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06.10.2017 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Onlineartikel

Mastercard führt Betrugswarnsystem ein

Autor:
Eva-Susanne Krah

Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat ein Warnsystem-Tool für kartenausgebende Finanzinstitute eingeführt. Banken sollen Betrugsrisiken damit früher erkennen können.

Kreditkartenbetrug und Identitätsklau nehmen immer mehr zu. Allein im September 2017 wurden 143 Millionen Identitäten als kompromittiert gemeldet. Die Infektionsrate im Geschäft mit gestohlenen Daten bei Smartphones und IoT-Geräten im Markt ist laut Mastercard mit Bezug auf den "Annual Data Breach Quick View Report 2017" um 400 Prozent gestiegen. Nur bis zu neun Minuten dauert es laut dem Unternehmen, bis gestohlene Daten im Darknet gepostet werden und damit in kriminelle Hände gelangen. 

Frühwarnsystem soll Datenklau vorbeugen

Mit einem neuen Frühwarntool, dem Early Detection System, will der Kreditkartenemittent bei Karten und Konten, die einem erhöhten Betrugsrisiko unterliegen, daher jetzt für mehr Sicherheit sorgen. Es soll Finanzinstituten dabei helfen, schneller zu handeln und ernsteren Betrugsfällen zuvorzukommen. Das System erkennt anhand von Daten aus dem Mastercard-Netzwerk und einer Kombination interner wie externer Datenquellen, ob eine Kreditkarte oder ein Konto gefährdet ist und sendet dem Kartenausgeber, etwa einer Bank, eine Warnung samt Angaben zur zugehörigen Risikostufe zu. Das Geldhaus kann dann entscheiden, welche Maßnahmen es einleiten will, etwa die genauere Überwachung, der Transaktionen oder die proaktive Ausgabe einer Ersatzkarte.

Das System steht laut Mastercard Kartenausgebern weltweit zur Verfügung und deckt alle Arten von Kontobetrugsdelikten in sämtlichen Transaktionskanälen ab. Kartenausgeber erhalten laut dem Unternehmen mithilfe des Tools zwischen sechs und 18 Monate vor den herkömmlichen Warnungen vielfältigere Hinweise zu gefährdeten Konten.

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