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Über dieses Buch

Ungeziefer und ungebetene Besucher, die in Haus und Wohnung krabbeln und fliegen, sind oft harmlos, können allerdings auch ernstzunehmende Schäden anrichten und die Gesundheit gefährden. Mit diesem Ratgeber ist es ganz einfach, harmlose Zufallsgäste von echten Schädlingen zu unterscheiden und Ungeziefer zu bestimmen und zu bekämpfen.

Ausgehend von ihrem jeweiligen Fundort und den farbigen Abbildungen der Tiere, werden ihre Lebensweise sowie mögliche Schäden kurz beschrieben, um für jeden Fall eine realistische Gefahreneinschätzung zu ermöglichen. Zudem werden praktische Hinweise für wirksame und selbst anwendbare Verfahren zur Vorbeugung und Bekämpfung gegeben. Auch für den Fall, dass die Schädlinge bereits zugestochen oder zugebissen haben, gibt es spezielle Therapievorschläge.

Für die vierte Auflage wurde dieser bewährte Ratgeber mit Glossar zum Nachschlagen, umfassend überarbeitet, aktualisiert und um zahlreiche Abbildungen ergänzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ungezieferwahn, Psychosen

Zusammenfassung
Hierunter versteht man bei hierdurch Erkrankten das Auftreten der unkorrigierbaren, subjektiven Gewissheit, in oder auf der Haut von Parasiten befallen zu sein. Dabei lassen sich dann bei Untersuchungen durch hautärztliche wie auch zoologische Spezialisten keinerlei Beweise dafür finden! Dieses Krankheitsbild ist ein Phänomen aus der Psychopathologie – häufig sind insbesondere ältere, alleinstehende Personen davon betroffen, wie zahlreiche Fälle (Besuche) in der Düsseldorfer Universität zeigten.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 2. Welche Formen von Schädlingen gibt es?

Zusammenfassung
Von alters her sind zahlreiche Tierarten bekannt, die in menschliche Behausungen eindringen, um dort Vorräte, gelagerte Materialien oder den Menschen selbst zu befallen. Diese Tierarten können auf unterschiedlichste Art und Weise (Wind, Flug, Zulauf, Körperkontakt, Haustiere etc.) in die Wohnungen gelangen, vermehren sich dort bei günstigen Bedingungen (Futter, schützende Verstecke etc.) oft explosionsartig und sind dann nur schwer wieder zu vertreiben – zumal sie sich stets in schwer zugänglichen Verstecken entwickeln und von dort aus (oft nachts) auf „Beutezug“ gehen.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 3. Spinnen und Skorpione

Zusammenfassung
Die Giftigkeit von Spinnen wird im Allgemeinen überschätzt; die meisten Arten stellen für den Menschen überhaupt keine Gefahr dar, zumal ihre Klauen oft nicht in die menschliche Haut eindringen können. Die Spinnen in Deutschland sind daher in Abschn. 2.​3 und 2.​4 als Lästlinge bzw. Nützlinge dargestellt. Ausnahmen machen einige wenige tropische Formen (z. B. die australischen Trichternetzspinnen). Im europäischen Raum haben im Hause lediglich die sog. Schwarzen Witwen (Latrodectus-Arten) und die Dornfinger (Gattung Cheiracanthium) Bedeutung. Die letztere Art ist grünlich, findet sich u. a. im Heu. Die oft „gefährlich“ aussehenden, sehr großen Vogelspinnen (häufig gewerblich importiert und hier gehalten bzw. gezüchtet) sind weder sehr giftig noch aggressiv (allerdings können ihre feinen Härchen zu Allergien führen).
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 4. Zecken

Zusammenfassung
Zecken (engl. ticks) bilden zusammen mit den Milben eine eigene Gruppe der Arthropoden. Alle drei ihrer Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe, Adultus) saugen obligat Blut, sie wandern meist nicht selbstständig in menschliche Behausungen ein, sondern werden vom Menschen selbst oder seinen Haustieren eingeschleppt. Im Haus können sowohl sog. Leder- als auch Schildzecken auftreten, die sich in ihrer Saug- und Vermehrungsweise unterscheiden.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 5. Milben

Zusammenfassung
Milben (engl. mites; Tab. 5.1) sind unmittelbare Verwandte der Zecken, allerdings sind sie deutlich kleiner (meist unter 1 mm), stets behaart, und nur wenige Arten saugen Blut. Je nach ihrer Ernährungsweise unterscheidet man Staub-, Vorrats-, Saug- bzw. Raub-, Nage- und Grabmilben (= minierende Arten, Abb. 5.1). Die Staubmilben bzw. Vorratsmilben fressen Detritus und/oder leicht zugängliche Nahrungsmittel des Menschen.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 6. Insekten

Zusammenfassung
Der Name Insekten hat seinen Ursprung im lateinischen Wort insectus = „eingeschnitten“, „eingekerbt“ und beschreibt den Körperbau dieser wohl größten Tiergruppe auf der Erde. Insekten zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass ihr Kopf (Caput) durch einen tiefen Einschnitt von der Brust (Thorax) getrennt wird und diese wiederum durch eine mehr oder minder große, artspezifische Einkerbung vom Hinterkörper (Abdomen). Am Kopf befinden sich die ventral gelegenen, artspezifischen Mundwerkzeuge.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 7. Nagetiere

Zusammenfassung
Die Hausmaus (Mus musculus, Abb. 7.1) und die Wanderratte (Rattus norvegicus, Abb. 7.2a), die in Mitteleuropa die Hausratte (R. rattus) weitgehend verdrängt hat, befallen – von Lagerräumen ausgehend – menschliche Behausungen so oft, dass amtlich angeordnete Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Da diese Tiere sehr lichtscheu sind, wird ein Befall meist erst durch das Auffinden von Kot, Nagespuren (Abb. 7.2b) oder den beißenden Geruch infolge der Urinabgaben bemerkt. Wegen ihrer ständig wachsenden typischen Nagezähne (oben und unten je 2) nagen die Tiere auch an nicht-fressbaren Materialien (Metall, Plastik), um die Zähne kurz zu halten.
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Kapitel 8. Insektizide und Repellentien

Zusammenfassung
Insektizide sind je nach Stoffklasse von unterschiedlicher Giftigkeit (Toxizität) gegenüber Mensch, Tier und Umwelt, insbesondere wenn sie nicht richtig dosiert und unsachgemäß angewendet werden. Besonders stark gefährdet sind dabei Kinder. Allerdings wacht das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL, Berlin; vormals BGA) über die prinzipielle Verträglichkeit bei richtiger Anwendung und lässt diese Produkte folgerichtig auch zu. Die jeweils gültige Liste wird regelmäßig publiziert (bzw. im Internet korrigiert vorgestellt).
Heinz Mehlhorn, Birgit Mehlhorn

Backmatter

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