensbilanz

Der Geschäftserfolg hängt heute maßgeblich vom verfügbaren Know-how eines Unternehmens ab. Dabei beschreibt das Know-how vielmehr als das Wissen der Mitarbeiter sowie deren Fähigkeiten. Es umfasst neben Organisationsstrukturen und -prozessen auch die Beziehungen zu Investoren, Lieferanten und Kunden. Das systematische Management von Wissen im Sinne eines solchen „Intellektuellen Kapitals“ verspricht großen Nutzen.

Kai Mertins, Markus Will, Ronald Orth

9. Integrierte Strategieentwicklung

Die Integrierte Strategieentwicklung (ISE) ist eine praktische Methode zur Unterstützung der strategischen Unternehmensentwicklung von KMU. Die strategische Unternehmensentwicklung (UE) bezeichnet die intendierte Steuerung eines organisationalen Veränderungsprozesses mit dem Ziel, nachhaltige Wettbewerbsvorteile und das ökonomische Überleben eines Unternehmens sicherzustellen.

Markus Will

Wissensmanagement-Lösungen

Frontmatter

10. Wissensmanagement-Lösungen auswählen

Im Bereich Wissensmanagement existiert eine Vielzahl an Methoden und -Lösungen, die für den unerfahrenen Anwender nur schwer überschaubar erscheinen. Die Bedürfnisse der Unternehmen sind unterschiedlich. Daher stellt sich die Frage, welche Methode oder welches Werkzeug ist das Richtige? Im Folgenden wird gezeigt, wie aus den Analyseergebnissen selbstständig und mit Hilfe einer webbasierten Anwendung konkrete Lösungen abgeleitet und deren Einführung systematisch gestaltet werden können.

Stefan Voigt

11. Erfahrungssicherungsworkshops

Projekte sind die zentrale Arbeitsform in vielen Unternehmen, ein Großteil des Erfahrungsschatzes wird damit innerhalb verschiedenster Formen von Projekten erzeugt, weiterentwickelt und angewendet. Die Verteilung des erzeugten Know-hows über die Projektgrenzen hinaus ist dabei nicht immer effektiv und effizient geregelt. Dabei geht es nicht nur darum, so genannte Lessons Learned und Best Practices aus abgeschlossenen Projekten für nachfolgende Entwicklungen zu nutzen, sondern auch die dabei gemachten Erfahrungen und Ergebnisse abteilungsübergreifend einzusetzen.

Stefan Voigt, Jörg von Garrel

12. Wissensbewahrung ausscheidender Mitarbeiter

Mit „Mitarbeiterstrom“ wird ein Prozess bezeichnet, der in jeder Unternehmensform auftritt: Mitarbeiter treten in eine Organisation ein und scheiden nach einer bestimmten Zeit wieder aus. Die aktuelle demografische Entwicklung der Gesellschaft hat jedoch bedeutende Einflüsse auf diesen Prozess, da die unterschiedlich starken Geburtsjahrgänge dazu führen, dass aktuell mehr Mitarbeiter altersbedingt aus der Organisation ausscheiden als Neue eintreten können. Insbesondere bei Schlüsselpersonen und Fachkräften zeigt sich ein Mangel an potenziellen Arbeitskräften. Insofern ebbt der Mitarbeiterstrom ab.

Sven Wuscher, Stefan Voigt, Martin Fischer

13. Selbsterklärende Ordnerstrukturen

Das operative Geschäft eines „Wissensarbeiters“ in deutschen Unternehmen ist geprägt durch den Umgang mit Informationen. Jeder Wissensarbeiter sucht einen Großteil seiner Arbeitszeit – mehr oder weniger erfolgreich – nach Informationen. Die Mehrheit der Informationen innerhalb eines Unternehmens liegt in unstrukturierter Form – also in Dateien jeglicher Art – vor. Umso erstaunlicher ist, dass sehr wenige Publikationen zur Strukturierung von Dateiablagen und Regeln zur Datei- und Ordnerbenennung vorliegen.

Stefan Voigt

14. Wissensmanagement mit Wiki-Systemen

Die Wiki-Technologie, abgeleitet aus dem Hawaiianischen „wiki“ (= schnell), ermöglicht das Management von Inhalten und kann im Internet oder Intranet eingesetzt werden. Ein Wiki ist eine Webseite, bei der die Benutzer gleichzeitig über Lese- und Schreibrechte verfügen. Im Vordergrund steht dabei die schnelle und einfache Editierbarkeit der Inhalte. Hieraus eröffnen sich neue Perspektiven für den Wissensaustausch und die kollaborative Zusammenarbeit.

Stefan Voigt, Ronald Orth

15. Der WM-Prozessassistent

Ausgangspunkt für die Einführung von Wissensmanagement in Unternehmen sind die Geschäftsprozesse. Merkmal eines prozessorientierten Wissensmanagement ist der bewusste und systematische Umgang mit der Ressource Wissen auf Basis der Geschäftsprozesse. In diesem Kapitel wird nach einer kurzen Einführung in Nutzen und Einsatz prozessorientierter Methoden im Wissensmanagement der am Fraunhofer IPK entwickelte Prozessassistent vorgestellt. Durch die bedarfsorientierte Bereitstellung von Wissen und Informationen liefert der Prozessassistent einen Beitrag, die Mitarbeiter bei ihren täglichen Aufgaben zu unterstützen.

Ronald Orth, Nikolaus Wintrich

16. Mit Wissensgemeinschaften (Communities) Unternehmen agil machen

Was sind Communities? Als „Community“ werden im Unternehmenskontext in der Regel Gemeinschaften von Leuten bezeichnet, die sich aufgrund eines gemeinsamen Interesses über einen längeren Zeitraum hinweg austauschen – unabhängig von Zuständigkeit oder Hierarchie.

Hans-Georg Schnauffer

17. Wissensmanagement im Enterprise 2.0

Für wissensintensive und -geprägte Unternehmen ist der Einsatz sozialer Medien und Software bis hin zur Transformation zum Enterprise 2.0 langfristig unumgänglich, da so die Wettbewerbsfähigkeit in einem stets dynamischer werdenden Markt gestärkt wird. Der vorliegende Artikel bietet einen Überblick über Social Media und Social Software im Unternehmenskontext und zeigt konkrete Einsatzszenarien für die verschiedene Social Software Anwendungsklassen auf. In diesem Zusammenhang wird auch auf die mit der Nutzung von Social Media und Social Software verbundenen Risiken, und Möglichkeiten diesen erfolgreich zu begegnen, eingegangen.

Stefan Voigt, Erik Steinhöfel

18. Gestaltung wissensintensiver Dienstleistungen durch Simulation

Die Wirtschaft Deutschlands stützte sich im Laufe der letzten zehn Jahre immer mehr auf das Wissen ihrer Beschäftigten und konnte daher steigende Anteile der Wertschöpfung durch wissensintensive Produzenten verzeichnen. Dabei spielt gerade für die Wettbewerbsfähigkeit von Dienstleistern, die den größten Teil des deutschen Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften, die Orientierung an den Kunden eine große Rolle.Zwar bieten sich prozessorientierte Simulationsstudien als effektives und effizientes Mittel zur Unterstützung der Optimierung von Dienstleistungsprozessen an, doch es fehlt bei existierenden Konzepten zur Simulation wissensintensiver Dienstleistungen an konkreten Möglichkeiten, den Einfluss des Kunden auf den Verlauf eines Dienstleistungsprojektes abzubilden. Die Unsicherheiten, die durch die mangelnde Kontrolle des Dienstleistungsanbieters über den Kunden entstehen, werden, wenn überhaupt, nur über Szenarien berücksichtigt und sind keine festen Bestandteile der Simulationskonzepte.Daher wird in diesem Artikel ein Konzept vorgestellt, das sich aus der Kombination eines wissensorientierten Konzeptes und eines personenorientierten Konzeptes ergibt und die Mitarbeit des Kunden am jeweiligen Projekt ausdrücklich einbindet.

Jörg von Garrel, Mathias Vorbröcker

19. Das Miteinander zählt – Schnittstellen- Workshops und soziale Netzwerkanalyse

Die Kommunikation zwischen Mitarbeitern ist für die internen Abläufe und Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen entscheidend, denn nur da, wo die Mitarbeiter effizient zusammenarbeiten, wird auch Mehrwert geschaffen. Neben den formalen Kommunikations- und Entscheidungswegen geschieht ein großer Teil der wertschöpfenden Arbeit in den informellen Strukturen. Vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen überwiegt die informell geprägte Kommunikationskultur, in der häufig „auf Zuruf“ die gemeinsame Arbeit koordiniert wird. Diverse Studien zeigen, dass KMU aufgrund der guten Vernetzung der Mitarbeiter in der Lage sind, Lücken in der formellen Struktur durch informelle Beziehungen zu schließen.

Ina Kohl

Fallstudien

Frontmatter

20. Einführung in die Fallstudien

In diesem Buchabschnitt werden die 12 Fallbeispiele beschrieben. Hier kann man direkt von den Erfahrungen der Unternehmen – vor allem aus der Umsetzungsphase – profitieren und lesen wie der ProWis-und Wissensbilanz-Ansatz in der Praxis funktioniert.

Stefan Voigt, Ronald Orth

21. AUCOTEAM – Ingenieurwissen effektiv managen

Die AUCOTEAM Ingenieurgesellschaft für Automatisierungs- und Computertechnik mbH mit Standort in Berlin ist ein Systemhaus und Dienstleister für technische Automatisierungslösungen von der ersten Beratung des Kunden über die Ausführung bis hin zu Schulung und Service, insbesondere zur Softwareapplikation in kundenspezifischen Automatisierungsprojekten (Tab. 21.1). Schwerpunkte liegen dabei in den Systemlösungen zur Steuerungs- und Prozessleittechnik, Datenbankapplikationen und innovativen Speziallösungen. AUCOTEAM entstand 1991 im Rahmen eines Management-Buy-outs mit Beteiligung von Führungskräften und Mitarbeitern aus dem ehemaligen Forschungszentrum der Elektro-Apparate-Werke (EAW) Berlin. Die Geschäftstätigkeit bewegt sich deutschland- und europaweit in einem Netz von Kunden, Entwicklungspartnern, Zulieferern und Forschungseinrichtungen. Ein hochqualifiziertes Team von Ingenieuren, Informatikern und Facharbeitern garantiert durch Flexibilität und ständige Suche nach Synergien die Marktfähigkeit und den wirtschaftlichen Bestand des Unternehmens.

Paul J. Thierse

22. BBR – Wissensbilanz: Nicht nur die Technik im Blick haben!

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit rund 1250 Mitarbeitern. Das BBR gliedert sich funktional in einen Baubereich und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Das BBSR im BBR berät mit etwa 160 Mitarbeitern als Ressortforschungseinrichtung die Bundesregierung auf nationaler sowie internationaler Ebene bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und des Bauwesens.

Henning Bolten, Sven Wuscher

23. BEYERS – Von der Wissensbilanz zum strategieorientierten Personalmanagement

Die Helmut Beyers GmbH (BEYERS) ist ein mittelständischer Electronic Manufacturing Service (EMS) Anbieter mit Sitz in Mönchengladbach. Gegründet im Jahre 1985 wird das Familienunternehmen seit 2001 in zweiter Generation geführt. Heute fertigen rund 170 Mitarbeiter auf einer Fläche von 6000 m2 kundeneigene Elektronikprodukte. BEYERS ist Fertigungsdienstleister für die verschiedensten Märkte wie Industrie, Telekommunikation, Automobil, Medizin, Multimedia sowie Sicherheits- und Regelungstechnik.

Ina Kohl, Wolfgang Beyers, Jan Renker

24. BMA AG – Der süße Geschmack des Wissensmanagements

Die Braunschweigische Maschinenbauanstalt AG (BMA) wurde 1853, unweit des heutigen Standortes in Braunschweig, gegründet. Die Zuckerindustrie im Braunschweiger Umland expandierte zum damaligen Zeitpunkt sehr stark, so dass bereits frühzeitig eine Spezialisierung auf Ausrüstungen für die Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben erfolgte.

Hartmut Stolte, Ronald Orth

25. DESMA – Transparenz über Prozesse und Methoden

Als Unternehmen der Salzgitter AG hat sich DESMA auf die Herstellung von Sondermaschinen zur Verarbeitung von Polyurethan, thermoplastischen Werkstoffen sowie vulkanisiertem Gummi zur industriellen Produktion von Schuhen sowie technischen Artikeln spezialisiert. Erweitert wurde in den vergangenen Jahren das Produktprogramm um technologisch anspruchsvolle Anlagen für die industrielle Produktion von technischen Bauteilen sowie Automations- und Robotiklösungen. Mit derzeit etwa 200 Mitarbeitern entwickelt, produziert und vermarktet das Unternehmen die Anlagen als globaler technologischer Marktführer.

Christian Decker, Ronald Orth

26. Kristronics – Wissensmanagement als Kompass in stürmischer See

Die Kristronics GmbH bietet Entwicklungs-, Produktions- und Logistikdienstleistungen in den Segmenten Mobile Power Electronics, Industry Applications and Power Electronics, Medical and Life Science Solutions sowie Smart Sensing/Safety Technology an. Kristronics versteht sich als Anbieter von Engineering Electronic Manufacturing Services (E2MS). Als Premiumpartner unserer namhaften Kunden pflegen wir höchste Qualitätsstandards und legen besonderen Wert auf Innovation. Dank erweiterter Entwicklungskapazitäten bieten wir einen umfassenden „One-Stop-Service“ von der Produktidee bis zur Realisierung und helfen unseren Kunden, in ihren Märkten schneller erfolgreich zu sein.

Bernd Molter, Stefan Voigt

27. Wissensmanagement in Expertennetzwerken

Die Lenze SE ist ein Hersteller und Entwickler für Antriebstechnik und Automation mit Hauptsitz in Aerzen. Die Unternehmensgruppe verfügt weltweit über 53 Gesellschaften und beschäftigt rund 3400 Mitarbeiter. Um die Entscheidungswege kurz und die Strukturen so einfach wie möglich zu halten, sind die operativen Einheiten als flexible mittelständische Unternehmen aufgestellt. Die Firma ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Forschungs- und Entwicklungsstandorten, Produktionswerken und Logistikzentren sowie einem Netz von Servicepartnern in 60 Ländern und auf allen Kontinenten vertreten. Die Kunden werden durch ein internationales Netzwerk von über 500 Anwendungsspezialisten mit tiefem Produkt- und Branchenwissen unterstützt (Tab. 27.1).

Josef Lackhove, Joachim Hanke, Ronald Orth

28. LTI Motion GmbH – Aus Erfahrungen lernen

Die LTI Motion GmbH (vor 01.01.2015 LTi DRiVES GmbH), als Teil des Geschäftsfelds Automation des Körber-Konzerns, entwickelt, produziert und vertreibt vollständige Automatisierungs- und Antriebslösungen für anspruchsvolle Anwendungen in strategischen Branchen und Segmenten. Dank innovativer Lösungen und Systeme setzt LTI Motion neue Maßstäbe, um Kunden nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu sichern. Mehr als 40 Jahre Erfahrung zeichnen LTI Motion als Pionier in der elektronischen Antriebs- und Automatisierungstechnik aus. Mit einer breiten und innovativen Produktpalette sowie umfangreichem Know-how werden komplexe Aufgaben erfolgreich gelöst. LTI Motion ist mit zahlreichen Vertriebsniederlassungen und Partnern in Zentraleuropa und Asien sowie einer Asia-Headquarter-Organisation in China international präsent.

Jürgen Rühl, Stefan Voigt

29. PM Automotive GmbH – Verantwortung durch Qualifizierung übergeben

Die PM Automotive GmbH wurde im Oktober 2001 von den geschäftsführenden Gesellschaftern als Automobilzulieferer mit Sitz in Wilkau-Hasslau gegründet. Das Tätigkeitsfeld des mittelständigen Unternehmens umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Bauteilen und Baugruppen sowie der notwendigen Werkzeuge und Vorrichtungen für den Fahrzeugbau. Mit der weiteren Fokussierung auf das Seriengeschäft setzt die PM Automotive GmbH ihre Entwicklung zu einem verlässlichen und stabilen Partner der Automobilindustrie und der großen Systemlieferanten fort. Unsere Kunden sind fast zu gleichen Teilen in- und ausländische Systemlieferanten und Automobilhersteller. Unser Personalbestand stieg in den vergangenen Jahren auf insgesamt 107 Mitarbeiter.

Annegret Döhler, Stefan Voigt

30. SCHEUERLE – Wissensmanagement im Service

Die SCHEUERLE Fahrzeugfabrik GmbH hat eine fast 150-jährige Vergangenheit und wurde bereits 1869 durch Christian SCHEUERLE als Schmiede gegründet. Viele SCHEUERLE-Entwicklungen, wie beispielsweise die SCHEUERLE-Pendelachse, bilden heute noch das Grundprinzip moderner Schwerlasttransporter. Aufgrund seiner technischen Faszination kaufte Otto Rettenmaier 1987 das Unternehmen auf und erweiterte sein Engagement in den folgenden Jahrzehnten. Er erwarb 1994 bzw. 2004 die ehemaligen Konkurrenten NICOLAS bzw. KAMAG und überführte alle drei Unternehmen schließlich in die TII Group – Transporter Industry International. Die TII Group ist weltweit führend in der Entwicklung und Herstellung von Schwerlastfahrzeugen. Mit den Fahrzeugen der TII Group werden Lasten, wie z. B. Fabrikmodule für Kraftwerke, Meerwasserentsalzungs- und Erdölexplorationsanlagen sowie Offshore-Plattformen, sicher und zuverlässig zu ihren Einsatzorten transportiert, dabei wurden in der Vergangenheit bereits Lasten bis rund 15.000 Tonnen erreicht. Ermöglicht werden diese Leistungen durch kundenspezifische Lösungen, unter anderem auf Basis innovativer selbstangetriebener Modulfahrzeuge – wie dem SCHEUERLE SPMT (Self-Propelled Modular Transporter) oder dem InterCombi SPE. Durch die Flexibilität der Modultransporter gehören sie zu den leistungsfähigsten Schwerlasttransportsystemen weltweit.

Jennifer Bachmayer, Fabian Weingart, Gerd Eurich, Stefan Voigt

31. Terrawatt Planungsgesellschaft mbH – Effektive Nutzung windiger Zeiten

Die Terrawatt Planungsgesellschaft mbH wurde 1996 durch vier Gesellschafter gegründet. Sie hat sich seit ihrer Gründung ständig weiterentwickelt und vereinigt heute die Kompetenzen Elektrotechnik, Maschinenbau, Bauingenieurswesen, Meteorologie, Vermessung und Betriebswirtschaft/Finanzen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung sowie die Planung und die Errichtung von elektrotechnischen Anlagen und Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Am Anfang stand die Entwicklung eigener Windparkprojekte, welche wir heute selbst betreiben. Aber auch für einige andere Projekte, die wir selbst entwickelt und verkauft haben, bieten wir dem Eigentümer eine effektive Betriebsführung. Als Planungs- und Beratungsgesellschaft hat sich Terrawatt im Bereich regenerativer Energien zum Komplettanbieter entwickelt und erbringt diese Dienstleistungen für eine Vielzahl renommierter Projektentwickler und Investoren. Neben der Entwicklung von Windprojekten wurden weitere regenerative Geschäftsfelder erschlossen. So plant und betreibt die Terrawatt Planungsgesellschaft mbH Photovoltaikanlagen sowie Blockheizkraftwerke. Auf dem wachsenden Markt der regenerativen Energien haben wir uns kontinuierlich entwickelt und sind zunehmend auch international tätig. Auf unserem Spezialgebiet, der technischen Infrastruktur, haben wir beispielsweise Planungs-, Beratungs- und Bauüberwachungsleistungen in Tschechien, Polen, Rumänien, Griechenland, Ägypten, Äthiopien, Nigeria, Jordanien, Indien, Japan und Südkorea erbracht. Inzwischen erwirtschaften wir die Hälfte unseres Umsatzes im Ausland, wobei der Schwerpunkt auf Osteuropa, Afrika und Fernost liegt.

Falk Zeuner, Kathrin Schneider, Stefan Voigt

32. Würth Elektronik ICS – Wiki-Lösungen: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Die Würth Elektronik Intelligent Connecting Systems GmbH & Co. KG, im weiteren Würth Elektronik ICS genannt, ist führender Anbieter von elektromechanischen und elektronischen Systemlösungen in Einpresstechnik. Würth Elektronik ICS bietet leiterplattenbasierte Systemlösungen für Stromverteiler, Anzeige- und Bedienfelder und elektronische Steuerungen (ICCS) an.

Sven Wartenberg, Stefan Voigt

33. Fazit aus den Fallstudien

Die Fallstudien kennzeichnen sich durch bestimmte Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Anforderungen und der Umsetzung von Wissensmanagement in der Praxis. Gemeinsam sind ihnen bestimmte Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, die sich für Wissensmanagement als förderlich herausgestellt haben. Die gemeinsamen Probleme und Lösungen sowie die Erfolgsfaktoren werden im Folgenden zusammengefasst.

Stefan Voigt, Ronald Orth

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