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04.10.2019 | Wissensmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

In fünf Schritten zu einer hocheffektiven Lernkultur

Autor:
Patrick Brigger

Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen Unternehmen die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter als integralen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur verstehen. Wie sie eine entsprechende Lernkultur etablieren, erklärt Gastautor Patrick Brigger.

Viele Unternehmen sind sich durchaus bewusst, dass eine starke Lernkultur maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen kann und deshalb fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein muss. Allerdings haben Bildungsverantwortliche oft Schwierigkeiten zu definieren, was eine sogenannte hocheffektive Lernkultur bedeutet, und diese zu etablieren. Wie also funktioniert der Lernkulturwandel?

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Neues Lernen: Wir entwickeln uns selbst!

Die Digitalisierung und die gesellschaftlichen Entwicklungen verändern grundsätzlich die Art, wie wir lernen und uns Wissen aneignen. Kontinuierliches Lernen ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden, die weiterhin auf ihrem Markt bestehen wollen.

Eine hocheffektive Lernkultur ist die Summe von Werten, Konventionen, Prozessen und Praktiken, die den Einzelnen – und die Organisation als Ganzes – ermutigen, Wissen, Kompetenz und Leistung zu steigern. Sie bildet die Basis dafür, dass Arbeitnehmer mehr lernen und sich schneller an sich verändernde Geschäftsbedingungen anpassen können. Der Unternehmenserfolg hängt von der Fähigkeit der Mitarbeiter ab, innovative Ideen mit den dafür relevanten Kenntnissen in die Praxis umzusetzen. Um das Potenzial der Organisation zu verwirklichen, müssen Verantwortliche daher eine Lernumgebung schaffen, die die eigenen Mitarbeiter motiviert, gemeinsam zu lernen und zu wachsen, und gleichzeitig offen für neue Denkweisen zu sein. 

Eine neue Lernkultur etablieren 

1. Die Flut an Informationen organisieren

Die Grundlage einer effektiven Lernkultur ist Wissen. Allerdings erschwert es die Informationsüberflutung, relevantes Wissen zu finden und nach wichtigen Inhalten zu filtern. Unternehmen müssen ihrer Belegschaft daher ein zuverlässiges Wissenswerkzeug zur Verfügung stellen, das relevante Informationen zu einem breiten Themenspektrum in einem für jeden Mitarbeiter leicht verdaulichen Format bietet – beispielsweise in Form von Zusammenfassungen, Erklärvideos oder E-Learning. 

2. Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran

CEOs und Führungskräfte dienen als Vorbilder und müssen dafür sorgen, dass das Unternehmen die Lernleistungen der Mitarbeiter anerkennt. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass diese fest an das Lernen glauben und die erforderliche Zeit und Energie in dessen Förderung investieren. Nur so können sie andere Mitarbeiter motivieren. Eine Möglichkeit wäre die Einführung eines Lesezirkels oder die Organisation von monatlichen informellen Meetings, um sich in einer großen Runde auszutauschen und Themen zu besprechen, die für das Unternehmen relevant sind. 

3. Lernen sozial gestalten

Eine Lernkultur sollte Zusammenarbeit, Informationsaustausch, Innovation, Risikobereitschaft und Experimente fördern. Dabei müssen Mitarbeiter aktiv in diesen Prozess mit eingebunden werden, sodass sie sich bei der Entwicklung des Unternehmens einbezogen fühlen und das Lernangebot des Unternehmens schätzen. Ein soziales Lernumfeld lässt sich fördern, indem man die Mitarbeiter belohnt, wenn sie ihr Wissen teilen und die Fragen anderer Mitarbeiter beantworten. 

4. Eine klare Kommunikation fördern

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Lernorganisation ist Kommunikation. Ein breiter Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern hilft, verschiedene Standpunkte und auftretende Probleme besser zu verstehen. Daher müssen Unternehmen Sharing-Funktionen und Diskussionsplattformen bereitstellen, die es Mitarbeitern auf allen Ebenen ermöglichen, ihre Ideen auszutauschen und voneinander zu lernen. 

5. Blended Learning integrieren

Für eine hocheffektive Lernkultur müssen Mitarbeiter ihren eigenen Lernstil selbst steuern und anwenden können. Einige Unternehmen bevorzugen einen informellen Lernansatz, stellen aber fest, dass noch immer Bedarf an formaler Ausbildung besteht. Blended Learning verbindet E-Learning-Möglichkeiten mit persönlicher Zusammenarbeit und hilft Mitarbeitern, in Gruppen das Beste aus formalen Trainingsprogrammen für den Know-how-Aufbau herauszuholen. 

Kompetente Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg 

Eine hocheffektive Lernkultur zeichnet sich durch Werte und Prozesse aus, die Mitarbeiter motivieren, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Leistung zu verbessern und mit den Kollegen zu teilen. Mitarbeiter haben durch die veränderte Arbeitswelt einen erhöhten Lernbedarf, den Führungskräfte nicht ignorieren dürfen. Nur wenn sie diesen ernst nehmen und unterstützen, erhöhen sie die Produktivität ihrer Mitarbeiter – und sorgen dafür, dass ihr Unternehmen den sich ändernden Marktanforderungen gerecht werden kann. 

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