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12.10.2018 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Onlineartikel

Modekette H&M beteiligt sich bei Klarna

Autor:
Angelika Breinich-Schilly

Die schwedische Modekette H&M beteiligt sich am Stockholmer Payment-Service-Provider Klarna. Für den Zahlungsabwickler ist diese Kooperation ein weiterer Expansionsschritt im europäischen Handel.

Durch das Investment von rund 20 Millionen Dollar erhält das Modehaus H&M einen Anteil am schwedischen Klarna-Konzern von weniger als einem Prozent, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine Unternehmenssprecherin. Interessanter für beide Seiten dürfte die auf dem Deal basierende Zusammenarbeit sein. Die Plattform des Dienstleisters soll demnach künftig das Bezahlen bei H&M über alle Kanäle hinweg, sowohl online als auch stationär, vereinheitlichen und auch Retouren vereinfachen. Der Start ist für 2019 in Schweden und Großbritannien geplant. Für Klarna sei dies die bisher größte Kooperation. Kleinere Partnerschaften bestehen bereits mit dem Online-Modehändler Asos und dem Möbelhaus Ikea.

Das 2005 in Schweden gegründete Unternehmen Klarna, das in der DACH-Region und den Niederlanden sowie weiteren Märkten vertreten ist und aus dem Fintech Kreditor hervorging, hat sich bisher auf Rechnungs- und Finanzierungslösungen sowie Dienstleistungen im Online-Payment konzentriert. Im vergangen Jahr erhielt es von den schwedischen Aufsichtsbehörden eine Banklizenz. Es zählt laut Reuters inzwischen zu den wertvollsten nicht-börsennotierten Fintechs in Europa und wird mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Zu den Investoren gehören Sequoia Capital, Atomica und Permira. Klarna betreut nach eigenen Angaben mit seinen rund 2.000 Mitarbeitern etwa 60 Millionen Endkunden bei insgesamt 90.000 Händlern in insgesamt 14 europäischen Ländern. 

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