Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die hohe Relevanz von Bilanzstrukturrisiken im Niedrig- bzw. Negativzinsumfeld führt zu der zentralen Frage nach etwaigen Abhängigkeiten der präferierten Anlage- und Kreditlaufzeiten vom aktuellen Marktzins. Aus dieser Abhängigkeit wiederum resultiert die Frage nach der Angemessenheit der derzeit angewandten Risikomess- und Risikosteuerungsverfahren. Annika Rüder verfolgt zwei Ziele: Zum einen beschreibt sie anhand theoretischer und empirischer Untersuchungen den Einfluss der Marktzinsen auf die Entwicklung der Bilanzstrukturen. Zum anderen analysiert die Autorin den Einfluss von Bilanzstrukturrisiken auf die Prognosegüte der Risikomess- und Risikosteuerungsverfahren und untersucht deren angemessene Abbildung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Problemstellung

Der Zinsüberschuss ist die bedeutendste Ertragsquelle deutscher Banken. Insbesondere für Kreditinstitute mit überwiegend zinstragendem Geschäft stellt das Zinsänderungsrisiko eine entscheidende Steuerungsgröße dar, die sich im Spannungsfeld der Maximierung des Zinsbuchbarwerts bei zeitgleicher Realisierung des gewünschten Zinsüberschusses und der Optimierung des Risiko-Rendite-Verhältnisses bewegt. Von besonderer Bedeutung ist die unterschiedliche Wahrnehmung barwertiger und periodischer Zinsänderungsrisiken, welche sowohl periodische als auch wertorientierte Steuerungskonzepte erforderlich macht.
Annika Rüder

Kapitel 2. Ökonomische Fundierung des Zinses

Ausgehend von der Problemstellung dieser Arbeit soll zunächst der Zins definiert und ökonomisch fundiert werden, um die Wechselwirkungen zwischen dem Marktzins, dem Kapitalangebot und der Kapitalnachfrage theoretisch herzuleiten. Der Zins ist im Allgemeinen als Vergütung für die zeitweilige Überlassung einer Wertsumme definiert, welche Geld- aber auch Güterform haben kann. Hinsichtlich des zugrundliegenden Marktes lassen sich Kassa- und Terminsätze unterscheiden. Während der Kassazinssatz die Vergütung der heutigen Geldanlage oder Kreditaufnahme ausweist, gibt der Terminzinssatz diese Vergütung für einen zukünftigen Zeitpunkt an.
Annika Rüder

Kapitel 3. Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs

Aufgrund ihrer besonderen volkswirtschaftlichen Aufgaben hat der zuvor beschriebene ökonomische Zusammenhang zwischen dem Marktzins, der gesamtwirtschaftlichen Ersparnis und der gesamtwirtschaftlichen Kreditnachfrage insbesondere für Geschäftsbanken eine zentrale Bedeutung. Während Zentralbanken vornehmlich die Preisstabilität sicherstellen und daher nicht Gegenstand der weiteren Betrachtung sein werden, treten Geschäftsbanken als Finanzintermediäre im Finanzsystem auf. Primäre Aufgabe der Finanzintermediäre ist es, das Kapitalangebot und die Kapitalnachfrage zur Erleichterung des Kapitalaustauschs zusammenzuführen.
Annika Rüder

Kapitel 4. Theoretische Fundierung einer marktzinsabhängigen Strukturkomponente

Die Relevanz von Bilanzstruktureffekten soll durch Bezugnahme auf das aktuelle Zinsumfeld herausgearbeitet werden. Der Zinsüberschuss stellt die bedeutendste Ertragsquelle deutscher Banken dar. Das vorherrschende Niedrigzins- bzw. Negativzinsumfeld determiniert maßgeblich das gegenwärtige makroökonomische Umfeld.
Annika Rüder

Kapitel 5. Empirische Analyse zur Integration zinsabhängiger Struktureffekte in das Elastizitätenkonzept

Für die empirische Analyse werden sowohl Zinszeitreihen als auch Informationen zur Volumenentwicklung von Kundeneinlagen und -krediten, differenziert nach deren Ursprungslaufzeiten, benötigt. Diese werden dem Deutschen Beitrag der freizugänglichen Daten der MFI-Zinsstatistik entnommen. Die MFI-Zinsstatistik wird seit Januar 2003 nach einheitlicher Methode in den Ländern des Euroraums erhoben und ersetzt in Deutschland die frühere Bundesbank-Zinsstatistik.
Annika Rüder

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit sollen abschließend zusammengefasst und beurteilt werden. Im Hinblick auf die in der Einleitung beschriebene Problemstellung, sollen die formulierten Forschungsthesen zur Strukturierung der Zusammenfassung herangezogen werden.
Annika Rüder

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise