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28.09.2016 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Onlineartikel

Online-Handel schöpft Potenzial bei Direktüberweisungen nicht aus

Autor:
Eva-Susanne Krah

Viele Online-Kunden brechen Zahlungsvorgänge im Internetshop ab, wenn Vorkasse per Überweisung gefragt ist. Auch Direktüberweisungen werden noch zu wenig genutzt.

Die Bezahlung bleibt ein erfolgskritischer Faktor für Online-Käufe. Häufig sind Verfahren nicht transparent genug erklärt, zu umständlich oder fordern zu viele Daten ab, die Kunden nicht preisgeben möchten. 88 Prozent der Konsumenten brechen zudem den Kauf ab, wenn sie nur mit Vorkasse per Überweisung bezahlen können. Das Bezahlen mit Kreditkarte, per Paypal oder auf Rechnung wird laut einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts Ibi Research der Universität Regensburg unter 1.000 Privatpersonen und Online-Händlern am häufigsten genutzt.

Bei Direktüberweisungen fehlt es noch an Kundenakzeptanz. Éin Grund ist, dass drei Viertel der Shopbetreiber vorrangig die Bezahlung per Vorkasse anbieten, obwohl alternativ Direktüberweisungsverfahren, etwa über Giropay oder Sofortüberweisung, und Bezahlmöglichkeiten weiterer Anbieter zur Verfügung stünden. Meist möchten sie sich so vor Zahlungsausfällen schützen. Andere gewähren ihren Kunden Rabatte bei Zahlung mit Vorkasse. Wichtige Entscheidungskriterien für Online-Käufer bei der Wahl eines Zahlungsverfahrens in Webshops sind:

  • für 57 Prozent etwaige Kosten, die für die Zahlverfahren anfallen,
  • für 55 Prozent die einfache Nutzung und Handhabung des Zahlverfahrens,
  • für 42 Prozent eine schnelle Zahlungsabwicklung.

Höhere Kosten für Händler

Das Vorkasse-Verfahren kann für den Online-Handel teurer sein. Denn die Ware wird vom Händler in der Regel erst dann verschickt, wenn die Zahlung eingegangen ist. Bis dahin muss die Ware vorgehalten werden. Auch der Abgleich der Zahlungseingänge mit offenen Posten sowie die Zuordnung von Zahlung und Bestellvorgang verursachen aufgrund der dahinterstehenden Prozesse und Ressourcen zusätzliche Kosten. "Die Annahme, Vorkasse sei das kostengünstigste Bezahlverfahren, ist ein Trugschluss", meint Holger Seidenschwarz, einer der Autoren der Ibi Research-Studie. Die mit der Transaktion verbundenen indirekten Kosten würden dabei übersehen. Direktüberweisungsverfahren wie beispielsweise Giropay berechnen ein Transaktionsentgelt von maximal 0,89 Prozent vom Umsatz.

Für Kunden ist die Bezahlung per Vorkasse mit Aufwand verbunden: Nach dem Kauf müssen sie selbst ihre Onlinebanking-Seite öffnen und die Überweisungsdaten manuell eingeben. Bei Direktüberweisungen werden Kunden in der Regel während des Bezahlvorgangs automatisch zum Onlinebanking ihrer Bank oder Sparkasse weitergeleitet. Die vom Händler übermittelten Daten werden ihnen in einer vorausgefüllten Überweisung dann in der Online-Maske angezeigt. 

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