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Über dieses Buch

​Matthias Sure untersucht, wie europäische Unternehmen der Logistikbranche ihr Working Capital Management (WCM) wertorientiert optimal gestalten können und welche Methoden und Steuerungsmechanismen dabei eingesetzt werden. Auf Basis einer empirischen Mehrfachfallstudie mit Experteninterviews kommt der Autor zu der Erkenntnis, dass WCM im Spannungsfeld zwischen dem Bedürfnis nach zentraler umfassender Regelung und Überwachung sowie der wachsenden Einsicht steht, dass ohne eine signifikante Übertragung von situativer Entscheidungskompetenz an die dezentralen Standorte eine optimale Steuerung des Working Capitals unmöglich ist und dabei der Dezentralisierungsgrad im WCM auch abhängig von der jeweiligen Landeskultur und Größe der Unternehmen ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Working Capital Management ist ein sowohl in der theoretischen Darstellung nach wie vor vernachlässigtes als auch in der praktischen Handhabung vergleichsweise unterrepräsentiertes Themengebiet, welches sich in der Vergangenheit eher am unteren Ende der unternehmerischen Prioritätenliste befunden hat (Guserl, 1994, S. 163; Tewolde, 2002, S. 3; Noreen/Khan/Abbas, 2009, S. 162). In diesem Kontext haben die insbesondere seit der Jahrtausendwende zunehmende Wettbewerbsintensität gepaart mit einer steigenden Volatilität und damit verbundenen Unsicherheit auf den Kredit- und Finanzmärkten sowie einer sich nicht zuletzt deshalb ausweitenden Regulatorik hinsichtlich der Kapitalbereitstellung und Kapitalaufnahme zu einem beginnenden Bewusstseinswandel in den Unternehmen beigetragen und über eine stärkere Fokussierung der Unternehmen auf die Innenfinanzierung die Bedeutung des Working Capital Managements hinsichtlich der internen Liquiditätsgenerierung sowie damit verbundener Kostenoptimierungspotenziale deutlich ansteigen lassen.
Matthias Sure

2. Grundlagen des Working Capital Managements

Zusammenfassung
Der Begriff „Working Capital“ stammt originär aus dem Bereich der Unternehmensfinanzierung und wurde bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts thematisiert (Firth, 1976, S. 1; Smith, 1979, S. 1). Dessen grundsätzliche Bedeutung kann dem folgenden, beinahe einhundert Jahre alten Zitat von Lough entnommen werden: „Sufficient Working Capital must be provided in order to take care of the normal process of purchasing raw materials and supplies, turning out finished products, selling the products, and waiting for payments to be made. If the original estimates of working capital are insufficient, some emergency measures must be resorted to or the business will come to a dead stop” (Lough, 1917, S. 355; Meyer, 2007, S. 22, Metze, 2010, S. 91).
Matthias Sure

3. Stand der Forschung und Herleitung der Forschungsdefizite

Zusammenfassung
Traditionell hat sich die betriebswirtschaftliche Forschung auf finanzielle Kennzahlen konzentriert, die Teilbereiche des Working Capital Managements reflektieren und in diesem Zuge insbesondere isoliert auf spezifische Komponenten des Working Capital Managements abgestellt, ohne dabei zumeist auf spezifische working capital-bezogene Richtlinien, Verfahrensweisen und Prozesse näher einzugehen (Nazir/Afza, 2009a, S. 29; Sethi, Vol. 2 2009, S. 49-50; Hill/Kelly/Highfield, 2010, S. 783). Zu den diesbezüglich in der Literatur zuvorderst erwähnten frühen Arbeiten gehören die Studien von Gupta bzw.
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4. Theoretischer Bezugsrahmen des Forschungsmodells

Zusammenfassung
Für die Beantwortung der formulierten Forschungsfrage ist neben ihrer Herleitung aus der bisher vorliegenden Literatur und der damit verbundenen Identifikation der Forschungslücke auch eine theoretische Fundierung der Fragestellung notwendig (Weide, 2009, S. 81). Um diese theoretische Fundierung bereitzustellen, ist an dieser Stelle die Frage zu beantworten, welche theoretischen Erklärungsansätze für die Generierung von Gestaltungsaussagen zum Working Capital Management geeignet sind (Tewolde, 2002, S. 45; Meyer, 2007, S. 127).
Matthias Sure

5. Forschungsmethodik und empirischer Ansatz

Zusammenfassung
Im Folgenden soll die Auswahl einer geeigneten Forschungsmethode anhand des Forschungsfalls, seines Kontexts und der zu beantwortenden Forschungsfrage abgeleitet werden, bevor auf die spezifischen Kriterien der ausgewählten Forschungsmethode sowie deren konkrete Anwendung im relevanten Kontext eingegangen wird.
Matthias Sure

6. Ergebnisse der empirischen Fallstudienanalyse

Zusammenfassung
Im Folgenden werden die im Kontext der Mehrfachfallstudie erzielten empirischen Analyseergebnisse dargestellt und erläutert. Dies geschieht unter der Maßgabe, Gestaltungsaussagen für die unternehmerische Praxis abzuleiten und dabei eine analytisch fundierte Verallgemeinerung der gewonnenen Erkenntnisse aus der Mehrfachfallstudie auf Basis eines selektierten Samples (n=13) von befragten bzw. untersuchten Unternehmen zu erreichen, wobei es in diesem Zusammenhang zusätzlich zu unterstreichen gilt, dass sich die Analyseergebnisse nur auf die Unternehmensgrundgesamtheit beziehen und nicht auf die Anzahl der interviewten Personen, die mit 19 Personen höher liegt, da mitunter mehrere Personen aus einem Unternehmen interviewt wurden (Meyer, 2007, S. 305; Weide, 2009, S. 217).
Matthias Sure

7. Zusammenfassung und Implikationen

Zusammenfassung
Der Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit lag in der Tatsache begründet, dass das Management des Working Capitals ein sowohl in der theoretischen Darstellung nach wie vor vernachlässigtes als auch in der praktischen Handhabung vergleichsweise unterrepräsentiertes Themengebiet ist (Guserl, 1994, S. 163; Noreen/Khan/Abbas, 2009, S. 162). Da die im Verlauf der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts entstandenen größeren Volatilitäten und Unsicherheiten auf den Finanz- und Kreditmärkten die Bedeutung der Innenfinanzierung und des Working Capitals für die Unternehmen maßgeblich haben steigen lassen, insgesamt aber immer noch recht wenige substanzielle Erkenntnisse über den Status sowie die Methoden und Prozesse des Working Capital Managements in der unternehmerischen Praxis vorherrschen, bestand die zentrale Zielsetzung dieser Arbeit folglich darin, Gestaltungsaussagen zum Working Capital Management als Folge wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse zu ermöglichen und diese am Beispiel der europäischen Logistikbranche darzustellen.
Matthias Sure

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