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"Wissensmanager wünschen sich mehr Sichtbarkeit"

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Wissen ist ein Werttreiber für Unternehmen, wenn dieses wertgeschätzt und strategisch vorangetrieben wird, ist Karsten Ehms überzeugt. Im Interview mit der Zeitschrift "return" erklärt der Experte der Siemens AG, wie Unternehmen diese Ressource heben können.

Karsten Ehms ist Senior Key Expert für Knowledge Management and Enterprise Social Software bei der Siemens AG, wo er seit mehr als zwei Jahrzehnten am Wissensmanagement mitwirkt.


return: Herr Dr. Ehms, die Collaboration-Maturity-Studie von Atlassian hat zuletzt Rückschritte bei der digitalen Zusammenarbeit in deutschen Unternehmen festgestellt. Nimmt Kollaboration tatsächlich eher ab?

Karsten Ehms: Ich kenne Atlassian gut durch die Wissensplattform, die wir als internes Wiki einsetzen. Die Studie fokussiert auf Videokonferenzen, die während der Corona-Pandemie stark gestiegen sind. Der Rückgang bezieht sich auf die Akzeptanz – es hat eine Müdigkeit eingesetzt. Die Befragten vermissen persönliche Begegnungen, die quasi auch glückliche Zufälle für Ideen schaffen. Wir kennen das Phänomen aus dem Innovationsmanagement unter dem Begriff 'Serendipität', der zufällige Beobachtungen von etwas ursprünglich Gesuchtem bezeichnet, woraus sich neue und überraschende Entdeckungen ergeben. Sie gibt es bei physischen Treffen in der Kaffeeküche oder in virtuellen Informationsräumen. Auf beides setzt Wissensmanagement.

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01.08.2022 | Titelthema

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Karsten Ehms, Top-Experte für Wissens-Management und digitale Zusammenarbeit der Siemens AG, über die Wertschätzung von Wissen als Werttreiber für Unternehmen.

Wird Wissen als Werttreiber genug wertgeschätzt?

In der Breite der Wirtschaft ist diese zentrale Erkenntnis noch nicht angekommen. Siemens hat jedoch schon früh ins Wissensmanagement investiert. Der systematische Umgang mit dieser Ressource hebt ein Potenzial, das in vielen Firmen bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Dabei ist strategisches Wissensmanagement sogar schon in Normen verankert wie der DIN 9001 oder 40301. Welches Wissen ein Unternehmen kurz-, mittel- und langfristig benötigt, aber auch welches künftig nicht mehr von Bedeutung ist, entscheidet maßgeblich über die Zukunftsfähigkeit.

Unterstützt die Unternehmensführung bei Siemens auch entsprechend ausreichend das Wissensmanagement?

Jeder passionierte Wissensmanager wünscht sich mehr Sichtbarkeit und Unterstützung, aber die Wertschätzung und Rückmeldung auf unsere offene Kollaborationsplattform sind schon deutlich auf allen Ebenen zu spüren.

Das komplette Interview mir Karsten Ehms können Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "return" lesen.

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    Bildnachweise
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