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03.06.2024 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Nachrichten

Zahl der Geldautomaten sinkt stetig

verfasst von: Angelika Breinich-Schilly

2 Min. Lesedauer

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Es gibt seit Jahren nicht nur weniger Bankfilialen in Deutschland, sondern auch die Zahl der Geldautomaten ist rückläufig. 2023 bildet keine Ausnahme. Das größte Angebot bieten noch immer die Sparkassen und Geno-Banken.

Neun von zehn Sparkassen-Kunden erreichen einen Geldautomaten in rund sechs Minuten - zu Fuß oder mit dem Auto. Das fand der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in einer Studie heraus. Damit betreibe die Finanzgruppe "trotz des fortschreitenden Trends zum bargeldlosen Bezahlen weiterhin das dichteste Geldautomatennetz in Deutschland", hieß es bei dere Vorstellung der Studie im Februar 2024. Rund 21.000 Geräte gehörten aktuell zum Angebot, betonte DSGV-Geschäftsführungsmitglied Joachim Schmalzl anlässlich der Bilanzpressekonferenz Mitte März. Die genossenschaftlichen Institute geben die Zahl ihrer Geldautomaten zu Ende 2023 mit knapp 14.700 und die Gesamtzahl für Deutschland mit rund 51.000 an. 

Trotz dieser Daten steht es um die Geldautomaten nicht gerade rosig, wie das Beratungshaus Barkow Consulting erklärt. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die zusammen drei Viertel aller Einheiten in Deutschland betreiben, haben im vergangenen Jahr immerhin rund 1.800 von ihnen abgebaut. Das sind 4,7 Prozent.

Obwohl derzeit keine offizielle Zahlen für das Jahr 2023 von der Europäischen Zentralbank oder der Deutschen Bundesbank vorliegen, nutzten die Analysten die Angaben der beiden Finanzgruppen als Basis ihrer Hochrechnung. Rechne man Doppelzählungen heraus, sinke das Angebot vermutlich sogar auf nur noch 45.000 Einheiten. Laut dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) waren es 2020 noch mehr als 60.700 Geldautomaten. 

Kostspielige Automatensprengungen

Dabei ist es nicht nur der Trend zum bargeldlosen Bezahlen der die Banken den Betrieb der Geräte überdenken lässt. Auch das immer aggressivere Vorgehen von Kriminellen, die die Automaten aus ihren Verankerungen sprengen und damit große finanzielle Schäden anrichten, sorgen für die Schließung oder Verlegung mancher SB-Filiale. Zudem greifen die Geldhäuser immer häufiger zu Schutzmaßnahmen wie Videoüberwachung oder verkürzten Öffnungszeiten.

Jüngst hat ein niederländisches Unternehmen ein Sicherheitssystem vorgestellt, das gemeinsam mit Banken, Geldtransportunternehmen, der Polizei und der niederländischen Zentralbank entwickelt wurde. Der in den Geldkassetten befindliche Klebstoff verfestigt sich samt dem Geld bei unberechtigtem Zugriff in kürzester Zeit zu einem festen Ziegelstein. Die betroffenen Banken können die verklebten Banknoten anschließend zur Rückerstattung an die Zentralbank zurückgeben, berichtete der Industrieverband Klebstoffe.

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