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Zeitschrift für Erziehungswissenschaft OnlineFirst articles

22.09.2016 Open Access

Leistungen, Leistungsfähigkeit und Leistungsgrenzen der empirischen Bildungsforschung

Das Beispiel von Large-Scale-Assessment-Studien zwischen Wissenschaft und Politik

Der Beitrag untersucht Leistungen und Leistungsgrenzen empirischer Bildungsforschung im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik am Beispiel von Large-Scale-Assessment-Studies (LSA). Im metatheoretischen Rahmen differenter Handlungslogiken …

22.09.2016

Bildungstheorie und Bildungsforschung, Bildung und kulturelle Basiskompetenzen – ein Klärungsversuch, auch am Beispiel der PISA-Studien

Der Beitrag geht von den unterschiedlichen Argumentformen aus, die unter dem Namen „Bildungstheorie“ und „Bildungsphilosophie“ anzutreffen sind, problematisiert deren Verständnis und klärt damit die Relation von „Bildungstheorie“ und …

19.09.2016

Die PISA-Studien: Ihre Präsentation und Interpretation im Lichte der Evidenzbasierung

Der Beitrag untersucht die Präsentation und Interpretation von Ergebnissen der PISA-Studien. Ausgewählt werden dazu vier zentrale thematischen Bereiche: „Leistungsentwicklung im internationalen Vergleich“, „Soziale Herkunft und Kompetenzerwerb“ …

15.09.2016

Empirische Bildungsforschung in der Kritik – ein Überblick über Themen und Kontroversen

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die etwa seit 2001 veröffentlichte Kritik an der empirischen Bildungsforschung und über die damit verbundenen Debatten. Er ordnet die Diskussionsbeiträge in sechs verschiedene Themenfelder ein, von denen …

15.09.2016

Kritik der evidenzbasierten Pädagogik

Das Hauptanliegen evidenzbasierter Pädagogik liegt in der Optimierung pädagogischer Interventionen und Programme durch methodisch streng kontrolliertes empirisches Wissen über deren Wirksamkeit. Evidenzbasierte Pädagogik sollte nicht mit …

Aktuelle Ausgaben

Über diese Zeitschrift

Forum der wichtigen internationalen und interdisziplinären Entwicklungen aus Erziehung und Bildung

Die

Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

ist ein repräsentatives wissenschaftliches Fachorgan für die gesamte Erziehungswissenschaft. Sie publiziert von Experten begutachtete erstklassige Beiträge über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen und bietet Interessenten an professionellem erziehungswissenschaftlichem Wissen interdisziplinäre Forschungsergebnisse. Durch die Auswahl der Herausgeber und Herausgeberinnen, des Beirats und besonders durch die Themenwahl steht sie für den interdisziplinären Charakter einer umfassenden Erziehungswissenschaft, deren Gegenstand der gesamte Lebenslauf des Menschen ist. Sie ermöglicht durch die gezielte Aufnahme internationaler englischsprachiger Beiträge einen Anschluss an die wissenschaftlichen Entwicklungen außerhalb Deutschlands. Die Leser und Leserinnen der Zeitschrift verfügen somit über ein Periodikum, das ihnen die für Erziehung und Bildung wichtigen internationalen und interdisziplinären Entwicklungen in weiten Bereichen der Erziehungswissenschaft zuverlässig, nüchtern und nachvollziehbar präsentiert.

Warum wurde die Zeitschrift für Erziehungswissenschaft gegründet?

Seit Ende des 20. Jahrhunderts hat sich die Situation der Erziehungswissenschaft grundlegend verändert. Erziehungswissenschaft ist in Deutschland das zweitgrößte Universitätsfach. Sie hat sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts etabliert, professionalisiert und sie bietet ein breites Spektrum von Forschungsfeldern. Sie gliedert sich inzwischen in 25 Subdisziplinen und Fachrichtungen, deren Bedarf an übergreifenden, für alle Zweige wichtigen wissenschaftlichen Resultaten beträchtlich ist. Personell steht das Fach in den Universitäten und Hochschulen vor grundlegenden Veränderungen, die sich aus der personellen Erneuerung sowohl in der Folge der deutschen Wiedervereinigung als auch als Resultat des altersbedingten Ausscheidens von über 60 % des wissenschaftlichen Personals ergeben.

Die Erziehungswissenschaft ist keine Disziplin mehr, die sich gegenüber den Resultaten anderer Disziplinen verschließt und ein provinzielles Proprium entwickelt. Sie ist vielmehr eine beispielhaft interdisziplinäre Wissenschaft geworden, die sich zunächst gegenüber den Geisteswissenschaften, dann gegenüber den Sozialwissenschaften produktiv geöffnet hat und dieses nunmehr auch gegenüber den Naturwissenschaften unternimmt.

Der europäische Einigungsprozess hat erziehungswissenschaftliche Makrostrukturen wie die European Educational Research Association (EERA) hervorgerufen, es laufen zahlreiche innereuropäische Kooperationsprojekte und es besteht ein großes Interesse an der deutschen Erziehungswissenschaft im osteuropäischen und asiatischen Raum.

Unter diesen Bedingungen ist ein wachsender Bedarf an internationalen wissenschaftlichen Resultaten in der Erziehungswissenschaft zu verzeichnen. Erziehungswissenschaft ist nicht länger mehr nur eine Disziplin, die sich mit der Erziehung und Unterrichtung von Kindern befasst. Die Ausweitung pädagogischer Interventionen im gesamten Lebenslauf ist in den zurückliegenden Jahrzehnten konsequent durchgeführt worden. Gegenstand der Erziehungswissenschaft ist heute der gesamte Lebenslauf des modernen Menschen.

Diese und weitere epochale Entwicklungen im Erziehungs- und Bildungssystem sowie in den korrespondierenden Disziplinen verlangten konsequenterweise nach einem neuen Publikationsorgan, in dem die divergenten Tendenzen konzentriert zur Darstellung gebracht werden können. Es ist der Initiative des engagierten Herausgeberteams und dem Wagemut des Verlegers Edmund Budrich zu verdanken, dass diese forschungsbasierte erziehungswissenschaftliche Zeitschrift am Ende des 20. Jahrhunderts, das auch ein Jahrhundert der Erziehung gewesen ist, gegründet wurde und im Frühjahr 1998 erstmals erschien. Sie ist die erste deutsche erziehungswissenschaftliche Zeitschrift, die konsequent das Peer-Review-Verfahren anwendet. Mittlerweile ist die ZfE in der Fachcommunity bestens eingeführt und erfreut sich gesteigerter Reputation.

Das Profil der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft

Bei der Gründung der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft haben die oben genannten der neuen Rahmenbedingungen am Ausgang des 20. Jahrhunderts eine besondere Rolle gespielt. Sie haben zu folgenden Leitlinien der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft geführt:

  • Öffnung von qualitativ hochstehender Forschung für breite Rezipientenkreise,
  • Bekenntnis zur Interdisziplinarität der Erziehungswissenschaft und Verzicht auf pädagogische Provinzialität,
  • konsequente Öffnung für die internationale Entwicklung von Educational Research,
  • Schaffung eines Forums für divergente wissenschaftliche Beschäftigungen mit Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsvorgängen im gesamten Lebenslauf des modernen Menschen.

Der Aufbau der einzelnen Hefte

Jedes Heft widmet sich einem aktuellen Schwerpunktthema, verfügt aber auch über einen Allgemeinen Teil und Rezensionen.

Der Thementeil wird grundsätzlich eingeleitet mit einem enzyklopädischen Beitrag, der über Geschichte, Semantik und Forschungsstand zum Schwerpunktthema unterrichtet. Er gewährleistet auch für den im jeweiligen Thema unkundigen Leser einen Einstieg. Der Thementeil enthält sodann eine Reihe einschlägiger Beiträge über die neuesten deutschen, internationalen und interdisziplinären Resultate und Entwicklungen zum Thema.

Der Allgemeine Teil enthält Beiträge zu allen erziehungswissenschaftlichen Gebieten und Fachrichtungen, wie Allgemeine Pädagogik, Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung, Vergleichende Erziehungswissenschaft, Schulpädagogik, Erziehungspsychologie, Bildungssoziologie u.v.a.

Im Rezensionsteil gibt es eine Sammelbesprechung von Fachliteratur zum Schwerpunktthema sowie eine weitere thematische Sammelrezension aktueller Neuerscheinungen, die auch in einer Auswahlbibliografie dokumentiert werden. Um Gefälligkeitsbesprechungen zu vermeiden, werden Rezensenten ausschließlich von uns beauftragt und keine fertig eingereichten Rezensionen akzeptiert.

Das Team der Herausgeber wurde so zusammengestellt, dass eine hohe Pluralität hinsichtlich wissenschaftstheoretischer Orientierungen, hinsichtlich der vertretenen Fachrichtungen, hinsichtlich der Nachbardisziplinen und hinsichtlich der Sicherung internationaler Entwicklungen gewährleistet ist.

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