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07.11.2016 | Wissensmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Wie digitale Assistenten Wissensarbeiter unterstützen

Autor:
Adrian Vogler
4 Min. Lesedauer

Wissensarbeiter treiben die Digitalisierung voran. Dabei werden ihre Ressourcen allerdings nicht voll ausgeschöpft, da geeignete Tools und ein gezieltes Skillmanagement fehlen, so Gastautor Adrian Vogler. 

Nur wenige Veränderungen beeinflussen die Zivilisation derart nachhaltig wie eine Änderung des Prinzips, auf dem die Organisation der Arbeit beruht. (Peter F. Drucker)

Die zentrale Ressource in der digitalen Revolution ist Wissen. Der Wissensarbeiter ist derjenige, der sein Know-how einsetzt, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Er hat insofern die zentrale wertschöpfende Rolle inne, die es im Sinne der Effektivität mit den richtigen Arbeitsmitteln zu unterstützen gilt.

Durch die Digitalisierung steigen die Anforderungen an den Wissensarbeiter eher als dass sie sinken. Nie zuvor war so viel Wissen nur einen Mausklick entfernt – egal zu welchem Thema. Wie effizient sich ein Wissensarbeiter auch aufstellen mag, in Zeiten von Big Data wird er mit herkömmlichen Werkzeugen wohl immer den Kürzeren ziehen.

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Was sind digitale Assistenten und was ist ihr wertschöpfender Beitrag?

Mit den digitalen Assistenten, die sich über eine Cognitive-Computing-Plattform erstellen lassen, wird die Arbeit des Wissensarbeiters in ihrem Kernprozess unterstützt. So können deren Leistungen ein höheres Niveau erreichen.

Im Zuge der digitalen Transformation ändern sich in vielen Branchen die Produktionsprozesse massiv. Doch wie geht man am besten damit um, wenn sich die Digitalisierung so stark auswirkt, dass sich ganze Berufsbilder ändern, alte Berufe verschwinden, neue entstehen?

Einen digitalen Assistenten für den Arbeitsmarkt 4.0 entwerfen

Die gute Nachricht ist: Es gibt eine grundlegende stabile Basis an Skills, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es Arbeitnehmern ermöglichen, in einer Vielzahl von Berufen tätig zu werden. Bei dieser Betrachtungsweise spielen dann nicht nur die Talente, Skills, Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person eine Rolle, die sie bereits für einen bestimmten von ihr ausgeübten Beruf eingesetzt hat.

Wir brauchen Arbeitsmittel, die zur Auswahl der für uns passenden Tätigkeiten in bestimmten Rollen eben nicht bei der Berufsbezeichnung anknüpfen. Diese Arbeitsmittel sollten dazu in der Lage sein, all unsere Skills, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf einfache Art und Weise zu ermitteln. Sie sollten ebenfalls dazu in der Lage sein, unsere Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente mit dem angebotenen Spektrum an Aufgaben und Rollen abzugleichen. Doch welche digitalen Assistenten gibt es, die Unternehmen zum gezielten Skillmanagement einsetzen können?

AnbieterMöglichkeiten der digitalen Assistenten
Knack.itDas US-amerikanische Start-up bietet für den Bereich der Soft Skills Tools an, die einen Gamification-Ansatz nutzen, um zu ermitteln, über welche Talente der Spieler verfügt. Dazu wird protokolliert, wie der Spieler sich verhält, um eine Aufgabe zu lösen. Daraus leitet das Tool die Leadership-Qualitäten oder die Problemlösefähigkeiten des Spielers ab.
IBM KenexaKenexa stellt über das Internet mehr als 1.500 geprüfte Skill-Assessments für den Bereich des theoretischen Wissens zur Verfügung. Für die Ermittlung von praktischen Fähigkeiten beginnen sich auch bereits Arbeitsmittel herauszubilden.
loxpDas deutsche Start-up Unternehmen nutzt zur Bildungsunterstützung mit Arbeitsmitteln Augmented Reality. Mit seinen Werkzeugen fokussiert loxp bislang auf den Bereich der (Aus-)Bildung, weniger auf die Nutzung der produzierten Daten für einen Einsatz in einem Matching-Prozess. Wir haben also nun drei Arbeitsmittel ermittelt, mit denen wir in der Lage sind, die Fähigkeiten, Skills und Talente einer Person zu ermitteln. Und zwar auf Basis eines digitalisierten Prozesses.
IBM WatsonUm das Skillmanagement ganzheitlich zu digitalisieren, sollte auch die kognitive Komponente berücksichtigt werden. Dabei hilft die Plattform Watson, mit der sich digitale Assistenten erstellen lassen.

Mit Hilfe dieser Werkzeuge lassen sich Informationen über eine kognitive Plattform wertschöpfend miteinander verbinden. Die Datenquellen, die für eine kognitive Plattform nötig sind, werden von Tools wie Knack, Kenexa oder eben loxp geliefert. Dabei kann diese Wissensbasis durchaus jederzeit um weitere Datenquellen angereichert werden. Die kognitive Plattform wird durch zusätzliche Datenquellen und zusätzliche über diese Datenquellen produzierten Daten eher besser, da es sich um ein lernendes System handelt.

Fazit: Ist der Grundstein für die Arbeit mit digitalen Assistenten erst einmal gelegt, sind viele weitere Möglichkeiten denkbar, die damit nach und nach erschlossen werden können. Die Informationen dienen dazu, Angebot und Nachfrage in Form eines kognitiven Matching abzugleichen. Man kann die Informationen zudem nutzen, um die Prognosefähigkeit zu ermitteln.

Diese wird durch die Analyse großer Mengen von Informationen im zeitlichen Verlauf ermöglicht und kann dazu eingesetzt werden, dem Fragesteller zielgerichtete Vorschläge zu unterbreiten, in welche Richtung die Kompetenzen sich entwickeln. 

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