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Über dieses Buch

Das Buch vermittelt ein vertieftes Verständnis des Konzepts der Bioökonomie, seiner politischen Entwicklung sowie der mit ihr einhergehenden Ziele und Zielkonflikte. In Kapitel 1 wird den Fragen nachgegangen, was das Konzept Bioökonomie ausmacht, aus welchen Sektoren es besteht und welche Definitionen von Bioökonomie es gibt. Kapitel 2 führt anschließend in die großen gesellschaftlichen Herausforderungen ein, vor deren Hintergrund die Bioökonomie eingeführt wurde und zeigt deren Entwicklung in Europa und weltweit auf. Kapitel 3 arbeitet die Ziele einer Bioökonomie heraus, wie sie in den verschiedenen europäischen und nationalen Strategiepapieren definiert sind. Daraus werden die wichtigsten Zielkonflikte abgeleitet, in dessen Spannungsfeld sich die Bioökonomie bewegt. Kapitel 4 fasst das Wesentliche kurz zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Was genau wird unter Bioökonomie verstanden? Was sind die Hintergründe? Welche Ziele verfolgen Regierungen in ihren Bioökonomiestrategien und in welchem Verhältnis stehen die verschiedenen Ziele zueinander? Im Zentrum des Konzepts der Bioökonomie steht ein Wandel in der Rohstoffwirtschaft. Rohstoffe sollen aus der lebendigen Umwelt gewonnen werden, um u. a. Treibhausgase zu reduzieren. Gleichzeitig wird angestrebt, unabhängiger von Rohstoffimporten zu werden. Daraus ergibt sich aktuell eine Vielfalt an Definitionen und Leitbildern, die in diesem Buch erläutert werden. Außerdem werden globale Problemstellungen und Hintergründe wie der Klimawandel sowie die Mechanismen für die Übersetzung in konkrete politische Maßnahmen erklärt. Insbesondere wird die Bedeutung zueinander in Konflikt stehender Ziele diskutiert. Am Ende der Kapitel bietet dieses Kurzlehrbuch Aufgaben für Studierende.
Daniela Perbandt, Thomas Vogelpohl, Katrin Beer, Annette Elisabeth Töller, Michael Böcher

Kapitel 2. Hintergründe der Bioökonomie: Globale Problemstellungen

Zusammenfassung
Die Herausforderungen, denen sich die Menschheit im 21. Jahrhundert stellen muss, sind multidimensional und auf vielfältige Weise miteinander verknüpft. In diesem Kapitel werden vier wichtige Aspekte vorgestellt und näher beleuchtet: Der Anstieg der Weltbevölkerung und der Urbanisierung, die Verknappung fossiler und mineralischer Rohstoffe mit ihren ökologischen und politischen Folgen, die Sicherstellung der Ernährung der Weltbevölkerung bei gleichzeitiger Verknappung und Konkurrenz um die verbliebenen Flächen sowie die Veränderung des Klimas und der Rückgang der Biodiversität. Das Kapitel soll dazu dienen, ein Verständnis für die Hintergründe zu erhalten, vor denen die Idee einer Bioökonomiepolitik in Europa Gestalt annimmt.
Daniela Perbandt, Thomas Vogelpohl, Katrin Beer, Annette Elisabeth Töller, Michael Böcher

Kapitel 3. Politische Entwicklung und Ziele der Bioökonomie in Europa

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die politischen Entwicklungen und Ziele der Bioökonomie in Europa nachgezeichnet und erläutert. Im Fokus stehen politische Strategiepapiere der deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union sowie die fünf Ziele Ernährungssicherheit, Versorgungssicherheit, Umwelt- und Ressourcenschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze und Kreislaufwirtschaft.
Daniela Perbandt, Thomas Vogelpohl, Katrin Beer, Annette Elisabeth Töller, Michael Böcher

Kapitel 4. Zielkonflikte der Bioökonomiepolitik

Zusammenfassung
Die Ziele der politischen Bioökonomiestrategien, die aus den zuvor geschilderten globalen Herausforderungen hervorgehen, sind sehr ambitioniert und ihre Erreichung durch die Bioökonomie entsprechend alles andere als trivial. Dies gilt gerade für die synchrone Erreichung dieser Ziele in ihrer Gesamtheit, da sie auch einige Widersprüche und Konflikte bergen. Dieses Kapitel befasst sich mit diesen Zielkonflikten, in deren Spannungsfeld sich die Bioökonomie bewegt. Anhand von Beispielen wird zudem aufgezeigt, wie diese Zielkonflikte in politischen Prozessen adressiert werden, was in der Vergangenheit bereits politisch versucht wurde und welche Erfahrungen daraus gezogen werden können. Diese „lessons learned“ verdeutlichen, welche politischen Maßnahmen zu Erfolgen führten und aus welchen sich im Sinne von „wicked problems“ wiederum Folgeprobleme entwickelt haben, die in ihrer Dimension vorab nicht immer oder nur unvollständig antizipierbar waren.
Daniela Perbandt, Thomas Vogelpohl, Katrin Beer, Annette Elisabeth Töller, Michael Böcher

Kapitel 5. Fazit: Bioökonomie ist politisch!

Zusammenfassung
Die Probleme, denen sich die Menschheit heute und in Zukunft stellen muss, sind komplex, multidimensional und mit hohen Unsicherheiten behaftet. Einfache Lösungen gibt es nicht. Ein politisches Konzept, das einen nachhaltigen, umweltschonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen verfolgt, ohne die Wirtschaft und den damit verbundenen Lebensstandard industrialisierter Gesellschaften zu gefährden, ist die Bioökonomie, die im Wesentlichen darauf abzielt, die fossil-basierte Wirtschaft und Gesellschaft in eine bio-basierte zu transformieren. In Bezug darauf fasst das Kapitel kurz zusammen, wie in demokratischen Gesellschaften politische Entscheidungen entstehen und was diese für die dabei zutage tretenden Konflikte bedeutet.
Daniela Perbandt, Thomas Vogelpohl, Katrin Beer, Annette Elisabeth Töller, Michael Böcher

Backmatter

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