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20.06.2016 | Zahlungsverkehr | Nachricht | Online-Artikel

Recht auf Basiskonto für alle Kunden gilt

verfasst von: Eva-Susanne Krah

1:30 Min. Lesedauer
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Seit dem 19. Juni 2016 hat jeder Bürger das Recht auf ein so genanntes Basiskonto.

Das Konto für Jedermann ermöglicht Kunden, Bareinzahlungen sowie -auszahlungen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen ähnlich wie bei einem Pfändungsschutz-Konto (P-Konto) auf Guthabenbasis abzuwickeln. Faktisch kann jeder Bürger, der sich legal in der Europäischen Union aufhält, ein solches Girokonto eröffnen. Auch Wohnsitzlose, anerkannte Asylsuchende und Geduldete können über die Basisbankverbindung jetzt am Zahlungsverkehr teilnehmen. Bisher akzeptierten diese Kundengruppe nur einige Banken und Sparkassen. Eine jeweilige Kontoeröffnung soll binnen zehn Tagen von den Geldinstituten durchgeführt werden.

Banken sollen besser informieren

Die Kreditinstitute werden durch das Zahlungskontengesetz überdies verpflichtet, Bankkunden einen Kontowechsel zu erleichtern, indem sie mit dem Institut der neuen Bankverbindung kooperieren und die Daten austauschen, beispielsweise für Daueraufträge oder Lastschriften. Über die Kontogebühren sollen Geldhäuser transparent informieren. Auf Vergleichswebsites sollen dazu

  • Entgelte, die von verschiedenen Zahlungsdienstleistern erhoben werden,
  • das Filialnetz,
  • das Geldautomatennetz und
  • der jeweilige Sollzins für Dispositionskredite

ausgewiesen werden. Verbraucher können so verschiedene Kontoentgelte künftig besser vergleichen, heißt es dazu beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) betont in einer Stellungnahme allerdings, dass mit dem eingeführten Recht von Verbrauchern auf ein Basiskonto "in Deutschland kein Neuland betreten werde." Die Kreditinstitute böten bereits seit 1995 ein „Girokonto für jedermann“ an. Sollte ein Institut es ablehnen, ein Basiskonto für einen Kunden einzurichten, oder es kündigen, könnten Kunden auch Entscheidungen zu diesem Konto durch die zuständige Kundenbeschwerdestelle kostenfrei überprüfen lassen.

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