Workbook Location-Management
30 Praxisbeispiele für den erfolgreichen Betrieb von Veranstaltungs-Centren
- 2025
- Buch
- Herausgegeben von
- Stefan Luppold
- Kim Werner
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Dieses Buch beleuchtet die vielfältigen Potenziale und Herausforderungen, mit denen Veranstaltungszentren heute konfrontiert sind. Ob Konzerthaus, Stadthalle, Kongresszentrum oder Special Event Location – sie alle bilden als physische Orte das zentrale Element für Begegnung und Austausch. Ihre Erscheinungsformen sind ebenso vielfältig wie ihre Aufgaben: historisch oder modern, multifunktional oder spezialisiert – und allein in Deutschland gibt es mehrere tausend davon.
Diese erfolgreich zu führen, am Markt zu positionieren, verlässliche Dienstleistungen mit motivierten Teams zu erbringen und dabei qualitätsbewusst sowie nachhaltig zu agieren – das ist anspruchsvoll, aber machbar. Die Autorinnen und Autoren – allesamt erfahrene Praktiker – geben in konkreten Fallbeispielen Einblicke in innovative Lösungen aus der Praxis. Die 30 Beiträge, darunter auch Ratschläge und Hinweise von internationalen Experten, helfen bei der Konzeption neuer Management-Ansätze: So werden etwa Gestaltungsrichtlinien für Dashboards als Instrument für Veranstaltungszentren vorgestellt, die Wissenschaft als Geschäftsfeld thematisiert oder dem Klimawandel geschuldete Anpassungsmaßnahmen erläutert. Weitere Beiträge sind auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ausgerichtet, nehmen sich der Analyse und Stärkung der Marktposition durch strategisches Management an oder greifen juristische Fragestellungen auf.
Sie berichten über erfolgreiche Digitalisierungsstrategien, nachhaltiges Eventmanagement, inklusive Ausbildungsmodelle, rechtssicheren KI-Einsatz, effektive Kooperationen im technischen Betrieb und mehr. Im Mittelpunkt stehen dabei direkt anwendbare Konzepte, neue Managementansätze und kreative Impulse für den Arbeitsalltag von Location-Managern.
Das „Workbook Location-Management“ ist das erste seiner Art. Es richtet sich an Praktiker in kommunalen Veranstaltungsstätten, Special Event Locations, Konferenzhotels, Verbänden und Agenturen – ebenso wie an Studierende und Berufseinsteiger, die die Zukunft des Veranstaltungsmanagements aktiv mitgestalten möchten.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Implementierung von Microsoft 365 in den Workflow eines Soziokulturzentrums am Beispiel des Kulturzentrum E-Werk in Erlangen
Jan-Peter Dinger, Andreas Drechsler, Michaela HäusserZusammenfassungBis Anfang 2020 war die Digitalisierung im E-Werk auf einem begrenzten Niveau. Die Mitarbeitenden nutzten überwiegend stationäre PCs, während Daten zentral auf hausinternen Servern gespeichert wurden. Der Zugriff von außen war ausschließlich über einen langsamen Remote-Zugang möglich, was mobiles Arbeiten erheblich erschwerte. Besprechungen fanden fast ausschließlich vor Ort statt, wodurch die Einbindung externer Partner und eine flexible Arbeitszeitgestaltung kaum möglich war. Auch die Zusammenarbeit in Teams litt unter mangelnder Vernetzung und einer uneinheitlichen Projektorganisation. Prozesse waren nicht transparent, und der Wissenstransfer gestaltete sich schwierig, da Informationen meist nur durch persönliche Rückfragen zugänglich waren.Die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 zwang das E-Werk, den Digitalisierungsprozess zu beschleunigen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurde eine zentrale Lösung gesucht, die viele Herausforderungen gleichzeitig adressiert. Die Wahl fiel auf Microsoft 365 (M365), das bewährte Anwendungen wie Word und Excel mit neuen Tools wie Teams, Planner, SharePoint und OneDrive kombiniert.Die Einführung von Microsoft 365 wurde in mehreren Schritten umgesetzt. Nach einer Analyse der Software und Lizenzmodelle wurden DSGVO-Konformität und Sicherheitsaspekte geprüft. Anschließend wurden das Active Directory, die E-Mail-Server und die Dokumentenablage in die M365-Umgebung migriert. Dieser Prozess umfasste auch die Aktualisierung von PC-Arbeitsplätzen sowie die Optimierung von Ordnerstrukturen und Zugriffsrechten. Parallel dazu wurden Mitarbeitende frühzeitig einbezogen und geschult. Ein ausgewähltes Team testete die neuen Anwendungen, bevor abteilungsweise Schulungen stattfanden. Nach der Umstellung gab es regelmäßige Feedback-Runden, um Probleme zu lösen und die Nutzung der neuen Tools zu optimieren. Ein Teams-Kanal dient seitdem als Plattform für den Wissensaustausch und die Sammlung von Problemlösungen. -
Klimaneutrale Veranstaltungen und noch viel mehr: Die Stadthalle Reutlingen zeigt Best-Practice-Beispiele für Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche
Petra Roser, Sandro ZimmermannZusammenfassungNachhaltigkeit und Multifunktionalität sind die Attribute der Stadthalle Reutlingen, die so konsequent und strategisch zur Positionierung dieser Veranstaltungsstätte genutzt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine marketing-getriebene Fassade, sondern ein authentisches Konstrukt, dessen Qualitäten in der DNA des Hauses und des Teams zu finden sind. Als somit grundlegende Gestaltungselemente sind so die Flexibilität und Variabilität einer modernen Location und deren insbesondere ökologisch nachhaltiger Betrieb miteinander verwoben. Eine konstante Weiterentwicklung sowohl was die Nutzungsmöglichkeiten betrifft – etwa durch interaktive oder kollaborative Eventformate – als auch bezüglich der Aufstellung als „first mover“ im Nachhaltigkeits-Kontext belegen dies. Das Beispiel der Stadthalle Reutlingen eignet sich daher, mit vielen Details und Hinweisen für das eigene Handeln, als Best-Practice für die gesamte Veranstaltungswirtschaft. -
Die Relevanz von hochverfügbarer IT-Infrastruktur, solidem IT-Betrieb und IT-Sicherheit für Veranstaltungsstätten am Beispiel des MEDIO.RHEIN.ERFT
Stefan Holzporz, Simon F. RüscheZusammenfassungIn der digitalen Ära sind Veranstaltungsstätten auf eine robuste IT-Infrastruktur, einen soliden IT-Betrieb und eine gute IT-Sicherheit angewiesen. Diese Komponenten sind entscheidend für den reibungslosen Ablauf, das positive Besuchserlebnis und den Schutz sensibler Daten. Eine gut geplante IT-Infrastruktur umfasst Netzwerke, Server und Speicherlösungen und sorgt für stabile digitale Dienste wie Ticketing und Streaming. Der IT-Betrieb beinhaltet die Wartung der Systeme, Datensicherung und Benutzersupport, wobei externe Dienstleister oft durch klare Leistungsvereinbarungen eingebunden werden. IT-Sicherheit ist essenziell, um Bedrohungen wie Malware und Phishing abzuwehren. Schutzmaßnahmen umfassen Firewalls, IDS, Verschlüsselung sowie physische Sicherheit und Notfallpläne. Die Betreibergesellschaft des MEDIO.RHEIN.ERFT, die BM.CULTURA GmbH, demonstriert Best Practices durch die Digitalisierung des internen Geschäftsbetriebs und die Modernisierung seiner IT-Infrastruktur in Zusammenarbeit mit der IPN – IT Precision Network GmbH. Zukünftige Trends wie IoT, KI, Cloud-Computing und 5G bieten neue Chancen, bergen jedoch auch Sicherheitsrisiken. Herausforderungen wie Budgetbeschränkungen und Fachkräftebedarf erfordern sorgfältige Planung und kontinuierliche Anpassung. -
Make or Buy: Catering als Profit Center
Am Beispiel des Convention & Event Center Filderhalle in Leinfelden und der Location bertha’s place in Echterdingen Nils JakobyZusammenfassungDie Entscheidung, ob eine Eventlocation das Catering in Eigenregie betreiben (Make) oder an einen externen Dienstleister auslagern sollte (Buy), ist ein wesentlicher Aspekt der strategischen Ausrichtung der Location. Am Beispiel der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen und der kleineren Location bertha’s place wird das Modell eines Inhouse-Caterings als Profit Center analysiert. Der Erfolg des Eigenbetriebs basiert auf verschiedenen Faktoren, darunter die gezielte Steuerung der Kostenstruktur, eine genaue Deckungsbeitragsrechnung der operativen Kosten (I und II) sowie die Break-even-Analyse. Ein entscheidender Punkt ist zudem das Fachpersonal, das in der Gastronomie eine große Rolle spielt. Ein gut funktionierendes Team und die erfolgreiche Implementierung betriebswirtschaftlicher Werkzeuge machen den Unterschied zwischen einem profitablen Catering und einem finanziellen Risiko. Dieser Beitrag beleuchtet detailliert die wirtschaftlichen Bedingungen, die Anforderungen an das Personal und die organisatorischen Rahmenbedingungen, die für den Erfolg eines Inhouse-Caterings entscheidend sind. -
Erfolgreiche Nachwuchsarbeit bei der inRostock GmbH, Messen, Kongress & Events
Anja Engel, Andreas MarkgrafZusammenfassungDer Fachkräftemangel in der Veranstaltungsbranche ist insbesondere in einem Flächenland mit geringer Bevölkerungsdichte wie Mecklenburg-Vorpommern eine Herausforderung. Dieser muss mit langfristigen Maßnahmen – mit Strategien zur Nachwuchsgewinnung und -förderung begegnet werden. Zu den konzeptionellen Bestandteilen gehören deshalb Angebote für Ausbildungsberufe wie auch ein duales Studium. Seit 1997 haben über 100 junge Menschen diese Angebote angenommen. Um an qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zu kommen, bedarf es moderner Rekrutierungsmaßnahmen, die ebenfalls langfristig angelegt sein müssen – und daher u.a. die Möglichkeit von Praktika beinhalten. -
Analyse und Stärkung der Marktposition durch strategisches Management
Kathrin Baumgärtner, Stefan LuppoldZusammenfassungStrategisches Management basiert insbesondere auf Analysen, auf einem klaren Verständnis hinsichtlich der aktuellen und einer Projektion der möglichen zukünftigen Situation. Verschiedene Werkzeuge, wie etwa die SWOT- oder die PESTEL-Analyse, decken Handlungspotenziale auf und liefern Input für längerfristig wirksame Ansätze zur Stärkung der Marktposition. Einer Darstellung der relevanten Tools folgt eine beispielhafte Anwendung, die zeigt, wie solche Analysen im eigenen Unternehmen vorgenommen werden können. -
Social-Media-Marketing-Guide für Veranstaltungsorte: Empfehlungen und Herausforderungen
Laura-Marie KretzerZusammenfassungVeranstaltungsorte bedürfen – wie Veranstaltungsstätten, vielleicht sogar noch ausgeprägter – einer strategischen Kommunikation. Es hat sich gezeigt, dass Social-Media-Plattformen essentiell sind, einen Beitrag zur Vermittlung wichtiger und aktueller Informationen leistern und dabei helfen, die Markenwerte eines Veranstaltungsorts zu vermitteln. Allein Content reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein; es geht u. a. um die Auswahl der richtigen Plattform, um die Sicherstellung personeller Ressourcen und die Erarbeitung eines Redaktionsplans. -
Dashboards als zentrales Managementinstrument – Funktionen, Gestaltung und Anwendung in Veranstaltungszentren
Frank Billet, Tobias W. LienhardZusammenfassungDashboards sind das zentrale Instrumente der operativen und strategischen Steuerung von Veranstaltungszentren. Sie konsolidieren Daten in Echtzeit und bereiten diese visuell und empfängergerecht auf. Entscheidungsprozesse sowie das Monitoring und Controlling werden effektiv unterstützt, die Effizienz gesteigert. Sie finden Anwendung in der Veranstaltungsplanung, im Ressourcen- und Finanzmanagement sowie im Nachhaltigkeits- und Risikomanagement. Die rasante Entwicklung der Möglichkeiten der KI wird die Funktionen von Dashboards zu präziseren Echtzeitanalysen und proaktiven Handlungsempfehlungen erweitern. -
Beschaffungsprozesse und Angebotsstellung bei Produkten und Leistungen von Veranstaltungslocations – Herausforderungen aus Sicht eines Beraters
Christopher RörigZusammenfassungSport- und Veranstaltungslocations müssen im Rahmen des operativen Tagesgeschäfts Waren und Dienstleistungen einkaufen. Dabei stellt der Einkauf nicht nur für die einkaufenden Unternehmen, sondern auch für die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen eine Herausforderung dar. In diesem Artikel werden konkrete Hürden und Herausforderungen sowie Praxisbeispiele und mögliche Lösungsansätze für diesen komplexen Prozess dargestellt. -
Management der veranstaltungstechnischen Infrastruktur Wie können Kooperationen und Konzepte die Aktualität, Sicherheit und Verfügbarkeit sicherstellen Vom technischen Dienstleister zum Servicepartner – Vorteile einer starken Servicepartnerschaft
Philip BelzZusammenfassungWie erreiche ich durch die Zusammenarbeit mit einem Servicepartner in meinem Haus einen Mehrwert für meine eigene Organisation und für Kunden?In diesem Beitrag betrachten wir verschiedene Möglichkeiten und Aufgabenbereiche einer Zusammenarbeit mit einem Servicepartner im Bereich Veranstaltungstechnik. Die Basis sind Erfahrungen aus zahlreichen Servicepartnerschaften sowohl in EVVC-Mitgliedshäusern als auch in Corporate Venues direkt bei Endkunden, teils über viele Jahre hinweg, mit ganz unterschiedlichen lokalen Voraussetzungen, Aufgabenbereichen und Konstellationen. Wir betrachten die Möglichkeiten, Vorteile und ebenso die Herausforderungen.So unterschiedlich wie die Mitgliedshäuser im EVVC und Corporate Venues sind, genauso vielseitig sind die technischen Anforderungen der Kunden durch die Art und das Ziel der jeweiligen Veranstaltungen und Formate. Wir arbeiten mit jahrelangen Planungsvorläufen internationaler Kongresse in den großen Kongresszentren, mit umfangreicher hauseigener Ausstattung und zusätzlich nennenswertem Bedarf an Veranstaltungstechnik und Servicedienstleistung. Wir schätzen einzigartige Inszenierungen bei Events, die oftmals bis zum Showbeginn sehr dynamische und kreative Anforderungen mit sich bringen. Und im normalen Tagesgeschäft steht in Tagungsräumen einfach ein Projektor auf dem Tisch oder ein Flipchart im Stuhlkreis, wo die Kunden genauso auf die angemessene Qualität vertrauen. Viele Kunden schätzen innovative Lösungen und schaffen einzigartige Erlebnisse. Somit sitzen wir alle im selben Boot, Haus und Servicepartner, mit vielseitigen Anforderungen der Projekte. Erreichen wir zusammen mehr! -
Der Umgang mit politisch und medial (stark) polarisierenden und extremen Veranstaltungsinhalten sowie der Zugangsanspruch zu öffentlichen Veranstaltungshäusern (sog. „Kontrahierungszwangs“)
Thomas RüscheZusammenfassungVeranstaltungshäuser sehen sich in jüngster Zeit einer wachsenden Anzahl politisch und medial polarisierender Veranstaltungsanfragen gegenüber. Dabei ist voranzustellen, dass insbesondere die Abwehrmöglichkeiten von Kommunen und ihrer kommunal beherrschten Tochtergesellschaften zur Beschränkung des Zugangs zu ihren Veranstaltungshäusern gegenüber „(extrem) polarisierenden Veranstaltungsinhalten“ deutlich begrenzter sind als vielfach angenommen. Sie sind regelmäßig Gegenstand gerichtlicher Entscheidungen. Im Falle einer unberechtigten betreiberseitigen Absage können insbesondere hohe Schadensersatzansprüche drohen. Dennoch sollte man den Prozess des Vertragsabschlusses sowie die Übertragung sicherheitskonzeptioneller Pflichten nach Maßgabe des § 38 und 43 MVStättVO proaktiv gestalten. -
Professional Congress Organizer (PCO) im Wandel
Daniel M. Metzler, Fabienne SchönweitzZusammenfassungDurch „Congress Partners Mainz“ wurde ein Serviceportfolio gebündelt, das ganzheitliche und zeitgemäße Beratung für Kongressprojekte bietet. Die Anforderungen an die Organisation von Kongressen haben sich erhöht: Kreativität in der Konzeption, die Entwicklung interaktiver Formate sowie ein starkes Marketing- und Branding-Konzept sind essentiell. Die Digitalisierung hat die Organisation und Durchführung von Kongressen revolutioniert; mit der Verlagerung von Kongressen in den digitalen Raum ändern sich auch die Anforderungen an die Vermarktung und die Einbindung von Sponsoren und Ausstellern. -
Inklusive Ausbildung als Antwort auf den Fachkräftebedarf – Herausforderungen und Chancen
Othmar GimpelZusammenfassungDer Fachkräftemangel ist weit verbreitet und betrifft alle Branchen. Bemühungen um verbesserte Unternehmenskulturen lindern dies nur begrenzt. Ein oft vernachlässigter Aspekt ist die Integration von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt. Trotz bestehender Gesetze bleibt die Umsetzung unzureichend, was zur Einführung einer verschärften Ausgleichsabgabe im Jahr 2024 führte, um mehr Druck auf Unternehmen auszuüben. Eine nachhaltige Lösung erfordert angepasste Ausbildungsprogramme, die Menschen mit Behinderungen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Inklusive Ausbildungslehrgänge könnten helfen, Barrieren abzubauen und Fachkräftelücken zu schließen, indem sie Unternehmen für die Fähigkeiten dieser Arbeitskräfte sensibilisieren. -
UNESCO Weltkulturerbe trifft Transformation im MICE Segment
Daniela Wiese, Sabine ThieleZusammenfassungDer Leitgedanke der Regensburg Tourismus GmbH (RTG) für das MICE-Segment „Tradition goes Future“, beschreibt es sehr gut:In diesem Beitrag geht es um Location Management im größeren Zusammenhang des Destinationsmanagements, es geht um Qualitätsmanagement und wie es die RTG geschafft hat, mit ihrem eigenen Weg ihre Nische zu finden und ganz oben im Deutschlandtourismus mitzuspielen. Es geht um Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit und um eine Destination, die als UNESCO-Welterbestadt für Freizeittourismus einen Namen hat und zudem fünfzig Prozent ihrer Übernachtungen mit Geschäftsreisenden generiert und das ohne ein originäres Convention Bureau.Wie immer im Veranstaltungsbusiness geht es um Motivation, Mut und „einfach mal machen“. Und wie alle Beispiele in diesem Buch ist es ein Praxisbeispiel, welches sich definitiv lohnt, näher zu betrachten. -
Von der Angebotsvorlage zum digitalen Kundenportal
Das VaPo (Veranstaltungsportal) des Festspielhaus Bregenz Gerhard StübeZusammenfassungDas Veranstaltungsportal VaPo ist eine vom Festspielhaus Bregenz entwickelte und betriebene Plattform, die als digitales Kundenportal dazu dient, Entscheidungsprozesse zu verkürzen und Fehlerquellen zu vermeiden. Information, Dokumentation und Kommunikation sind dort gebündelt, sowohl für das Team des Festspielhauses als auch für Kundinnen und Kunden. -
How to Manage a Venue – Some Hints and Tips
John Burke, Nalinie Rajah, Julian LohAbstractManaging a venue is not always and not everywhere the same. For that reason, hints and tips from an international perspective are quite helpful and inspiring. There are various areas of work – such as financial aspects (revenue and profit), marketing & client acquisition in a highly competitive world, as well as quality, safety, operational excellence, and compliance. Not forget about the small things – they matter as well! -
Staatliches Umweltzeichen „Blauer Engel“ für Veranstaltungen
Markus Große-OphoffZusammenfassungDas vorliegende Kapitel beschreibt die Einführung der neuen staatlichen Umweltauszeichnung für Veranstaltungen, des sog. „Blauen Engels für Veranstaltungen“, die seit Januar 2025 beantragt werden kann. Er zeichnet das Zusammenspiel mehrerer beteiligter Akteure bei der Planung und Durchführung von nachhaltigen Veranstaltungen aus, wird unabhängig geprüft und unterscheidet sich somit von existierenden Umweltmanagementsystemen, die zumeist nur eine einzelne Firma bewerten. Das Kapitel gibt einen Überblick über die Kriterien zur Zertifizierung und erläutert die Vorteile der neuen Auszeichnung. -
Normung und Standards im Veranstaltungsbereich: Warum Reformen notwendig sind
Markus Große-OphoffZusammenfassungDas Kapitel thematisiert Normungen in der Veranstaltungsbranche. Dabei werden insbesondere die Ansätze bestehender Normungsverfahren kritisch diskutiert und der Reformbedarf aufgezeigt. Am Beispiel des Blauen Engels sowie der ISO-Norm 20121 werden die Verfahren zur Erarbeitung von Normen für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement verglichen. Das Kapitel zeigt abschließend mehrere sinnvolle Ansatzpunkte für einen grundlegenden Reformprozess im Bereich der Normen auf -
Wissenschaft als Geschäftsfeld
Lars WöhlerZusammenfassungDas vorliegende Kapitel beschreibt die Entwicklung der Stadt Darmstadt, die seit 1997 den Ehrentitel „Wissenschaftsstadt“ trägt. Es wird eindrucksvoll dargestellt, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Land Hessen, der Stadt Darmstadt sowie verschiedenen Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen ein Forum des Austauschs für die Wissenschaft geschaffen hat. Heute gehört Darmstadt zu den bedeutendsten Forschungs- und Bildungsstandorten in Deutschland. Eine besondere Rolle spielt dabei das Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium. -
Ein Überblick zum rechtskonformen Einsatz von KI-Tools im Veranstaltungsmanagement
Mandy Risch-KerstZusammenfassungDie europäische Regulierung von Künstlicher Intelligenz, wie sie die im Jahr 2024 veröffentlichte KI-VO der Europäischen Union vornimmt, ist nicht nur ein fundamentaler Grundstein für die KI-Regulierung, sondern hat auch große Auswirkungen auf die Veranstaltungswirtschaft. Die Verordnung soll Rechtssicherheit schaffen; allein der Nutzungszweck des Einsatzes der KI bestimmt im Veranstaltungsmanagement für jeden Geschäftsführer die Festlegung der Risikoklasse und die damit verbundenen Pflichten und Haftungssituationen. Dabei geht es u. a. um Informationspflichten, Datensicherheit und Urheberrecht. -
Der Aufstieg des Shanghai New International Expo Center (SNIEC) zu einem der führenden Messezentren der Welt
Michael Kruppe, Kim WernerZusammenfassungDas vorliegende Kapitel beschreibt die Entwicklung des Shanghai New International Expo Center (SNIEC) in Shanghai, China, zu einem der führenden Messegelände der Welt. Dabei geht es insbesondere auf die Herausforderungen in den Anfangsjahren ein, erläutert aber auch die angestrebten Strategien für die Zukunft, um diese erfolgreiche Position weiterhin zu behaupten. Hierbei spielt insbesondere das Thema ESG eine wichtige Rolle. Nach einer theoretischen Einführung in die ESG-Kriterien wird beschrieben, wie das SNIEC erste ESG-Ansätze exemplarisch umsetzt -
EMASplus im darmstadtium – Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau
Clemens Leuschner, Lars WöhlerZusammenfassungDas Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt hat sich als Vorreiter in der Umsetzung nachhaltiger Praktiken etabliert. Mit der EMASplus-Zertifizierung verbindet das darmstadtium ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung zu einem integrierten Managementsystem. Dieser Beitrag beleuchtet das Managementsystem EMASplus und dessen erfolgreiche Implementierung im darmstadtium, welches kontinuierlich seine Umweltleistungen verbessert, innovative Technologien einsetzt und sich als nachhaltiger Veranstaltungsort ständig weiterentwickelt. -
Internationale Vermarktung und Netzwerke – Grundlage für eine erfolgreiche Ansprache und Akquisition von internationalen Kunden in Congress Center und Venues
Heike MahmoudZusammenfassungDer strategische Schritt in die internationale Vermarktung einer Location kann lohnenswert sein, um neue Zielgruppen zu gewinnen und in Zukunft internationale Veranstaltungen ausrichten zu können. Grundlage für den Erfolg ist eine sehr gute Vorbereitung, welche die Auswertung von internen Zahlen und Fakten, Marktdaten sowie Benchmarks beinhaltet – und das Kennen der internationalen Trends der Branche. Weitere Bausteine sind die Anpassung von internen Strukturen, Ressourcen und Budgets. Der Aufbau eines starken, internationalen Netzwerkwerks von Kunden, Partnern und anderen Stakeholdern ist Garant für eine gezielte Ansprache und Akquisition von internationalen Kunden aus Verbänden, Unternehmen, Kongress- und Event-Agenturen sowie aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. -
Kollaborative Innovation. Die Wirkung von strukturiertem Austausch am Beispiel des Projekts VENUE 4.0
Stefan LuppoldZusammenfassungEine geordnete Zusammenarbeit von Lieferanten und Kunden, als Innovations- oder Forschungsprojekt aufgesetzt, schafft eine Transparenz hinsichtlich der in der Praxis benötigten Produkte und zeigt reale Bedürfnisse auf. Der EVVC-Partner SCHNEEWEISS Interior trifft sich seit mehreren Jahren regelmäßig mit Verantwortlichen aus Stadthallen, Kongresszentren und Special Event Locations. In einem temporären Creative Lab entstehen erste Ideen, die in der nachfolgenden professionellen Umsetzung zu Produkten werden und helfen, ganz unterschiedliche Herausforderungen zu meistern. -
Qualitätsmanagement in Veranstaltungslocations unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten und der Ausbildung von zukünftigen Veranstaltungskaufleuten am Beispiel der Düsseldorf Congress GmbH
Maria Kofidou, Markus DemuthZusammenfassungQualitätsmanagement (QM) ist in der Veranstaltungsbranche ein entscheidender Erfolgsfaktor, der die langfristige Kundenzufriedenheit und den Erfolg von Veranstaltungen sichert. QM umfasst die Planung, Durchführung, Überwachung und kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, um die Qualitätsanforderungen von Kundinnen und Kunden sowie anderen Stakeholdern zu erfüllen. In Veranstaltungslocations spielen Aspekte wie Sicherheit, Servicequalität, technische Ausstattung und Logistik eine zentrale Rolle. Gleichzeitig ist Nachhaltigkeit zu einem unverzichtbaren Prinzip geworden, das alle Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft durchdringt. Auch in der Veranstaltungsbranche hat diese Entwicklung Einzug gehalten, da immer mehr Akteure auf umweltfreundliche und sozialverträgliche Konzepte setzen, um ökologische Verantwortung zu übernehmen und den Anforderungen einer klimabewussten Öffentlichkeit gerecht zu werden. Die Integration von Nachhaltigkeit in das QM macht dieses zu einem Instrument, das nicht nur betriebliche Effizienz fördert, sondern auch ökologische und soziale Verantwortung unterstützt. Dieser Beitrag beleuchtet die Grundlagen des Qualitätsmanagements in Veranstaltungslocations und integriert dabei Aspekte der Nachhaltigkeit sowie die Bedeutung der Ausbildung zukünftiger Veranstaltungskaufleute. Praxisnahe Ansätze, basierend auf Werken wie „Bau und Betrieb von Versammlungsstätten“ von Löhr-Gröger (2020) sowie „Ehrliche Events“ von Luppold und Münch (2021), zeigen den ganzheitlichen Charakter eines modernen Veranstaltungsmanagements. Es wird besonderes Augenmerk auf die Implementierung von QM-Strategien in den operativen Betrieb, die Bedeutung von Schulungen und die Verbindung ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien gelegt. -
Locationmanagement: Strategien und Konzepte für die optimale Auswahl der Eventlocation aus Sicht von Eventmanagern
Kristina SommerZusammenfassungDieser Beitrag untersucht die Strategien und Konzepte des Locationmanagements aus der Perspektive von Eventmanagern. Er beleuchtet die Bedeutung der Wahl des Veranstaltungsortes für den Erfolg eines Events und die verschiedenen Faktoren, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören die Größe, Lage, Infrastruktur und Kosten der Location sowie deren Einfluss auf die Logistik, Planung und Inszenierung. Der Beitrag bietet einen Überblick über die verschiedenen Arten von Eventlocations und deren Typisierung nach geografischer Lage, Zweck und anderen Kriterien. Zudem werden Raumgestaltung und Eventarchitektur betrachtet. -
From Data to Emotion: Synergies of AI and Event Psychology in Events and Venue Management
Steffen RonftAbstractThe convergence of artificial intelligence (AI) and event psychology marks a transformative shift in venue management, embedding event experiences within the emotional and psychological dynamics of human interaction. This integration provides unprecedented opportunities to design and execute events that resonate emotionally, enhancing their overall impact. By understanding human behaviors through psychological principles and creating engaging environments, AI-driven insights enable deeper audience connections. Tools that analyze sentiment, recognize emotions and predict behaviors allow event planners to transcend logistical planning, crafting atmospheres that foster emotional engagement and loyalty. The psychological aspects of venue management become critical in improving spatial design, influencing attendee perceptions, and ensuring emotional fulfilment through personalized contexts. Aligning elements such as lighting, sound, and decor with psychological insights, AI helps create environments catering to attendees’ needs, enhancing satisfaction and fostering a stimulating atmosphere. Ethical deployment of these technologies ensures transparency and inclusivity, maintaining trust and mitigating biases. In summary, the journey from data to emotion, facilitated by AI and psychology, presents a promising future for venue management. By focusing on psychological aspects, organizers can unlock AI’s potential, delivering experiences that are innovative, human, and emotionally resonant, revolutionizing event conception and engagement. -
Der Klimawandel und seine Folgen: Klimaanpassungsmaßnahmen für Veranstaltungszentren
Kim Werner, Kai-Michael Griese, Laura HothZusammenfassungDas folgende Kapitel beschäftigt sich mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Veranstaltungsbranche, insbesondere auf Veranstaltungszentren. Obwohl die Veranstaltungsbranche zu den klimasensiblen Branchen zählt und bereits durch die vom Klimawandel bedingten Extremwetter vermehrt beeinträchtigt wird, hat das Thema Klimaanpassung bisher sowohl in der Eventforschung als auch in der Praxis nur begrenzt Beachtung gefunden. Das Kapitel fasst die Erkenntnisse aus aktuellen Studien zusammen, die sich mit Klimawandelfolgen und entsprechenden Maßnahmen für die Veranstaltungsbranche auseinandersetzen. Weiterhin wird aufgezeigt, inwieweit auch Veranstaltungszentren in Zukunft vom Klimawandel betroffen sein werden. Dabei stellen die Autoren mögliche Maßnahmen vor, mit denen sich die Betreiber von Veranstaltungszentren und Veranstaltungorganisatoren bestmöglich auf den Klimawandel einstellen und anpassen können. Das Ziel des Beitrags ist es, konkrete Klimaanpassungskompetenzen für die Veranstaltungsbranche, insbesondere für Veranstaltungszentren, zu vermitteln. -
Arbeitsrechtliches zur Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterbindung
Annette SätteleZusammenfassungDie Themen Mitarbeiterbindung und -gewinnung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen eröffnet Arbeitgebern die Chance, ihren Mitarbeitenden die Vereinbarkeit persönlicher Belange mit dem Berufsleben zu erleichtern. Das vorliegende Kapitel gibt einen Überblick über die wesentlichen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen zur Flexibilisierung verschiedener Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitsinhalte, Arbeitsort, Arbeitsentgelt, Arbeitszeit) mit dem Ziel der Mitarbeitergewinnung und -bindung. Zudem werden weitere Instrumente vorgestellt, mit denen sich Arbeitgeber von anderen Unternehmen abheben und ihren Mitarbeitenden Vorteile anbieten können -
Intensifying and amplifying CSR impact: ICC Sydney’s Legacy Program
Samantha GlassZusammenfassungThis chapter outlines the CSR approach of International Convention Centre Sydney (ICC Sydney), in Australia. Through its legacy program, ICC Sydney strives to create a lasting environmental and social impact, guiding the business events industry towards a future that is more sustainable, accessible, diverse, and equitable. The chapter also presents several case studies and best-practice examples from events successfully hosted by ICC Sydney.
- Titel
- Workbook Location-Management
- Herausgegeben von
-
Stefan Luppold
Kim Werner
- Copyright-Jahr
- 2025
- Electronic ISBN
- 978-3-658-48469-9
- Print ISBN
- 978-3-658-48468-2
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-48469-9
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