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14.01.2019 | Zeitmanagement | Infografik | Onlineartikel

Weniger Arbeiten ist mehr

Autor:
Andrea Amerland

Beschäftigte haben nach Angaben der Bundesregierung 2017 so viele Überstunden geleistet wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig wünschen sich viele Erwerbstätige, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, geht aus einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz hervor.

Man kann ja mal träumen: Auf diese Formel lässt sich die Diskrepanz zwischen dem gewünschten Arbeitspensum und der wirklich geleisteten Arbeitszeit deutscher Beschäftigter bringen. Denn diese haben laut Auskunft der Bundesregierung im Jahr 2017 mit insgesamt 2,127 Milliarden Überstunden soviel Mehrarbeit geleistet wie seit 2007 nicht mehr. 

Durchschnittlich schlagen bei jedem abhängig Beschäftigten 27 Überstunden zu Buche. Nur die Hälfte der zusätzlich geleisteten Überstunden wurde auch vergütet. Im Vergleich zu 2016 habe die Zahl der Überstunden von Voll- und Teilzeitbeschäftigten um rund elf Prozent zugenommen. Im ersten Halbjahr 2018 lag die Zahl der Überstunden demzufolge bereits bei 1,1 Milliarden. 

Vier Stunden weniger pro Woche

Gleichzeitig wünscht sich jeder Zweite, seine Arbeitszeit zu reduzieren (49 Prozent). Das geht aus einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz mit dem Titel "BAuA-Arbeitszeitbefragung: Arbeitszeitwünsche von Beschäftigten in Deutschland" hervor, für die in den Jahren 2015 und 2017 jeweils rund 9.000 Arbeitnehmer befragt wurden. 

Könnten Arbeitnehmer demnach ihren Arbeitsumfang mit den entsprechenden finanziellen Konsequenzen selbst bestimmen, würden sie im Durchschnitt vier Stunden pro Woche weniger arbeiten. Die Wunscharbeitszeit entspräche also einer 35-Stunden-Woche. Immerhin 31 Prozent der Beschäftigten, die gerne kürzer treten wollen, wünschen sich einfach nur eine Arbeitszeit, die dem in ihrem Vertrag festgelegten Umfang entspricht. Etwa jeder Zehnte (zwölf Prozent) möchten hingegen mehr arbeiten. 39 Prozent sind mit ihrem Stundendeputat zufrieden. 

Gesundheitliche Konsequenzen von Arbeit

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz stellt in der Befragung auch den Zusammenhang zwischen Arbeitszeit, Zufriedenheit und Gesundheit her und kommt zu dem Ergebnis, dass insbesondere Beschäftigte mit Verkürzungswunsch über gesundheitliche Probleme klagen. Neben Rückenschmerzen sind es Schlafstörungen, Müdigkeit oder Erschöpfung, die sie plagen. Außerdem sind Erwerbstätige, die gerne ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, seltener mit der Balance zwischen Arbeit und Privatleben zufrieden.

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