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2023 | Buch

Zivilisationsrettung jetzt!

Ein Manifest zum klimasolidarischen Grundeinkommen

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Über dieses Buch

Dieses Buch vermittelt gegen die aktuellen Verwerfungen durch den Ukraine-Krieg und angesichts des sich abzeichnenden Auseinanderfallens der Weltwirtschaft in autokratische und demokratische Blöcke eine Positivbotschaft. Letztere setzt auf ein engeres, solidarisches Zusammenrücken zur Abwendung der uns alle bedrohenden Klimaapokalypse. Den Problemlösungsschlüssel dafür bildet eine menschenwürdigere und ganzheitlichere Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik in größeren als bisher jemals gedachten Umverteilungsdimensionen. Allein über ein dafür noch rechtzeitiges Aufwachen von Führungseliten, veröffentlichter Meinung und letztendlich wandlungsbereiter Bevölkerung sieht der Autor Chancen für eine hoffnungsbegründende Zivilisationsrettung.

Derartige Rettungschancen können nur aus überzeugenden Vorteilserzählungen auf der Grundlage einer ganzheitlichen Wandlungsstrategie erwachsen. Dazu müssen solche Erzählungen sowohl konkret sein wie auch als umsetzbar vermittelt werden. Den Schlüssel dafür soll der vorgestellte Plan für ein klimasolidarisches Grundeinkommen liefern. Nur über dieses lassen sich noch rechtzeitig Problemlösungen gegen Klimakatastrophe und Gesellschaftszerfall auf den Weg bringen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Woran droht unsere Zivilisation zu scheitern?
Zusammenfassung
Inzwischen halten immer mehr Klimaforscher ein Überschreiten unumkehrbarer Kipppunkte in Richtung sich automatisch verstärkender Klimakatstrophen schon in naher Zukunft für nicht mehr unwahrscheinlich. Auch deshalb gewinnt die Einsicht an Überzeugungskraft, dass eine auf unbegrenztes Wachstum basierende Zivilisation keine Zukunft mehr hat. Der Verbreitung dieser Einsicht wirkt aber immer noch ein mythologisch verklärter Wachstumsdogmatismus entgegen. Dessen Gefährdung unserer Zivilisation wird als marktmythologischer Wachstumszwang mit durchaus religiösen Eigenschaften charakterisiert.
Zur Überwindung der immer noch das Bewusstsein breiter Bevölkerungskreise lähmenden „Wachstumsreligion“ bedarf es zuallererst eines Aufwachens unserer „schlafwandelnden“ Führungselite. In ihr herrscht nach wie vor eine völlig unterentwickelte Vorstellung darüber, welches apokalyptische Drama ein profitverführtes und hamsterradgetriebenes Zivilisationsscheitern konkret für die Menschheit bedeutet.
Brüne Schloen
2. Technische Transformationen ohne soziale Einbettung
Zusammenfassung
Infolge der wachstumsreligiösen Bewusstseinseinengungen erleben wir seitens der aktuell regierenden Ampelkoalition vorherrschende die Ankündigung kleinteiliger Insellösungen. Dies alles aus einem rein technokratischen Politkverständnis heraus. Ambitioniert aber keinesfalls hinreichend sind allenfalls die geplanten Transformationen für den Energiebereich. Dem zu dessen Flankierung entscheidenden CO2-Zertifikatehandel fehlt es jedoch immer noch an der für dessen Wirksamkeit so entscheidenden, nämlich ganzheitlich vorgedachten und umverteilungswirksamen, sozialen Abfederung. In Ermangelung derselben schreckt sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung aus Angst vor sozialen Unruhen vor der überfällig notwendigen Emissionseinschränkung über einen restriktiveren CO2-Zertifikatehandel zurück. Die Bundesregierung hat auch deshalb jedwede Mitwirkungsaufrufe sowie partizipatorisch wirksame Ansprachen an ihre Bürger unterlassen.Letztere bedarf einer Akzeptanzverstärkung durch einen sozialpolitischen Systemwandel für eine wirksamere Klimapolitik.
Brüne Schloen
3. Zeitfensteröffnungen und Zivilisatorische Rettungspakete im Überblick
Zusammenfassung
Einleuchtende Begründungen nebst Gesamtplanungen zum was, wie und bis wann eines zivilisationsrettenden Systemwandels zählen laut Einführung zum Hauptanliegen des nachfolgenden Manifests. Die durch dieses eingeforderten Rettungsanstrengungen erfordern wie bereits angedeutet im Kern eine kulturelle wie auch sozial- und wirtschaftssystemische Zeitenwende im tatsächlichen Wortsinne. Und dazu wiederum bedarf es nicht zuletzt der noch rechtzeitigen Gewinnung von Bevölkerungsmehrheiten zur Unterstützung eines solchermaßen zeitenwendenden Politikwandels. Was alles dafür notwendig ist, das sollen die in den Folgekapiteln ausgeführten, strategischen Blaupausen verdeutlichen. Bevor wir uns über diese einen Überblick verschaffen möchte ich zunächst in gebührender Kürze auf die Frage eingehen: Ist es angesichts der sich gerade in jüngster Zeit zusammenbrauenden, geoatmosphärischen und umweltmäßigen Bedrohungslagen und, als ob das nicht bereits genug wäre, der noch hinzukommenden, innen- wie auch weltpolitischen Verwerfungen nicht bereits viel zu spät für jedwede Zivilisationsrettungsversuche?
Brüne Schloen
4. Wodurch wirkt Grundeinkommen klimasolidarisch?
Zusammenfassung
Klimasolidarität steht für eine bestimmte Ausprägung von Gesellschaftssolidarität. Letztere entstammt der großen Französischen Revolution mit deren Forderung nach Brüderlichkeit. Diese setzt Pierre Levoux mit Solidarität gleich, die er als „Anspruch auf die Sicherung der Existenz jedes Einzelnen durch die Gemeinschaft“ versteht. Ein solches Versprechen bildet die wesentliche Grundlage auch des „klimasolidarischen Grundeinkommens (KSG)“.Dies allerdings mit der Besonderheit einer strikten Diskreditierungsfreiheit, wie wir sie nach den üblichen Standards für ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) bereits kennen. Im Unterschied zu den meisten BGE-Modellen kommen allerdings KSG-Unterstützungen im Endeffekt nur den Zuwendungsberechtigten zugute, die Transferunterstützungen auch wirklich benötigen. Diese Sonderstellung erreicht das KSG im Gegensatz zum allgemeinen BGE-Verständnis über ein im einzelnen nachgewiesenes Konzept von pauschalierten Vorauszahlungen, die im Nachhinein im Rahmen einer reformierten Einkommensbesteuerung bis zum individuellen Bedarfssicherungsniveau weggesteuert werden. All das gelingt verteilungsgerecht, stigmatisierungsfrei und zugleich gegenüber allen anderen Sozialsystemen am kostengünstigsten. Vor allem aber: Es ist im Gegensatz zu den meisten BGE-Modellen auch für künftige Klimaanpassungen verteilungsgerecht finanzierbar.
Brüne Schloen
5. Die Kernpunkte des klimasolidarischen Grundeinkommens als Problemlösungsschlüssel
Zusammenfassung
Den Kern der KSG-Finanzierung stellen zwei sowohl preisneutral wie auch besonders verteilungs- und leistungsgerecht wirkende Steuersäulen dar, nämlich: (a) die reformbedingten Einkommensteuermehreinnahmen von den sozial breiteren Schultern, soweit sie von deren € 65.000 pro Jahr zu versteuernden Einkommen erhoben werden, und (b) die zusätzlich durch „Entzwergung“ der Erbschaftssteuer von wohlhabenderen Erben erzielten Mehrsteuern von rund € 85.000 jährlich. Die zuletzt genannten Steuersäulen tragen bereits mehr als ein Drittel zur KSG-Finanzierung von insgesamt € 562 Mrd. bei. Hinzu kommt als neue, ebenfalls direkte Steuersäule die die sog. Arbeitgeberbeiträge ablösende Grundsicherungsabgabe. Weiterhin kommen hinzu die Säulen aus indirekten Steuern und Zertifikatehandelseinnahmen von zusammen € 284 pro Jahr, davon € 100 für den CO2-Zertifikatehandel samt CO2-Steuer sowie € 139 Mrd. für Luxussteuer, pauschale Umsatzsteuererhöhungen sowie staatlicher Defizitfinanzierung. Der Rest entfällt auf die neu einzuführende Finanztransaktionssteuer.
Brüne Schloen
6. Kampagnen für ein klimasolidarisches Zusammenrücken
Zusammenfassung
Wer dazu beitragen will, das drohende Scheitern der bisher eingeleiteten Energietransformationen samt Verkehrs- und Agrarwende abzuwenden, der sollte mit allem ihm/ihr zur Verfügung stehen Einwirkungsmöglichkeiten auf eine sofortige, proaktive Umsetzung des klimasolidarischen Grundeinkommens dringen. Allen voran sollte er bzw. sie sich für eine gerechtere Vermögensverteilung auch durch die aufgezeigte „Entzwergung“ der Erbschaftssteuer einsetzen. Sodann für deren Weiterführung im Wege der hier ausgeführten Blaupause zu einem engeren, sozialen Zusammenrücken. Dies entsprechend den Leitsätzen: „Klimasolidarität statt Zivilisationszerfall“ und/oder „Zivilisationsrettung jetzt!“ wie z. B. mit den Kampagnenaufrufen des Bündnisses für Klimasolidarität angestrengt.
Brüne Schloen
7. Zeit der Wahrheit
Zusammenfassung
Angesichts des putinschen Überfalls auf die Ukraine und dessen zumindest propagandistischer Unterstützung durch China stehen die USA, die EU und damit auch die BRD vor schicksalhaften Herausforderungen. Was vor allem für die BRD bedeuten kann: Entweder findet sie im besten Fall noch rechtzeitig den Weg einer werteorientierten Loslösung von ihrer bisher durch Konzerninteressen, wie z. B. denen der führenden Automobilunternehmen, dominierten Wirtschafts- und Außenpolitik (positive Zeitenwende). Oder aber es gelingt dem autokratischen Wirtschaftsblock, die BRD-Gesellschaft immer weiter zu verunsichern und die Welthandelsorganisationen der demokratischen Länder zu zersplittern. Dadurch würde in jedem Fall die zur rechtzeitigen Abwendung der Klimakatstrophe notwendigen Kooperationen der Weltgemeinschaft insbesondere für CO2-Emissionsminderungen verunmöglicht (Zivilisationszerfall). Bezüglich der Chancen für eine positive Zeitenwende bleibt zu sagen: Sie, das heißt eine noch rechtzeitige Zivilisationsrettung, ist immer noch möglich. Sie wird aber schon aufgrund der sich dramatisch zuspitzenden Weltlage bei anhaltendem „Schlafwandlermodus“ der Führungselite in den meiten demokratisch verfassten Gesellschaften immer unwahrscheinlicher. Die Bedingungen für eine positive Zeitenwende lauten jedenfalls: (a) die Umsetzung von echter Gesellschaftssolidarität durch ein klimasolidarisches Grundeinkommen, zumindest in den europäischen Kernländern des demokratischen Blocks; (b) einen klima- und umweltgerechten Systemwandel in der Wirtschafts-, Agrar- und Verkehrspolitik aller industriell geprägten Staaten; (c) eine weltweite Emissionsminderungs- und Umweltschutzkooperation mit solidarischer Unterstützung der Entwicklungsländer durch die reicheren Staaten.
Brüne Schloen
8. Epilog
Zusammenfassung
Mit drei Thesen schließt der Autor das Werk ab.
Brüne Schloen
Metadaten
Titel
Zivilisationsrettung jetzt!
verfasst von
Brüne Schloen
Copyright-Jahr
2023
Electronic ISBN
978-3-658-38331-2
Print ISBN
978-3-658-38330-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38331-2

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